Donnerstag, 28. Januar 2016

Na Gott sei Dank, endlich kommt es, das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus!

Wie oft wurde eigentlich inzwischen gerätselt, ob es überhaupt ein sol-
ches Schreiben geben wird, wann es ggf. dann tatsächlich kommt und wie es wohl inhaltlich ausfällt.
Wenige Wochen nach der Synode konnte man offiziell vom Vatikan den Hinweis lesen, es werde "bald" kommen, das nachsynodale Schrei-
ben, offiziell die "Apostolische Exhortation".
Doch dann tat sich nichts, und es wurde hin und her gemutmaßt,
und die deutschen Bischöfe kamen im Dezember etwas in Bedrängnis, weil sie ein Hirtenwort zu Ehe und Familie veröffentlichen wollten, aber sicherheitshalber doch auch lieber mal das Papstschreiben abwarten wollten. ---> HIER !

Nun kommt die frohe Kunde, dass es voraussichtlich am 19. März, dem Festtag des heiligen Josef, endlich so weit sein wird. In diversen Medien wird jedenfalls Kurienerzbischof Vincenzo Paglia mit der Aussage zitiert, das Dokument werde im März veröffentlicht. 
Wie nicht anders zu erwarten, sind die verbalen Schützengräben längst ausgehoben, und das noch nicht vorliegende Schriftstück wird schon seziert. Erzbischof Paglia wird mit der Formulierung zitiert, das sei eine "Hymne der Liebe", die sich um das Wohl der dem Papst anvertrauten Gläubigen kümmere. 
Der Journalist Edward Pentin, der bekannt dafür ist, kein allzu großer Freund der Papst-Linie zu sein, hat degegen laut selbstverständlich "gut informierten Quellen" von einem nicht näher genannten Moraltheologen erfahren, dass man "zutiefst beunruhigt" sein müsse, denn "der Entwurf stellt das Naturrecht in Frage".
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein bekannter italienischer Journalist, der das päpstliche Dokument zugespielt bekommt und vorab veröffentlicht,
wie gehabt...
 

Presse-Artikel z.B. ---> HIER und HIER und HIER

Kommentare:

  1. Pentin "kein allzu großer Freund der Papstlinie" - das ist ein niedlicher Euphemismus. Wie so manche Tradi-Blogger aus dem angelsächsischen Bereich grenzt das, was er so von sich gibt, oft an primitive Hetze gegen den Papst und alles, was er im papalen Gestus altkirchlicher Ketzerjäger des "Modernismus" verdächtigt.

    "Entwurf stellt das Naturrecht in Frage" - da wird jeder seriöse Rechtsphilosoph heutzutage nur noch lachen. Das "Naturrecht" ist ein Ladenhüter von anno xy.

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  2. So weit ich das sehe, ist Pentin zwar
    ein konservativer katholischer Journalist,
    aber seine Argumente z.B. bezüglich der
    Manipulationen bei der Synode scheinen mir
    nicht von der Hand zu weisen zu sein.
    Man lese z.B.
    http://www.kath.net/news/52064

    Kardinal Kasper hat so seine eigenen Erfahrungen
    mit Pentin gemacht, wenn man da an seine leicht-
    fertigen Äußerungen bezüglich afrikanischer Bischöfe
    denkt...

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    1. Wenn ich an zahllose "leichtfertige Äußerungen" konservativer Katholiken bez. afrikanischer Flüchtlinge denke, dann kann ich mit Kardinal Kaspers vergleichsweise vornehmen Äußerungen noch gut leben... :-)

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  3. Die Methode, über ein Dokument erst dann
    zu sprechen, wenn man es vorliegen und gelesen hat,
    scheint sich bewährt zu haben.
    Ich empfehle dies auch in diesem Falle. :-)

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  4. Die Tradis bashen sich wutkatholibanig schon mal wieder ein...

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