Mittwoch, 27. Januar 2016

"Untergrenze erreicht": Trier - das älteste Bistum Deutschlands - gibt Priesterausbildung im Seminar auf!

Gerade ging es an die Presse, vorher wurde es in Trier mit den Betroffenen bespro-
chen: Bischof Acker-
mann hat "nach reif-
licher Überlegung"
beschlossen, dass die theologische Ausbil-
dung der Semina-
risten "bis auf Weite-
res"
nicht mehr in Trier stattfindet. Ab dem kommenden Wintersemester wird die Ausbildung im ältesten Bistum Deutschlands stattdessen nach St. Georgen bei Frank-
furt weitergegeben.
Dies sei keine Entscheidung gegen die theologische Fakultät der Uni Trier, wurde hinzugefügt. Die geringe Zahl der Kandidaten sei
"einem guten menschlichen und geistlichen Wachstums- und Reifungsprozess nicht mehr förderlich". - Man wird in den nächsten Stunden vielleicht erfahren, welche Folgen das z.B. für die Angestellten von Priesterseminar und Bib-
liothek haben wird und was man mit den Räumlichkeiten zu tun gedenkt. Da sind gewiss auch Priesterrat und Verwaltungsrat erst noch zu hören. 

Angesichts dessen bekommt das Titelbild des "Facebook"-Auftritts des Priesterseminars eine völlig neue, makabre Bedeutung: "Du führst mich hinaus ins Weite..." ---> HIER ! 
Der "Ehrentitel" von Trier als "ältestem Bistum Deutschlands" hat einen weiteren, schweren Schlag erlitten. ---> HIER ! 

Kommentare:

  1. Nemrod meint: Outsourcing der Priesterausbildung- auf der Bistumshomepage als " Qualitätssicherung der Priesterausbildung" angepriesen. Nein - hier werden die ersten Schritte unternommen, dem pastoralen Gelaber der kirchensteuerverschlingenden Bistumssynode Taten folgen zu lassen. Priester werden gar nimmer so gebraucht ( nicht mehr gewünscht!!)- Pfarreien sollen eh deckungsgleich mit den Dekanaten gebildet werden. Die PastoralreferentInnen in Trier - und ambitionierte LaiInnen- scharren schon mit den Hufen, um priesterliche Aufgaben wahrnehmen zu können. Und wer möchte unter solchen Prämissen noch Priester werden in Trier? Ein weiteres Beispiel des mitratragenden Konkursverwalters und seiner Camarilla auf der Kathedra des Hl.Eucharius....Dominus miserere - mehr bleibt wohl nicht.

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  2. Das wird vom Bistum in seiner jetzt erfolgten
    offiziellen Stellungnahme übrigens als
    Qualititätssicherungsmaßnahme verkauft.
    Welche Ironie!

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  3. Im Westen ist es gerade so. Schon seit einigen Jahren müssen die Priesteramtskandidaten von Aachen zu ihrer Ausbildung nach Münster; ebenso die Essener. Ein Trauerspiel das ganze. Außerdem geht es hin zu einer Einheitsausbildung. Die jungen Kandidaten werden immer abhängiger von nur noch wenigen Professoren ... die nicht immer die Besten sind.

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  4. Mit dieser Logik müsste man dann allerdings
    auch angesichts der dramatisch sinkenden
    Gläubigenzahlen etliche der 27 deutschen
    Bistümer zusammenlegen!

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    1. Vielleicht können ja zukünftig in den freien Seminaren Imane ausgebildet werden :) nein, im Ernst, wer eine wirklich gute Priesterausbildung will, geht heute nach Heiligenkreuz .

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  5. Ordinariatsgeschädigter27. Januar 2016 um 18:43

    Es ist ein Trauerspiel,
    wie es mit der Diözese Trier seit Jahren
    immer nur in eine Richtun geht: zügig bergab!

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    1. seit 40 Jahren Priester28. Januar 2016 um 06:40

      Die Kernfrage ist doch,
      warum so wenige junge Männer den
      Priesterberuf interessant genug finden.
      Es gäbe mit Sicherheit Hunderte, die dafür
      in Frage kämen, aber sie werden durch allerlei
      Faktoren davon abgeschreckt.
      Die Art und Weise, wie man vielfach als Pfarrer
      in Deutschland leben muss, gehört gewiss dazu.
      Immer größere Pfarreien, immer mehr Bürokratie,
      immer mehr Gängelung durch die Ordinariate,
      immer weniger konkrete Seelsorge.
      Wer hat schon Lust, als Priester zum Verwaltungs-
      leiter mit Messkoffer degradiert zu werden?

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