Mittwoch, 20. Januar 2016

Vatikan-Experte: Es steht mal wieder schlimm um die Zukunft von Papst Franziskus...

Die Meldung gehört wohl ironisch betrachtet zur Kategorie "Alle-Jahre-wieder-Journalis-
mus"
: Vatikan-Experte und "Insider" Marco Politi sieht mal wieder ganz schwarz.
Die Reformideen des Papstes fänden wenig Zustimmung, und der habe ja auch schon mit dem Gedanken an Rücktritt gespielt. Genau darauf hofften auch "viele Mitarbeiter" im Vatikan, wie z.B. der "ORF" aktuell berichtet ---> HIER !

Auch das evangelische Medienmagazin "Pro" befasst sich mit Marco Politi; man hat sogar ein Interview mit ihm gemacht. Darin erklärt er wörtlich: "Der Papst ist ein Poli-
tiker
", und dieser habe viele Zeichen gesetzt, ohne möglicherweise noch
das Ende dieses Prozesses
erleben zu können. ---> HIER !
Was Autor Politi da verkündet, ist übrigens in etwa so originell, wie wenn er vermelden würde, dass Silvester am 31. Dezember ist. Mit dieser ewigen Jammer-Botschaft gibt er Interview auf Interview, und auch ein "tieri-
sches" Buch "Franziskus: Papst unter Wölfen " (!) ist dabei schon herausgesprungen.
Man lese mal meinen Artikel vom 30.6.2014; damals war seine Schreckens-
botschaft schon dieselbe. Andere Experten sahen das übrigens deutlich lockerer, und so schrieb ZDF-Vatikan-Korrespondent Jürgen Erbacher ganz unaufgeregt: "Papst Franziskus möchte Diskussionen, und er be-
kommt sie auch..."
---> HIER !

Es ist eine Binsenweisheit, dass es Widerstände gegen Papst Franzis-
kus gibt. Dass diese gerade in den letzten Tagen und Wochen heftiger geworden sein sollen, dürfte Schreiber Politi wohl kaum belegen können.
Dass Papst Franziskus sich beim Personal nicht nur Freunde gemacht hat, auch mit seinen finanziellen Einsparungen, ist bekannt und zum Teil auch gut nachvollziehbar. Nicht nur die übliche Bonus-Zahlung nach der Papst-
wahl fiel auf dessen Anweisung hin aus, sondern es wurden auch weitere Einsparungen vorgenommen. Dass da auch schon mal welchen ein wenig der Kragen platzt, wie z.B. der konservative "Catholic Herald" berichtet, wundert nicht wirklich.  ---> HIER !
Eigentlich wäre es routinemäßig jetzt aber fast schon wieder an der Zeit, die angeblichen Mordpläne von "Tradis" gegen Papst Franziskus wieder auszugraben - so meine Anregung für Herrn Politi...

 

Kommentare:

  1. Das ist das Normalste der Welt;
    man erinnere sich, dass es - von der anderen Seite -
    gegen Papst Benedikt auch ständige Angriffe gab.
    Was uns Politi hier verkauft, ist bestenfalls gut
    für seinen eigenen Geldbeutel. Das war's dann aber
    auch schon, finde ich.

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    1. Klar doch,
      wer sich Sorgen um Papst Franziskus
      und die Zukunft der Reformen macht,
      der ist nur auf seinen Geldbeutel bedacht.
      Wer ihn jedoch ständig kritisiert,
      der ist selbstverständlich edel und gut.
      O heilige Einfalt!

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  2. Vatikanjournalisten haben es nicht leicht.
    Selbst der Pressesprecher des Papstes kommt manch-
    mal wegen der spontanen Ideen seines Chefs ins Schwitzen
    und in Erklärungsnöte.
    Was bitte soll ein Journalist, von dessen Chefredakteur
    möglichst täglich Neues aus dem Vatikan erwartet wird,
    denn bitte schreiben?!

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  3. Papst Franziskus hat Befürworter.
    Papst Franziskus hat Gegner.
    Das ist ihm bestens bekannt, aber er wird
    sein Ding schon durchziehen, da bin ich mir sicher.
    Also was solls?

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