Montag, 25. Januar 2016

Wenn Herr Prof. Dr. Dr. Sternberg vom ZdK lauthals über den Papst und über Mörder und Geschiedene nachdenkt...

... dann interessiert sowas selbstverständlich die Medien. Da wird es dann auch für jeden schnell auf den Punkt gebracht: "Papst muss jetzt liefern", so z.B. die Schlagzeile bei der "WAZ".
Im Mini-Artikel erfährt man dann aber auch, was der neue ZdK-Präsident ( siehe meinen Artikel dazu ---> HIER !) von Mördern und Geschiedenen in der katholischen Kirche weiß - oder zu wissen vorgibt.  "Es könne nicht sein, dass einem Mörder in der katholischen Kirche verziehen wird, aber einem Geschiedenen nicht". ---> HIER !
Ich habe ja durchaus ein gewisses Verständnis dafür, dass der Herr Professor sich da in der Pflicht sieht, die ewigen For-
derungen des Zentralkomitees noch einmal zu wiederholen, aber ich hätte mir da doch etwas mehr Fairness in der Argumentation erhofft. 

Ich gehe mal davon aus, dass der ZdK-Präsident sehr wohl weiß, wie völlig daneben sein Vergleich von Mördern und Geschiedenen ist. 
Um ihm da mal etwas auf die Sprünge zu helfen, ohne jetzt gleich die Grundsatzdebatte über die (Nicht-) Zulassung wiederverheiratet Geschie-
dener aufrollen zu wollen: Wie auch der Herr Professor wissen müsste, gibt es da in seinem völlig schiefen extremen Vergleich etwas, was er bewusst völlig ausgeblendet hat.
Der Mörder in seinem Beispiel ist jemand, der seine Sünde bitter bereut und klipp und klar ausdrückt, dass er dies nie wieder tun wird. Die wieder-
verheiratet Geschiedenen jedoch, die nach katholischem Verständnis in der fortgesetzten Sünde des Ehebruchs leben, beabsichtigen eben nicht, diesen Zustand zu ändern.
 
 

Wirklich schade, dass man sowas im ZdK einfach verschweigt. 

Kommentare:

  1. Ach, seufz,
    das gehört doch einfach dazu,
    denn der Neue muss doch den Funktionären des ZdK
    beweisen, dass er es drauf hat.
    Man sollte das nicht ernst nehmen.
    Ich vermute mal, dass Papst Franziskus noch nicht
    einmal von der Meldung erfährt.

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  2. Die Idee ist ja uralt.
    Kardinal Marx hat im Mai 2015 schon die klare
    Antwort der deutschen Bischöfe gegeben:
    "Mit Lehre und Tradition der katholischen Kirche
    nicht vereinbar".
    Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
    Das ZdK hat sich mal wieder selbst lächerlich gemacht.

    http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2803

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  3. Was kann man vom ZdK
    auch anderes erwarten?

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  4. Ihre Ausführungen hinken allerdings noch mehr. Auch der wiederverheiratet Geschiedene kann bereuen und garantieren, dass er seine neue Beziehung niemals wieder wird in die Brüche gehen lassen. Ihm wird dann jedoch nicht vergeben, kann er noch so gut mit dem ersten Partner in beiderseitigem Einverständnis getrennt sein. Der Mörder hat halt das Glück, dass seine Tat endgültig ist, da gibt es nichts mehr wiederherzustellen, da ist die Reue einfach. Jeder Mörder garantiert vor Gericht Besserung. Der Geschiedene wird aber gnadenlos unbarmherzig behandelt, egal wie sehr er vielleicht selbst in der Ehe gelitten hat. Es hilft alles nichts, die Lehre bleibt hier gnadenlos.

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    1. Kleiner Tipp:
      Einfach mal die katholische Ehelehre studieren.
      Dann wird das klarer.
      Der Ehebruch besteht ja weiterhin und wird
      bewusst nicht beendet, obwohl derjenige nach
      katholischem Verständnis immer noch verheiratet
      ist, denn die Ehe ist nicht auf ein paar Jahre
      begrenzt.

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    2. Werter Herr Dorn, ntürlich geben Sie die kath. Ehelehre damit völlig korrekt wieder. Aber auch Sie werden so viel realitätssinn haben zu sehen, dass Sie damit den gesunden Menschenverstand nicht (mehr) erreichen, sondern dass diese "gesunde Ehelehre" von norml denkenden Menschen nur noch als herzenskalt und gnadenlos empfunden wird. Und faktisch ist es so: die Menschen haben den Eindruck, dass die kath. Kirche den Mörder akzeptiert, den Wiederverheirateten aber nicht. Das ist die Realität. Dauernde Verweise auf den Katechismus helfen da nix mehr.

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    3. Danke für Ihren kritischen Beitrag,
      Leserin "Antonia",
      denn vom Pro und Contra können wir alle lernen.
      Das mit dem "normal denkenden" Menschen ist
      so eine Sache, denn dieser hält z.B. auch
      Abtreibung für ein selbstverständliches Recht,
      das jeder Frau zusteht.
      In der Diskussion um die Pränataldiagnostik
      sehen wir (vielleicht), wo diese Reise noch
      hingehen wird.
      Was die Menschen für einen Eindruck haben
      bezüglich Mördern und katholischer Kirche,
      ist auch davon abhängig, wie informiert die
      Menschen sind.
      Und da bin ich bezüglich des "normal denkenden"
      Menschen nicht immer sehr zuversichtlich.

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  5. Nun ja, Herr Sternberg wurde wohl kaum
    deshalb gewählt, weil er so papsttreu ist.
    Die deutschen Zentralkomitee-Funktionäre
    träumen immer noch davon, der Nabel der
    katholischen Welt zu sein.

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  6. Der Ermordete bleibt aber auch tot, egal wie sehr der Mörder bereut.

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  7. "Für sich allein gesehen, wird das Zentralkomitee
    vermutlich nur noch bei engagierten katholischen
    Insidern, Publizisten sowie Verbandsfunktionären
    wahrgenommen."
    So völlig zutreffend ein Journlist:
    http://www.wn.de/Kommentar/2182980-Kommentar-zur-Wahl-des-Zentralkomitees-der-deutschen-Katholiken-Sternberg-ist-neuer-Zdk-Praesident-Eine-gute-Wahl

    Also, lasst sie doch reden und reden und reden!

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