Sonntag, 17. Januar 2016

Wird Deutschland untergehen? - Experten: Roboter werden Millionen Jobs vernichten!

Haben wir doch endlich noch mal
eine Hiobsbotschaft, die quer durch die Konfessionen und Parteien ein Aufreger werden könnte:
Wie viele deutsche Medien heute schrei-
ben, gibt es eine bislang unveröffent-
lichte Prognose des Weltwirtschafts-
forums, wonach mittelfristig Millio-
nen von Jobs verloren gehen werden, weil Computerprogramme und Roboter sogar Bürojobs, Finanzwirtschaft und viele andere Berufe ver-
nichten werden, bei denen eine teilweise Automatisierung möglich ist. Unter dem Stichwort "Industrie 4.0" wird von Experten eine düstere Prognose abgegeben, wonach es insbesondere Deutschland treffen könnte (eine nähere Begründung dafür liefern die Medien kurioserweise nicht).
Was das für die politische Stabilität bedeuten würde, will ich mir lieber nicht ausmalen, denn gerade eine Jugend ohne Perspektive ist anfällig für simple Parolen und Rezepte.
Andererseits:  Gab es solche Unkenrufe nicht immer schon? Bereits mit Erfindung der Dampfmaschine wurde vorhergesagt, dass dies in die wirt-
schaftliche Katastrophe führen würde. 

Kann es nicht auch sein, dass es Millionen völlig neuer Jobs geben wird, auch direkt von daheim aus, per Computer und mit weitgehend freier Zeiteinteilung? Vielleicht stellt sich dann auch die Frage nach einer ge-
rechteren Verteilung der vorhandenen Arbeit neu?
Oder - um es mal etwas radikaler zu formulieren: Muss man solche Kon-
gresse und Foren unbedingt immer gleich ganz, ganz ernst nehmen...?

Artikel im "SPIEGEL" ---> HIER !

Kommentare:

  1. ja es könnten dann viele viele neue Jobs im Sozialwesen frei werden....wo man direkt am Menschen ist und sich um die Armen und schwachen kümmern kann, wie es Papst Franziskus möchte. Also her mit den Robotern, die hoffentlich viele Menschen ersetzen, Mütter z. B., die sich dann liebevoll wieder zuhause um ihre Kinder kümmern werden. Schöne neue Welt!

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  2. Millionen Flüchtlinge in Deutschland,
    die wenig qualifiziert sind, könnten der Grund
    sein, dass "insbesondere Deutschland treffen könnte",
    aber die Medien wollen das nicht schreiben.

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  3. Helmut Schneider17. Januar 2016 um 19:51

    Bei der derzeitigen Stimmungslage
    sind Untergangspropheten aller Art bei den
    Medien ganz hoch im Kurs.
    Man sollte diesen Debattierclub nicht ernst nehmen!

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  4. Ich nehme solche Überlegungen auf eine gewisse Art und Weise ernst, da ich in meinem Leben bereits sehr viele Veränderungen diesbezüglich erlebt habe. Veränderungen im privaten Umgang miteinander als auch Veränderungen im beruflichen Alltag.

    Ich bin noch ohne Telefon und Fernseher aufgewachsen. So etwas lernte ich erst als Teenager kennen. Ich kenne noch die Festnetzapparate und den Spruch der Eltern "halt dich kurz, ist teuer". Ich weiß noch als ich meinen ersten Computer zu Hause bei mir hatte. Ich war damals die absolute Ausnahme in der ganzen Sippschaft und Bekanntschaft.

    Ich habe im Grunde einen technischen Wandel miterlebt, der für mich gleichzeitig faszinierend, gut und böse, sinnvoll und sinnlos ist.

    Beruflich habe ich den Wandel von Telegramm und Eil-Luftbrief über möglichst kurz gehaltene internationalen Telefonate (schweineteuer) hin zu BTX und problemlosem Faxe verschicken, und letztlich Echtzeitkommunikation bis in die tiefste afrikanische/asiatische Provinz miterlebt. Auch das Internet war so eine Veränderung. Erst Newsgroups, dann Mails usw. aber noch alles horrend teuer. Irgendwann dann keine Kostenfrage mehr, sondern eher (kostengünstiger) Alltag.

    Hätte mir vor 40 Jahren jemand prophezeit, dass ich mal schnell unterwegs auf dem Smartphone checke wie die Verkehrslage 100 km weiter ist, hätte ich vermutlich gesagt, dass das irgendwelche irrealen oder schweineteuren (nur wenigen zugänglich) Zukunftsvisionen sind.

    Ich bin noch (privat und beruflich) mit Schreibmaschine, Tipp-Ex und Dreifachdurchschlag aufgewachsen. Und da hat sich verdammt viel geändert. Warum also diese Zukunftsszenarien nicht ernst nehmen?

    Ich kann mich daran erinnern, dass mich irgendwann vor 30 Jahren oder so, ein Text älterer sehr nachdenklich gemacht hat. Es ging um die Automatisierung und darum, dass menschliche Arbeit durch Maschinen (Computer usw.?) ersetzt wird. In dem Text ging es darum, dass solches zukünftig dauerhaft passieren wird, und es daher dringend notwendig ist auch sozusagen für solche Maschinen und Computer eine Art Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgabe einführen zu müssen. Denn ansonsten würden die Menschen zwar ersetzt werden, die Gewinne daraus aber bei einer klitzekleinen Schicht der "Maschinenbesitzer" hängen bleiben, die Verluste aus fehlenden Arbeitsplätzen usw. aber auf die Masse der "übrigen Menschen" umverteilt werden. Ich fand das damals ziemlich "Science-Fiction" - heute nicht mehr.

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