Sonntag, 14. Februar 2016

Die Medien sind begeistert von "Hoaxmap" -- Die Gerüchte über Flüchtlings-Straftaten sind alle gelogen...!

Kaum eine größere Zeitung, kaum eine Magazin-Sendung, die in den letzten Tagen nicht über eine neue digitale Er-
rungenschaft des Lobes voll berichtet hätte: die sogenannte "Hoaxmap".
Das Freizeitprojekt einer  in der Flüchtlingshilfe engagierten Unternehmensberaterin lässt sich also  bundesweit z.B. per "Twitter" melden, wo Gerüchte über irgendwelche bösen Taten gestreut wurden, die angeblich von Flüchtlingen begangen sein sollen.
Das ist eine lobenswerte Idee, denn es wird im Internet reichlich Unsinn verbreitet, oft genug nur mit der niederträchtigen Absicht, die Angst vor "den" Flüchtlingen weiter zu schüren.
Schaut man sich die Karte etwas näher an, ist die "Ausbeute" bisher von der Anzahl her allerdings eher mager. Aber vielleicht wächst das ja noch. Man erkennt allerdings auch gleich den Schwachpunkt dabei: Die "Ent-
larvungen"
basieren größtenteils auf Zeitungsartikeln, die von aufmerk-
samen Lesern gemeldet wurden. Das allerdings sagt - polizeilich betrachtet - leider erst mal noch nicht wirklich viel über den Wahrheitsgehalt aus, denn auch Zeitungsnachrichten können einseitig oder sogar falsch sein.

Hinzu kommt als grundsätzlicher Schwachpunkt, dass längst nicht alles
in der Zeitung steht und manches gar nicht erst gemeldet wird. (Darüber morgen mehr.)

Dennoch ist es gut, dass es so etwas gibt. Neu ist das übrigens nicht so wirklich. So gibt es z.B. schon lange die Seite "Mimikama", die Gerüchten nachgeht und schon so manches ins richtige Licht gerückt hat. 
Die Seite "hoaxmap" ---> HIER !
Medienlob über dieses Projekt z.B. ---> HIER !
"mimikama" ---> HIER !