Freitag, 26. Februar 2016

Dieter Bohlen mit DSDS-Castingshow im Kloster Eberbach - Die "Frankfurter Rundschau" findet es zum Heulen!

Die Geschmäcker sind ver-
schieden, und wenn's ums Geld geht, dann hört manchmal nicht nur die Freundschaft auf. Ich schrieb bereits darüber, dass es Querelen gibt, weil das Kloster Eberbach im April als Live-Übertragungsort der DSDS-Castingshow von Dieter Bohlen dienen wird. -> HIER !

Diese Entscheidung, die Klosteranlage dafür zu vermieten, sorgt weiterhin für viel Pro und Contra. Die Geschäftsführung sah sich nun offenbar genö-
tigt, eine schriftliche Stellungnahme abzugeben, die man als pdf-Datei nachlesen kann ---> HIER !

Darin fällt so einiges auf. Gleich dreimal wird in verschiedenen Absätzen der Stellungnahme betont, dass es sich um eine bekannte, erfolgreiche Sendung handele, und man deshalb froh sei, Kloster Eberbach dadurch noch bekannter zu machen. Vor allem die junge Generation sei begeistert, es herrsche rege Nachfrage nach Eintrittskarten für das Event.
Es gäbe auch viele kritische Reaktionen, aber das schiene "möglicherweise auch auf einen extremen Generationenkonflikt hinzudeuten". - Mit ande-
ren Worten: Man hofft, mehr junge Leute für Kloster Eberbach interessie-
ren zu können (notfalls auch, indem man ältere Leute vor den Kopf stößt?).
Außerdem habe die Basilika ohnehin "heute vor allem musealen Charak-
ter"
, es ist schon lange kein intaktes Kloster mehr.
"Über vier Millionen Menschen verfolgen die Show regelmäß
ig", liest man in der Erklärung, und die Sendung erfreue sich "einer enormen Populari-
tät"
. - Es habe aber Gespräche mit dem RTL-Team gegeben, die sicher-
stellen würden, dass sich "die Show der Umgebung des Klosters anpasst und nicht umgekehrt, d.h. die Auftritte werden entsprechend zurück-haltender ausfallen"

Ihr Wort in Gottes Dieter Bohlens Ohr, wird da mancher denken, aber im April wissen wir mehr. Die Lobeshymnen auf die ach so tolle Sendung tei-
len übrigens nicht alle. Da fallen dann auch schon mal Begriffe wie "men-
schenverachtend"
,
"gezielte Grenzverletzungen", "manipulativ", "Gehirn-
wäsche"
und ähnliche Vokabeln.
Der Kommentar der "Frankfurter Rundschau" zum beschlossenen Vorhaben: "Ach Eberbach, es ist zum Heulen" ---> HIER
und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !

Dieser Film über Kloster Eberbach bei "YouTube" müsste dann wohl auch mal überarbeitet werden. ---> Video HIER !
Und was die jungen Leute betrifft: Wiederholungszuschauer sind haupt-
sächlich die 12-15 Jährigen, während es bei der Altersstufe von 21-24 Jahren nur noch 24 % sind. - wahrscheinlich "ein extremer Generationen-
konflikt".
.. ---> HIER !
 

Nun ist ja nichts mehr dran zu ändern. Hoffen wir, dass man Dieter Bohlen wirklich wie gewünscht gezähmt bekommt...   
 

Kommentare:

  1. Bohlen und diese Sendung gehören zum Unappetitlichsten, was das Fernsehen zu bieten hat. So gesehn passt das schon gut zusammen!

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  2. Zugunsten des Kloster-Managements will ich mal
    annehmen, dass die sich inhaltlich nicht vor
    Vertragsabschluss mit der Qualität jener
    Castingshow beschäftigt haben.
    Ich werde mir erlauben, den KREUZKNAPPEN-Artikel
    als Link an Kloster Eberbach zu schicken,
    damit die sich mal über die Problematik klar.
    werden.

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  3. Das Schreiben (pdf) des Klosters ist
    sehr gut formuliert, aber letztlich läuft es doch
    auf die Kernfrage hinaus, ob man sich mit "dem Teufel"
    (das ist jetzt von mir bewusst übertrieben und nicht
    so gemeint!) auf einen Pakt einlassen darf, nur um
    abzukassieren (Miete) und Publicity zu machen.
    Ja, nach der Sendung wissen wir mehr,
    aber ich habe kein gutes Gefühl dabei!

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  4. Wir haben Bekannte da in der Gegend.
    Klar stimmt es, wie der Geschäftsführer schreibt,
    dass viele dafür sind.
    Aber das ist zum wenigsten eine Zustimmung zu
    DSDS,sondern einfach die Freude darüber, dass da
    mal wieder was los ist in der Gegend,
    dass Fernsehen kommt, Presse usw. - und man selbst
    war mit dabei.
    Ich halte die Entscheidung für falsch.
    Auch deswegen, weil sie nun für andere katholische
    Unternehmungen ein Alibi schafft, auf das man sich
    berufen kann, wenn man irgendwelche schrägen Vögel
    einlädt. Das übliche totschlag-Argument:
    Man bekommt dann aber viel Aufmerksamkeit!
    Die hätte man auch, wenn man ein Festival mit
    christlicher Musik veranstalten würde...

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