Samstag, 20. Februar 2016

Wie man hier sieht, geht es auch differenzierter mit der Berichterstattung über Papst-Sätze...

Die Medien unterliegen ihren eigenen Zwängen, und einer der größten davon ist der des Er-
folgsdruckes. Erfolg wird dabei der Einfachheit halber in nack-
ten Zahlen gemessen, nämlich denen der Auflagenhöhe bzw. der Klickzahlen.
Das wird genauestens proto-
kolliert und von unabhängigen Instanzen verglichen und ver-
öffentlicht, so etwa die viertel-
jährlichen Auflagenstärken-Vergleiche der "IVW", die wir Normalsterblichen jedoch nur in der Gratis-Schmalspur-Version zu lesen bekommen. ---> HIER !
Sinkt das Käuferinteresse zu stark, dann können Stühle wackeln und Köpfe rollen. Journalisten schreiben und senden im Fernsehen daher so, dass sie aller Voraussicht nach möglichst viele Interessenten für ihr Blatt bzw. ihren Sender anlocken können.
Das ist an sich nicht nur schlecht und wird letztlich ja auch von katholi-
schen Seiten und Blogs in gewissem Umfang ähnlich gemacht, aber es ist schon ein Unterschied, ob 1.500 Leute einen meiner Blog-Artikel lesen oder 50.000 einen Artikel in einer weit verbreiteten Zeitung.
Beinahe verhängnisvoll kann oberflächliche Berichterstattung werden, wenn es um komplexe Themen geht, wie man mal wieder bei der flie-
genden Pressekonferenz des Papstes erleben musste. Da kommt die theo-
logische Schmalspur-Ausbildung (wenn überhaupt!) der Journalisten und der Zwang zu populären Formulierungen ungut zusammen. Dann wird aus dem Papst eben ein Papst, der die Verhütung neuerdings erlaubt.

Es ist nicht einfach, etwas differenzierter zu berichten; das Publikum wür-
digt das eher nicht. Die heutige Lese-Kultur will GROSSBUCHSTABEN, und nicht Erklärungen mit Nebensätzen. Dass es dennoch ansatzweise möglich ist, zeigt z.B. dieser Bericht von "CNA" ---> HIER !