Mittwoch, 25. Mai 2016

Chefredakteur der KNA kritisiert Katholikentag wegen AfD-Ausschluss: bei den "Linken" ist man dagegen tolerant!

ZdK-Vorsitzender Sternberg bemüht sich zwar, das Problem kleinzureden (siehe meinen gestrigen Artikel), aber der Ausschluss der AfD vom Katholikentag stößt weiterhin bei vielen auf Unverständnis, zumal man anderen Gruppie-
rungen gegenüber nicht so pingelig ist.
Erstaunlich, dass sogar Ludwig Ring-Eifel, der Chefredakteur der "Katholischen Nachrichtenagentur" (KNA), heute in einem Kommentar auf "katholisch.de" davon schreibt, dass der Katholikentag für diese Art von "Geschlossenheit" einen Preis zu zahlen hat. Auch er stellt die Frage, wie man dann aber so problemlos die LINKE einladen kann, die nicht gerade durch Kirchenfreundlichkeit auffällt... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Die Entscheidung gegen die AfD war richtig.
    Die wollten doch nur eine weitere Bühne haben für
    ihre Selbstdarstellung.
    Allerdings gehören die LINKEN ebenso wenig auf
    einen Katholikentag.

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  2. Wer ständig "Dialog" ruft und ihn dann
    verweigert, macht sich lächerlich und unglaubwürdig.
    In Leipzig wird lebhaft diskutiert, wie wenig souverän
    sich das ZdK hier zeigt.
    Sogar der Geschäftsführer der CDU-Fraktion erklärte,
    die Kirche habe nicht die Aufgabe, auszugrenzen,
    sondern miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Ent-
    scheidung sei daher falsch und ein Zeichen von
    Schwäche:
    http://www.lvz.de/Specials/Themenspecials/Katholikentag/UPDATE-Kein-Platz-fuer-die-AfD-auf-Katholikentag-Kritik-von-Leipzigs-CDU

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    1. Mich vertritt das ZdK.
      Alois Glück brachte es vor seinem Abgang als ZdK-Chef im Herbst 2015 gut auf den Punkt: „Wer Werte beschwört – Heimat, Familie, was auch immer –, aber gleichzeitig Stimmung macht gegen Menschen anderer kultureller Prägung, anderer religiöser Prägung, kann nie und nimmer unser Partner sein.“
      http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/alois-glueck-fluechtlinge-100.html

      Die damalige Begründung hat sich ja voll bestätigt und überzeugt immer noch.
      Nur weil (erwartbarerweise) auch Katholiken in die AfD strömen, darf man dieses Verdikt nicht aufweichen, siehe meinen vorgestrigen Beitrag zu der Analogie von 1934.
      Das wäre Anbiederung an den Zeitgeist. Konflikt, Widerspruch und Schlagabtausch gern, aber nicht so tun, als wäre diese Partei "ganz normal" oder käme als "Dialogpartner" in Frage. Das tut sie nicht.

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  3. Kirchenmäuserich25. Mai 2016 um 11:44

    Die Verweigerung des Gesprächs auf dem Katholikentag
    erinnert stark an die Weigerung einiger Muslime,
    Andersgläubigen die Hand zu geben.
    Die AfD ist zwar unbequem und zum Teil in ihren
    Aussagen ziemlich daneben, aber sie ist eine mit beacht-
    lichem Stimmenerfolg gewählte Partei und sitzt in
    einigen Landtagen.
    Was das ZdK anbetrifft, so ist Fremdschämen angesagt.

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  4. Befremdlicherweise hat das ZdK auch überhaupt
    kein Problem damit, den Verein "Donum Vitae"
    teilnehmen zu lassen,
    ausdrücklich entgegen vatikanischer Instruktion.
    Die deutschen Bischöfe, einstmals auf Seiten
    des Vatikans, schauen nun verschämt weg.

    http://www.welt.de/welt_print/article3102743/Der-Vatikan-mobilisiert-gegen-deutsche-Schwangerenberatung.html

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    1. Der Vatikan kann den Katholikentag, der ein eigenständiger Verein ist und nicht Teil der verfassten Kirche, rechtlich gar nicht "instruieren"!

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  5. Lebensschützer25. Mai 2016 um 14:19

    zu "Donum Vitae"
    Weil die Beratungsstellen des Vereins Beratungsscheine innerhalb des staatlichen Beratungssystems in Deutschland ausstellen, die nach § 218a StGB einen straffreien Schwangerschaftsabbruch ermöglichen, wird der Verein von der Glaubenskongregation und der Deutschen Bischofskonferenz abgelehnt. Nuntius Lajolo erklärte im November 2000, der Verein befände sich „in offenem Widerspruch zu den Anweisungen des Heiligen Vaters“
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Donum_vitae

    März 2007: Der Vatikan fordert die deutsche Kirche nach einem Pressebericht zu einer noch stärkeren Abgrenzung gegenüber Donum Vitae auf und geht damit über die Weisung der Bischofskonferenz vom Juni 2006 hinaus. Demnach sollen alle Gläubigen "auf jegliche Form der Unterstützung" für den Verein verzichten.

    https://www.domradio.de/nachrichten/2007-03-19/domradio-dokumentiert-den-konflikt-zwischen-donum-vitae-und-dem-vatikan

    Wie wenig das ZdK wirklich am Lebensschutz der ungeborenen Kinder interessiert ist, zeigt, dass die Verantwortlichen des Katholikentags nicht erlaubten, dass Embryonenmodelle, die ein Baby in der 10. - 12. Schwangerschaftswoche zeigen, verteilt wurden. ‚Diese wurden laut Angaben der Alfa vom Katholikentag als "abstoßendes Material" eingestuft’ (kath.net 22. Mai 2008). Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun übte ‚schwere Kritik an den Veranstaltern des Deutschen Katholikentags: Lebensschutzgruppen werden an den Rand gedrängt. „Was man aber nicht übersehen kann, sind vier große gutausgestattete Zelte für Lesben, für Schwule, für katholische Schwule. Wenn das nicht skandalös ist."’ (kath.net 26. Mai 2008). Man konnte neben der mittlerweile auf Katholikentagen wohl unvermeidlichen „KirchenVolksBewegung“ auch Stände der „Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen“ oder der „Lesbisch-schwulen Gottesdienstgemeinschaften“ antreffen. Besonders prominent platziert war überdies „donum vitae“ (DT 27.05.08).

    So lassen sich die deutschen Bischöfe auf der Nase herumtanzen. Kein Wort der Kritik und des Missfallens diesbezüglich, keine Mahnung sich an ihre Vorgaben zu halten. Nehmen sich die Bischöfe selbst noch ernst?

    http://www.geschenk-des-lebens.de/KongregationenDoku19.htm

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