Samstag, 21. Mai 2016

"CNA" meldet: Richterliche Entscheidung: Gemeinsames Gebet und Umarmungen sind verboten!

Für die Leute in meinem vorigen Artikel (die Videos aus der Lateranbasilika) kommt diese Gerichtsentscheidung eindeutig zu spät, und außerdem brauchen wir uns nicht um diese seltsame Richter-Meinung zu scheren, denn der Mann fällte dieses Urteil in Kolumbien.
Demnach sind  in der Stadt Cartagena ab sofort "brüderliche Um-
armungen"
und gemeinsame Gebete untersagt. Die zuständige Erzdiözese hat bereits heftige Kritik daran geübt... ---> HIER !

(So, mehr gibt's jetzt nicht, ich will sofort wieder raus in den Garten.
Später aber wieder mehr...)

Kommentare:

  1. Helmut Schneider21. Mai 2016 um 17:04

    Auch bei den Richtern ist es so wie bei anderen
    Berufsständen: Es gibt solche und solche,
    und da muss man eben mit leben. Zum Glück haben wir
    aber ein Rechtssystem, bei dem man notfalls bis zur
    obersten Instanz weiter prozessieren kann.

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  2. Ist das Urteil absurd ?
    Definitiv, andererseits ist es nicht dämlicher, als die Regeln, welche so manche christliche Einrichtung so haben, z.B. Schulen/Universitäten, wo händchenhalten oder Küssen verboten ist usw.

    Aber das ist ja wieder was ganz anderes.

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  3. So ein Quatsch. Pentin sollte sich bessere Reporter oder Übersetzer anschaffen. Oder man sollte weniger CNA lesen (noch besser).

    Das erstinstanzliche Urteil des Richters Bonilla verbietet das obligatorische Schul- und Arbeitsgebet zum Unterrichts- bzw. Arbeitbeginn in öfftl. Einrichtungen sowie die in dem aufgehobenen Stadtratsbeschluss vorgeschriebene Sitte, sich vor diesem gemeinschaftlichen Gebetsakt gegenseitig auf die Schulter zu klopfen oder zu umarmen, um sich einen guten Morgen zu wünschen und die Zusammengehörigkeit im Kollektiv zu bestärken. Geklagt hatte offenbar die unterlegene (vermutl. laizistische) Stadtratsfraktion.

    Von "Familie" (in der CNA bzw. dem Übersetzer zufolge das "Umarmen" ebenfalls verboten worden sein soll) ist in keinem der von mir konsultierten Zeitungsartikel überhaupt die Rede.

    http://caracol.com.co/emisora/2016/05/11/cartagena/1462963110_130789.html
    http://www.elheraldo.co/bolivar/fallo-ordena-acabar-plegarias-en-el-concejo-de-cartagena-260014
    http://www.elespectador.com/noticias/nacional/bolivar/ordenan-suspender-oraciones-matutinas-colegios-e-instit-articulo-631691

    Die CNA-Reporter sind offensichtlich dermaßen von der Familienideologie besessen, dass sie "die Familie" fast zwanghaft an jeder noch so absurden Stelle erwähnen.

    Den span. Ausgangsartikel bei ACIPrensa von Walter Sánchez, der dieser Übersetzung von CNA vermutl. zugrunde liegt, hab ich nicht gefunden, weiß also nicht, was Sánchez da wirklich geschrieben hat. Die übersetzte Meldung ist so jedenfalls falsch.

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    1. Vielen Dank für die Aufklärung!
      Mein Übersetzungsprogramm der von Ihnen verlinkten
      Artikel sagt allerdings, dass der Richter das dort
      seit langem traditionelle Morgengebet in Schulen,
      Kindergärten, Behörden usw. untersagt, weil es
      gegen die Religionsfreiheit verstoße.
      Von Familien ist da in der Tat keine Rede,
      das ist auch nicht der springende Punkt.
      Wenn ich das richtig lese, wird diese Verordnung
      nicht nur von der Erzdiözese missbilligt,
      sondern auch von Teilen des Stadtrates.
      Man fühle sich von diesem Richter "zum Schweigen
      gebracht" und werde das nicht akzeptieren, sondern
      freiwillig weiterbeten.

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    2. Was Leser "Jorge" verschweigt,
      von dem wir insbesondere in letzter Zeit
      mit einseitigen Stellungnahmen "verwöhnt" werden:
      Das Urteil des Richters stößt auf massiven
      Protest, die Leute gehen dagegen auf die Straße,
      zum Teil beten sie demonstrativ vor dem
      Rathaus:
      http://www.vidalatinasd.com/news/2016/may/18/colombians-protest-ban-on-prayer-at-official/

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    3. In der Tat unterstützt die Mehrheit des Stadtrats diese Vorschrift, deshalb hatte man sie ja auch beschlossen. Geklagt hat wie gesagt die Minderheit, die diese Gebete im öfftl. Raum nicht wollte.

      Die Argumentation des Gerichts ist grob gesagt einmal kulturhistorisch (obligatorische Gebete seien mit der liberal geprägten lateinamerikanischen Kultur unvereinbar) und zweitens mit der (negativen!) Religionsfreiheit (also dass niemand gedrängt oder genötigt werden darf, an rel. Akten teilzunehmen).

      Gegen das zweite Argument des Gerichts heben Befürworter (wie gesagt die Ratsmehrheit, und natürlich auch die Kirche) hervor, die Gebete seien freiwillig gewesen, da niemand gezwungen werden sollte mitzubeten.

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    4. Nix hab ich verschwiegen hatte ausdr. gesagt, dass die Gegner des Gebets die "unterlegene (vermutl. laizistische) Stadtratsfraktion" sind. Das impliziert, dass die Mehrheit dafür war. Von den Protesten berichtete doch der CNA-Artikel bereits, sah keine Veranlassung, das zu wiederholen. Von den verlinkten Artikeln ist besonders der zweite (El Heraldo) sehr parteiisch (polemisiert gegen die Gebetsbefürworter), ist ein radikalliberales Blatt.

      Persönlich neige ich vorderhand - soweit ich das alles richtig durchschaue - selbstverständlich zu der Position der katholischen Kirchenvertreter, wäre ja noch schöner.
      Außerdem handelt es sich offb. wie der Knappe richtig sagt um einen schon länger geübten Brauch, der jetzt nur durch die vom Gericht aufgehobene Stadtratsinitiative institutionalisiert werden sollte.

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