Dienstag, 10. Mai 2016

Die "FAZ" über Papst Franziskus: "Man reize diesen Herrscher nicht!"

Er ist schon ein wenig seltsam, jener lange Artikel, der  gestern in der "FAZ" erschien.
Auf's Korn genommen werden darin Papst Franziskus, den man besser nicht reizen sollte, und die Piusbrüder.
Christian Geyer, seines Zeichens Redakteur bei der "FAZ", beginnt schon mit der verblüffenden Aussage "Lange nichts mehr von den Pius-
brüdern gehört"
.
Das ist mehr als seltsam, denn gerade in den letzten Wochen gab es im Internet wieder sehr interessante Informationen über Stellungnah-
men und Diskussionen über eine mögliche An-
näherung von Piusbrüdern und Vatikan.
Das ist aber offenbar nicht bei allen angekommen...

Zur Erinnerung nicht nur für FAZ-Redakteure ein paar Beispiele
---> HIER
und HIER und HIER und HIER !
In seinem Artikel mokiert sich der Redakteur über den "laxen Stil" des päpstlichen Schreibens "Amoris Laetitia". Er findet, darin gehe es "darum, alle einzugliedern", und zwar ohne "belastbare Kriterien".

Dabei schere sich der Papst überhaupt nicht um "den Zusammenhang
der Lehre"
oder Regeln, sondern hebele diese situationsbedingt aus. 

Der vatikanische Kommissionssekretär Pozzo stelle sich dabei im Auftrage des Papstes "jesuitisch dumm". Schließlich variiere die Verbind-
lichkeit der Lehre je nach Autoritätsgrad der Dokumente, und man wolle
ja schließlich laut Papst keine "kalte Schreibtischmoral".
Dies sei ein "Dummstellen...: ausgetüftelt, aber an der Sache vorbei".
Man wolle damit "den Piusbrüdern bloß keine Steine in den Weg legen". Und so setze der Vatikan eine "Unschuldsmiene" auf und umgehe die Probleme "sophistisch" mit der wenig sagenden "Parole" der Barm-
herzigkeit.
Es scheine so, als "passe dem Papst die ganze Richtung nicht", während die Piusbrüder "sich keinen Kopf machen" sollten, denn so "preisgünstig" kä-
men sie womöglich nie mehr zu einer Einigung...  - Man lese ---> HIER !
Ich frage mich, was solch ein auffallend überspitzter Beitrag in der "FAZ" soll...

Kommentare:

  1. Erst einmal verblüfft die Unkenntnis
    des Autors, da er schreibt, man habe lange nichts mehr
    von den Piusbrüdern gehört.
    Meine erste Reaktion war ähnlich:
    Was will er eigentlich?
    Die Überschrift passt nicht zum Thema des
    Artikels, dann ein buntes Sammelsurium von
    Einseitigkeiten.
    Der Papst wird, wenn ich das richtig deute,
    als ein Despoten-ähnlicher Herrscher gesehen,
    der gerade das macht, was ihm so einfällt.
    Ich verspüre wenig Lust,
    mich auf solche Gedankengänge einzulassen, die mich
    im Grunde sehr an die vieler Tradis erinnern.
    Die deutschen Sitzungskatholiken wird der Artikel
    wohl eher erfreuen, schießt er doch in einem Stadium
    so richtig quer, in dem sich das Klima zwischen
    Piusbrüdern und Vatikan entspannt.
    Ist das die eigentliche Absicht, da einen Keil zu treiben?

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  2. Diözesaner Bürohengst10. Mai 2016 um 19:46

    Jetzt wird gleich wieder an Verschwörungstheorien gestrickt!
    Fehlte eigentlich nur noch die Behauptung, die "FAZ"
    habe dies deshalb just zu diesem Zeitpunkt und so deftig
    präsentiert, um die laufende Entspannung zu torpedieren,
    am besten gleich - wie ein einschlägig bekanntes Tradi-
    Portal suggeriert, das sei quasi im Sinne oder Auftrag
    der Deutschen Bischofskonferenz geschehen, um die Einigung
    noch in letzter Minute zu Fall zu bringen, denn man wolle
    die fromme Piusbrüder um fast jeden Preis raushaben...

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  3. Alle Aufregung ist fehl am Platze.
    Wenn ich das richtig sehe, steht die "FAZ" bislang damit
    auch alleine auf weiter Flur, kein anderer Journalist hat
    angebissen.
    Der Neuigkeitsgehalt tendiert gegen Null.
    Aus -zig Artikeln im Internet, in Blogs etc. wissen wir:
    - Der Papst entscheidet situativ, der Mensch ist
    wichtiger als die bloße Norm,
    - Die Annäherung ist in der Zielgeraden angekommen,
    das war nicht über die Theologie, sondern letztlich
    nur über die Schiene der persönlichen Begegnung möglich.
    - Die Piusbrüder wären ausgesprochen dumm, wenn sie
    jetzt nicht zugreifen würden. Die Hand bleibt nicht
    ewig ausgestreckt.

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    1. Die Piusse haben schon die mehr als weit ausgestreckte Hand des vorigen Papstes, der ihnen auch innerlich sehr nahe stand, auf die ihnen eigene rüpelhafte und unverschämte Weise zurückgestossen; es besteht kein Grund zu der Annahme, dass sie dies bei einem Papst, der ihnen viel fremder ist als Benedikt, anders machen sollten. Sie werden auch Franziskus zu demütigen versuchen.

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