Freitag, 27. Mai 2016

Die "Jüdische Rundschau" verspottet Kardinal Woelki als angebliches "Mathematik-Genie"!

Mit seinen zahl-
reichen Stellung-
nahmen schafft Kardinal Woelki Aufmerksamkeit,
das muss man ihm lassen. Die Bilanz wird je nach Ge-
schmack allerdings verschieden aus-
fallen.
Gerade kriegt er z.B. von der "Jüdischen Rundschau" eins übergebraten, weil ihn nach deren Meinung die Zunahme von Christen in Israel mehr stört "als die Abnahme der Christen in Köln". Der Kardinal sei offenbar ein "Mathematik-Genie", spottet man. ---> HIER !

Offenbar ist der Kölner Oberhirte da zumindest nach jüdischer Sicht in ein Fettnäpfchen getreten. -  Vielleicht liest ja jemand vom Ordinariat diesen Artikel und versucht mal, das noch ein wenig gerade zu biegen?!
Hinweis:  Ich bringe gerne mal Linktipps zu Artikeln, die man in unserer Mainstream-Presse eher nicht findet. Aber keine Sorge, wenn ein Leser gerade einen Lob-Artikel über Kardinal Woelki zur Hand hat, bitte her damit...!

Kommentare:

  1. Ihre Auswahl, werter Kreuzknappe,
    die Artikel über Kardinal Woelki betreffend,
    hat ein wenig Schlagseite nach rechts,
    finden Sie nicht?!

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    1. Ich vertraue da ganz auf meine Leser.
      Siehe obigen Hinweis.

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    2. Heftiger Widerspruch, GRÜNSPECHT!
      Wenn man sich die ständigen Lobeshymnen
      unserer Presse betrachtet, könnte man glatt
      meinen, Kardinal Woelki stünde kurz vor seiner
      Seligsprechung.
      Der KREUZKNAPPE sorgt da nur für etwas fairen
      Ausgleich. Dafür gebührt ihm Dank!

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    3. Nun ist Kdl. Woelki doch selbst eher rechts, jdfs. galt er nie als "Linker" und ich würde ihn auch heute nicht so einordnen.

      Die "Lobeshymnen unserer Presse", die Studiosus gesehen haben will, täten mich mal interessieren. In Wirklichkeit wird er (vielleicht abgesehen vom "Domradio", das ist aber sein Haussender) fast überall kritisch porträtiert, zumindest bekommt der Protest der Flüchtlingsgegner gegen seine kontroversen Zeichen breiten Raum.

      Was mich am Kreuzknappen in den letzten Tagen auch etwas ärgert, ist das ideologische Gerede vom sog. "Mainstream". Das ist natürlich Propaganda.

      Der Mainstream in Dtschl. ist ausländerfeindlich, gerade das hat sich ja in der Flüchtlingskrise seit letzten Sommer so eindrucksvoll gezeigt.
      Das hatte Merkel nicht so deutlich erwartet, Woelki vielleicht auch nicht. Ich selbst war nicht wirklich überrascht, aber doch auch etwas verstört über die Vehemenz, mit der sich der latent immer schon vorhandene Rassismus im Mainstream breitmacht und laut wird.

      Dieser Mainstream, der für den sog. "Rechtsruck" verantwortlich ist, ist durchaus auch im konservativ-katholischen Milieu zu finden. Die AfD-Nähe oder -Anfälligkeit kommt ja nicht von ungefähr.

      Woelkis kontroverse Positionen in dieser Debatte sind allesamt *gegen* diesen Mainstream gerichtet und werden ja gerade deswegen so angefeindet.
      Der Vorwurf, er passe sich dem Zeitgeist an, ist gerade in diesem Punkt offenkundig falsch.
      Er kuscht gerade nicht vor dem Mainstream der Ausländerfeinde, sondern sagt ihnen aus christlicher Sicht die Meinung, ohne sich dabei um rechts oder links zu scheren (er scheut sich also nicht, klassischerweise als "links" betrachtete Positionen zu vertreten, obwohl er selbst eigtl. immer eher "rechts" stand).

      Das ist eigentlich ein Beleg für tats. Überzeugung und gerade nicht opportunistische Anpassung an den Mainstream. Wenn er sich anpassen wollte, würde er heute tendenziell immer rechtere Positionen vertreten und den Ausländerfeinden, die an Einfluss gewinnen, nach dem Mund reden, um auf der Gewinnerseite zu stehen. Gerade das tut er nicht.

      Da ich Woelki in anderen Dingen manchmal auch eher als Opportunisten empfunden habe, überrascht (und freut) mich das sehr. Woelki gewinnt damit an Profil.

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    4. Jorge, zu Ihrer Bemerkung über die afd-Nähe des konservativ-katholischen Milieus - worauf führen Sie dies zurück?
      Es gibt ja in diesem Milieu einige Protagonisten, die vor zwei Jahren noch für Rom gestorben wären, jetzt (natürlich hochintellektuell) auf den Papst schimpfen und die afd als neuen Retter des Abendlandes verkaufen.
      Leute, die mal die real existierende Lehre der Kirche verkörperten, jubeln jetzt eine Partei hoch, die zum Thema Lebensschutz weit weniger Konkretes im Programm stehen hat als beispielsweise CSU und ödp. Zum einzigen Lebensschutz-Thema, das die afd überhaupt im Programm hatte, der Abtreibung, wurde auf dem Parteitag Gesetzesverschärfungen eine Absage erteilt. Dass nicht der Lebensschutz, sondern die grundsätzliche Ablehnung von Ausländern und ganzen Religionen das verbindende Element zwischen "Konservativen" und "Rechtspopulisten" sein soll, möchte man ja erstmal nicht glauben.

      Trotzdem tun diese Kreise so, als wären die afd-Funktionäre, die tagtäglich ihre Sympathien für rechtsradikale Kreise und Rhetorik demonstrieren, in Wahrheit Märtyrer (für welche Religion auch immer), die vom Teufel in Gestalt unserer Bischäfe verfolgt werden. Der einzige Bischof, dem man dabei nicht am liebsten die Weihe absprechen möchte, ist Bischof Laun, der Neonazis auch mal als Erfindung der Presse darstellt (http://www.kath.net/news/54026).

      Wissen Sie, ich hatte bisher immer zwischen Tradis und Konservativen unterschieden, und mich dabei selbst zu Zweiteren gezählt. Dass die Tradis nicht eben Papstfreunde sind, ist nichts Neues, aber inzwischen ist ein guter Anteil ehemals "Konservativer" auf diesen Zug (aus der Kirche hinaus, hin zur afd) aufgesprungen.

      Der FAZ-Artikel, den der Kreuzknappe hier (http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/02/artikel-uber-konservative-christen-wird.html) besprochen hat, ist sicher reichlich pauschal, zeigt aber durchaus das Ausmaß der Richtungsänderung.
      Oder sehen Sie hier eher eine Kontinuität?

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    5. Weiß nicht, aber es war abzusehen, weil die Sympathie von Anfang an stark war. Themen wie 68er, Islamangst, Antimodernismus, Kulturpessimismus und sind einfach ein starker gemeinsamer Nenner, denke ich. Das gabs im konservativen Christentum alles schon vorher. Auch die Aggressivität und Wut auf Staat und Kirche war eine Gemeinsamkeit.
      Dass die AfD *nicht* christlich, sondern von Anfang an säkular und z.T. antireligiös geprägt war, geriet schnell in Vergessenheit, weil die gemeinsamen Befindlichkeiten überwogen.

      Vor der Flüchtlingskrise hat der damals noch rechte Flügel der AfD ja auch gezielt auf konservative Christen hingearbeitet, indem man (anstelle der für die Allgemeinheit relativ uninteressanten Wirtschaftsthemen des später ausgeschiedenen professoralen Flügels) das Thema *Familie* in den Vordergrund stellte. Da war die Überschneidung ja klar.

      Trotzdem drohte die Partei nach ihrer Spaltung langsam unterzugehen. Die Flüchtlingskrise hat diesen Trend dann umgekehrt, weil Ausländerskepsis oder auch -feindschaft sehr viel negatives Potenzial in der Bevölkerung weckt. Spätestens an diesem Punkt hätten christliche Sympathien für die neue Partei eigtl. wegbrechen müssen, weil der menschenfeindliche Charakter immer deutlicher wurde.
      Hatte damals mal davor gewarnt:
      http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/10/zeitungen-emporung-denn-kanada-warnt.html

      Das war aber nicht der Fall. Vielmehr baut die Partei gerade diese menschenfeindliche Schiene weiter aus und setzt sie jetzt fort, indem sie nach dem Abflauen der Flüchtlingskrise (hierzulande) das Thema Islam ganz generell aufs Tapet bringt, um die während der Flüchtlingskrise gewachsene Ausländerfeindlichkeit weiterzutreiben und für sich nutzbar zu machen.

      Diejenigen, die das Christentum primär als eine Art identitäres Kulturmerkmal betrachten und nicht primär als Menschenfreundlichkeit, fallen darauf rein. Dabei ist es vielen anscheinend egal, ob der traditionelle Glaube intensiv gelebt und praktiziert oder nur als patriotische Folklore betrachtet wird, das Verbindende scheint also eher die traditionelle Hülle und die identitär-selbstbezogene Befindlichkeit zu sein als der wirkliche Glaubensinhalt.

      Man muss dazu auch sagen, dass ja keineswegs alle "Tradis" auf die AfD reinfallen.

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    6. Was soll das heißen rechts??? ist links besser?
      komisch

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  2. Quatsch, Kardinal Woelki wird von den Medien ganz normal behandelt, nix mit Seligsprechung. Die Tradis sind es, die seit Jahren gegen ihm Stimmung machen, seit er sich mal seelsorglich und nicht verachtend über Homosexuelle geäußert hat. Damit wird man für Tradis zur Unperson.

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    1. Elisabeth ist ungenau informiert.
      Inzwischen ist Woelki in der Homo-Szene gründlich
      unten durch.
      Ein Beispiel von mehreren:

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/06/keine-homo-segnung-verweigerten.html

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    2. Googlekontenloser meint:
      "Quatsch retour"! Gerade "Tradis" kennen eher Nr. 2357 - 2359 des Katechismus'. (Liebe Elisabeth, Sie können's ja mal googeln.) In diesem Sinne des KKK hatte sich damals der Kardinal in Berlin geäußert. Vom gleichgeschlechtlich miteinander paaren, sei gottgefällig, steht da nichts.
      Nebenbei - Vielleicht war "Berliner Luft" für den Kardinal verträglicher als "Kölscher Klüngel"?

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    3. Mag sein, dass "gerade Tradis" die notorischen Paragraphen im KKK "kennen". Aber verstanden haben gerade die Tradis das nicht, wenn man die oft menschenverachtende Sprache sieht, mit der Tradis über die "Sodomiten" herziehen.

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    4. Googlekontenloser meint:
      @ Von Bülow: Schon klar, Tradis sind doof und können nicht den KKK interpretieren...
      Ich bitte, Tradis NICHT gleichzusetzen mit Leuten, die die Lehre Christi für sich selbst ablehnen aber - weil's in ihre (gottlose?) Welt passt, Bruchstücke des Evangeliums für ihre Interessen fehlinterpretiert zu mißbrauchen.

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    5. Wer, wie in Ihren Kreisen sehr beliebt, hs. Menschen als "Sodomiten", "Schwer gestörte", "Feinde der Kirche" und "Linksgrüne" schmäht, sollte mal ganz still werden, wenn es um den KKK geht. Oder er kann überzeugend belegen, wie sich diese Urteile aus dem KKK ergeben. Das kriegen unsere Tradis bestimmt hin, also los geht's!

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    6. Googlekontenloser meint:
      Ich weiß natürlich nicht, in welchem Umfeld Sie zu Hause sind. Jedenfalls Menschen, die die von Ihnen genannten Vokabeln benutzen, gehören NICHT zu "meinen Kreisen". Und zur Klarstellung: Weder benutze noch denke ich in den mir von Ihnen unterstellten Begrifflichkeiten.

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  3. Der mathematische Artikel ist nicht GERADE erschienen, sondern 1 Jahr alt.
    Mathematik lässt sich nicht gerade biegen! Bitte nicht mit Theologie verwechseln.

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