Donnerstag, 12. Mai 2016

Es bleibt offenbar dabei: Immer wieder Umfragen, immer wieder gehört der Islam nicht zu Deutschland...!

Alle paar Woche wird mal wieder eine Umfrage veröffentlicht, was die Bundesbürger so über den Islam denken. Die Ergebnisse schwanken im Laufe der Monate und je nach beauftragtem Meinungsforschungsinstitut um ein paar Prozentpunkte, aber die Tendenz bleibt hartnäckig skeptisch bis ablehnend.
So auch diesmal, wie man heute in der Presse erfahren kann. ---> HIER !
Es sind eben bei der Mehrheit doch Ängste und Sorgen vorhanden, und nicht etwa nur bei irgendwelchen "Tradis"...

Kommentare:

  1. Das Bemerkenswerte daran ist,
    dass diese Frage alle Jahre wieder gestellt wird,
    und in Laufe der Jahre sind es aufgrund der aktuellen
    Terror-Ereignisse immer mehr Bundesbürger,
    die negativ eingestellt sind.

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  2. Ordinariatsgeschädigter12. Mai 2016 um 12:19

    Vielleicht sollte man das gar nicht so hoch hängen,
    das wird sich schon wieder entspannen,
    denn die Werte pro Islam waren vor Jahren schließlich
    auch deutlich besser.
    Die Volksmeinung ist nun mal ein sensibles Pflänzchen,
    und diverse Terroranschläge von extremen Muslimen
    werden jetzt verallgemeinernd dem Islam als solchem
    zugeschrieben.
    Solche Pauschalverdächtigungen haben auch die Christen
    schon erlebt, man denke nur an die Vorwürfe wegen
    Missbrauchs in der katholischen Kirche, die einen
    ganzen Berufsstand zu Unrecht pauschal verdächtigten.
    Um die vielen friedfertigen Muslime in unserer
    deutschen Nachbarschaft tut es mir leid.
    Aber so wie es aussieht, müssen sie da jetzt durch...

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  3. 1.) Matthäus-Evangelium 8,26: „Warum habt ihr solche Angst, ihr KLEINgläubigen?“ (Jesus zu seinen Jüngern)

    2.) Auszug aus Artikel von 2014:

    „ANGST ALS WELTBILD
    Die hysterische Republik Deutschland

    Woher kommt die "German Angst"?

    Das Merkwürdige: Deutschland geht es im Augenblick so gut wie lange nicht, wahrscheinlich wie noch nie in seiner Geschichte. …
    Warum aber dann immer wieder diese schon sprichwörtlich gewordene "German Angst"? Woher diese rhapsodischen Aufwallungen einer kollektiven Hysterie, deren Anlässe beinah austauschbar erscheinen – ob Rinderwahn, Vogelgrippe oder Feinstaubalarm oder Weichmacher im Kinderspielzeug? …
    Auch wenn der Bedeutungswandel des Begriffs Hysterie im allgemeinen Sprachgebrauch enorm ist: Immer noch geht es dabei vorrangig um einen Mangel an realistischer Selbstwahrnehmung, um die fehlende Integration von Binnen- und Außenwahrnehmung. Diese Diagnose kann sogar für eine ganze Gesellschaft gelten, wenn Vernunft und Augenmaß wieder mal auf Tauchstation gehen.
    Dann dominieren übersteigerte Ressentiments und Reiz-Reaktions-Schemata, Kurzschlüsse und Projektionen, Paranoia, Untergangsfantasien und Verschwörungstheorien. …
    Dies gilt umso mehr in Zeiten einer medialen Rundum-Kommunikation … Längst hat die Echtzeit-Kultur von Internet, Twitter, Facebook & Co. eine virtuelle Gleichzeitigkeit unzähliger, global verfügbarer Informationen etabliert, in der sich die vielfältigen Katastrophenmeldungen gegenseitig durchs globale Dorf jagen. …
    Im Grunde aber gelten gerade die Deutschen als pragmatisch, effizient und kontrolliert. Wäre es also denkbar, dass hysterische Anwandlungen nur die die schwarze Seite derselben Sache sind? … Gibt es vielleicht so etwas wie Angst vor sich selbst, ein unterdrücktes Schuld- und Strafbedürfnis?“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article128138231/Die-hysterische-Republik-Deutschland.html

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  4. Na ja, Angst. Vielleicht auch einfach gesunder Menschenverstand. In Italien habe ich bisher nicht gehört, dass der Islam dazu gehöre. Und das nicht obwohl, sondern weil man dort historische Erfahrungen mit eben diesem gemacht hat.

    Heute vor 3 Jahren sprach Papst Franziskus Antonio Primaldo und die 800 von Otranto heilig. Nur mal so.

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    1. Naja, dass 'der Islam' historisch gesehen zu Italien gehört, kann man ja auch kaum ernsthaft bestreiten.

      In Dtschl. ist aber genau dies das Totschlagargument der Islamgegner, obwohl es so gesehen natürl. auch nicht ganz stimmt. Die Staufer waren ja auch im Grunde genommen Deutsche.

      Borgolte hat diese insgesamt ziemlich absurde historische Argumentation gerade heute im Domradio ganz gut auf die Schippe genommen:
      https://www.domradio.de/themen/islam-und-kirche/2016-05-12/berliner-historiker-borgolte-ueber-die-muslime-europa

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    2. Nun, historisch gesehen gehört auch der römische Polytheismus zu Italien. Die Konsequenzen für das kulturelle Selbstbewusstsein und die heutige Gesellschaft sind allerdings eher zu vernachlässigen.

      "Ohne die Vermittlung antiker Kulturgüter durch Muslime und übrigens auch Juden hätte es den Aufstieg des europäischen Westens seit dem hohen Mittelalter nicht gegeben."

      Ist wiederum so ein typisches Totschlagargument der Islamfreunde, das auch nach mehrfacher Wiederholung nicht richtiger wird. In Italien wäre mir jedenfalls neu, dass man sich von Araber römische Literatur zuschustern lassen musste. Man hatte seine eigenen Quellen. Ganz abgesehen von der byzantinischen Bereicherung, die nicht etwa durch muslimischen Kulturtransfer, sondern durch Vertreibung aus deren Stammgebieten geschah oder den Kontakt italienischer Kaufleute in Konstantinopel.
      Und wo fand die Blüte des Hochmittelalters statt?

      Eben.

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    3. Dass die röm. Vergangenheit keine Konsequenzen für das kulturelle Selbstbewusstsein Italiens habe, ist allerdings eine steile These. Erklärt dann ja vielleicht, warum ihr das Kolosseum und Pompeji so herunterkommen lasst ;-)

      Blüte des Hochmittelalters war glaube ich in Bagdad vor dem Mongolensturm, oder? :-)
      Oder meinst du Paris oder Bologna.

      Was antike Literatur betrifft, war die Lage in Italien nicht anders als sonstwo. Italienische Ärzte hätten Galen bestimmt nicht ohne die arabische Übersetzung studieren können.

      Aber im Ernst, Borgolte kommt es glaube ich nicht auf das viel strapazierte Argument vom „Kulturtransfer“ an. Er will bloß zeigen, dass die hist. Argumentation bzgl. der "Zugehörigkeit" des Islams zu Europa in sich blödsinnig ist. Der Islam gehört seit seinem Auftreten genauso selbstverständlich "zu Europa" wie Christentum oder Katharismus.

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  5. Ich hab auch Angst vor radikalen christlichen Tradis, und wenn man eine Umfrage starten würde, ob die zu Deutschland gehören, wäre ich auch einmal auf das Ergebnis gespannt. Es bedeutet einfach nichts, egal wie es ausfällt. So ist es auch mit dem Islam, er ist da und wird nicht gehen, egal wie sehr die Tardis auch versuchen den Islam als in sich böse darzustellen, sie werden ihn nicht los. Gott sei Dank!

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