Mittwoch, 25. Mai 2016

Jetzt aber mal flott, Papst Franziskus, das ZdK ist schon richtig ungehalten, weil die Frauen immer noch nicht dürfen!

Vor noch nicht mal zwei Wochen lief nach einem Papst-Interview wieder mal die mediale Spekulations-Maschine auf Hochtouren: Will Papst Franziskus demnächst den Diakonat für Frauen ein-
richten?
Wie sich nach ein, zwei Ta-
gen herausstellte, war da mal wieder viel heiße Luft; es geht (zumindest vorerst) nur um das Aufgreifen einer Anregung, zum Frauen-Diakonat noch mal das Pro und Contra unter besonderer Berücksichtigung des frühen Christentums zusammenstellen
zu lassen. ---> HIER !

Wie üblich, trifft sich das ZdK (Zentralkomitee der Deutschen Katholiken) stets unmittelbar vor Beginn eines Katholikentages, um dann vor der Presse dieses und jenes zu fordern. Heute schlug die große Stunde von Frau Dr. Claudia Lücking-Michel, ZdK-Vizepräsidentin: Man erfährt in den Medien, dass "das ZdK" vom Papst fordert, "zügig" die Diakonenweihe für Frauen einzuführen. Dramatischer geht's kaum - das sei nämlich eine "Überlebensfrage für die gesamte Kirche".
Was genau passieren wird, wenn der Papst die Anweisung nicht befolgt, wusste Frau Lücking offenbar auch nicht, aber die Drohung sollte Papst Franziskus sich hinter die Ohren schreiben und jetzt für die deutsche Kirche mal dalli dalli voran machen: "Die Geduld der Frauen ... ist lang-
sam zu Ende"
... ---> HIER und HIER !
Was wird wohl passieren?  Werden die deutschen Sitzungs-
katholikinnen einen Sturm auf Rom organisieren? Wird gar an einem
Plan gearbeitet, Papst Franzikus als Geisel zu nehmen und erst wieder freizulassen, wenn er verbindliche Zusagen gemacht hat?

Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser, ich nehme die heutige Erklärung
des ZdK mit einer großen Portion bissigem Humor. Es ist nicht das erste und wohl auch nicht das letzte Mal, dass dies nötig ist...

Kommentare:

  1. Es sieht so aus, als solle mal wieder
    am deutschen Wesen die Welt genesen.
    Man könnte es für eine Frechheit halten,
    was das ZdK da an Text abgesondert hat.
    Wen vertreten die eigentlich?
    Mich und viele andere treue Katholiken
    garantiert nicht !!!

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    1. Sie offenkundig nicht. Aber die sehr große Mehrheit der deutschen Katholiken, die in Unterschied zu den sog. "glaubenstreuen Katholiken", die nur über die deutsche Kirche rumnölen, in ihrne Pfarreien nicht vornehm sich abseits halten, sondern das Gemeindeleben stemmen.

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    2. Eva-Maria Paul26. Mai 2016 um 03:39

      @Viola,
      ich gehöre diesen "glaubenstreuen Katholiken" an, "die nur über die deutsche Kirche rumnölen." Das tue ich manchmal tatsächlich auch!
      Trotzdem habe ich mich in der Pfarrei nicht vornehm abseits gehalten, sondern versucht, das Gemeindeleben mitzustemmen, als PGR, Lektorin und wenn nötig auch als Hilfsmesnerin.
      Mehrmals hielt ich auch das Totengebet; aktuell erst vor ca. 2 Wochen. Letzteres würdig und menschlich ansprechend zu gestalten war mir immer ein Herzensanliegen, da man es mit trauernden, oftmals schockhaft aus dem Alltag gerissenen, verunsicherten Hinterbliebenen zu tun hat.
      Meine innere Antriebsfeder für alles war und ist die Freude am Dienst, am Dienen.
      Kirche -ernstgenommen- und Karrieredenken schließen sich für mein Dafürhalten aus. Ich habe tatsächlich den Verdacht, dass es vielen Befürwortern des Amtes einer Diakonin genau darum geht: Endlich tun, was
      auch die Männer tun.
      Ich brauche das ZdK nicht und fühle mich durch es auch nicht vertreten.

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  2. Wenn die Geduld dieser Sorte Frauen bald zu Ende ist,
    dann besteht ja noch Hoffnung, dass sie nach Ablauf
    dieser Frist endlich den Mund halten.

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    1. Ob diese Sorte Männer, wie "Mynonarus" sie repräsentiert, auch noch mal zur Einsicht kommen, wie segensreich es wäre, wenn sie endlich den Mund halten würden?!?
      Aber nein, er ist ja ein Mann, und die apostolische Mahnung, in der Kirche den Mun zu halten, gilt ja nur für Frauen...

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  3. Ich finde es amüsant, wie Franziskus den Spiess umgedreht hat. Während früher die Medien und die Anhänger des Zeitgeistes Papst Benedikt auf der Nase herumgetanzt sind und versucht haben, ihn vor sich her zu treiben, ist es jetzt umgekehrt. Papst Franziskus tanzt ihnen auf der Nase herum, ohne dass sie es wirklich merken. Ein echter Jesuit;-)

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  4. Ich weiß nicht, ob dieser Eindruck stimmt, aber ich habe das Gefühl, das ist eine Frage, die weniger junge Frauen und mehr die Generation die alt 68er betrifft. Man stelle sich also mal einen Protestmarsch von Rentnerinnen, viele mit ihren Wägelchen, vor, die in Rom zum Petersplatz marschieren und singen "We shall overcome".Da guckt Franziskus dann ganz blöd ausm Fenster....

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