Dienstag, 31. Mai 2016

Lügenpresse? -- Die Sache mit der "FAZ" und der Gauland-Äußerung über Boateng bleibt etwas dubios

Gestern schrieb ich über den von der "FAZ" (beziehungs-
weise deren Sonntagsvariante "FAS") ausgelösten Shitstorm gegen den AfD-Mann Gauland und fragte schon vorsichtig: Hat er das überhaupt wirklich so gesagt? ---> HIER !

Doch, doch beteuerte man bei der "FAZ" eifrigst, es lägen sogar übereinstimmende "Aufzeichnungen" der beiden FAZ-Journalisten vor. So wie es sich mir darstellt, konnte man aber bislang keine Tonband-Aufzeichnungen vor-
legen.
Der Journalist Mattias Matussek schreibt dazu "Unfassbar! Die FAS-
Redakteure rudern zurück"
, denn wie sich herausstellte, gäbe es gar keine Bandaufnahme, sondern nur handschriftliche Notizen. Matussek dazu:
"Ich hatte bisher felsenfest auf die Seriosität der FAS gebaut. Auch diese Gewissheit ist dahin".

Ähnlich geht es wohl anderen auch. Der Branchendienst "MEEDIA" widmet sich ausführlich der Angelegenheit und stellt schon in der Schlag-
zeile die Frage, wie seriös diese Story überhaupt ist. Offenbar sei man bei der FAS froh gewesen, ein "Krawall-Zitat" gefunden zu haben, das man "genüsslich ausschlachten und breitwalzen" könne.

Mehr noch:  Nun stelle sich heraus, dass es die FAS selbst war, die den Namen Boateng ins Spiel gebracht habe, das gebe man dort auch zu. Die FAS verwende "Methoden, die man früher der BILD-Zeitung zugeschrieben hätte".  Der Artikel schließt mit dem bemerkenswerten Satz: "Solche Me-
thoden sorgen dafür, dass die AfD weit
er an Zuspruch in der Bevölkerung gewinnen wird." ---> HIER !

Ergänzende Artikel ---> HIER und HIER !
Meine Anmerkung:  Mir kann es eigentlich ziemlich egal sein, was
da für Spielchen gespielt werden. Mir als Katholik sind andere Themen ohnehin wichtiger. Journalisten sollten jedoch aufpassen, dass sie das ohnehin miese Image ihrer Branche nicht durch Tricksereien vollends ruinieren.