Freitag, 27. Mai 2016

Sitzt Gott im Kölner Flüchtlingsboot? - Die Fronleichnamspredigt von Kardinal Woelki

Die aufrüttelnde Fronleichnams-
predigt von Kardinal Woelki -
mit Applaus bedacht! - ist ein gutes Beispiel dafür, wie zerrissen (in-
zwischen) die katholische Kirche
ist; die Ansichten in einigen Fragen gehen weit auseinander.
Sitzt Gott wirklich auf einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer? - Wenn ja, dann ergibt sich daraus die vom Kardinal leider nicht gestellte Frage: Wo sitzt Gott sonst noch?
Sitzt Gott auch auf dem Behandlungsstuhl in einer Abtreibungsklinik. und wenn ja, warum sagt der Kardinal das nicht?
Ich gestehe, dass ich da hin- und hergerissen bin. Einerseits finde ich die Predigt "echt stark", andererseits ärgert mich ihre Einseitigkeit.

Man schaue zur Predigt ---> HIER und HIER und HIER und als Bei-
spiel einer kritischen Anmerkung
einen Artikel des Bloggerkollegen von "Nachtgedanken" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Endlich wird der Unterschied zwischen
    Deutschkirche und katholischer Kirche deutlich.
    Man vergleiche
    die Fronleichnamspredigt von Papst Franziskus
    mit dieser von Kard. Woelki...

    http://de.radiovaticana.va/news/2016/05/26/die_papstpredigt_an_fronleichnam_im_wortlaut/1232547

    Mehr braucht man dazu wohl nicht mehr zu sagen.
    Schade, dass man nicht ganz speziell
    nur aus der katholischen Kirche Deutschlands austreten
    kann!

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  2. Es war einmal ein Katholik27. Mai 2016 um 07:11

    „Wer Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt, lässt Gott ertrinken - jeden Tag, tausendfach“ - so Kardinal Woelki.

    Ja, das stimmt,
    aber wer so stinkreich ist wie die katholische Kirche
    in Deutschland mit Milliarden auf der hohen Kante,
    und dann nicht mal 50 Millionen locker machen kann,
    um ein paar Schiffe zu chartern, die im Mittelmeer
    patroullieren, der ist mitschuld am Untergang Gottes!
    Der Kardinal hat auf seinem warmen Schreibtisch-
    stuhl gut Predigten schreiben,
    und anschließend kann er sich bei Bedarf noch ein
    Düsseldorfer Alt, das er so gerne trinkt, hinter die
    Binde gießen.
    Aber hat man Kardinal Woelki jemals schon gesehen,
    wie er selbst mit anpackt???
    Diese Schwätzer-Kirche ist es, die einen fast krank
    macht. Voriges Jahr konnte ich nicht mehr anders,
    ich bin angewidert ausgetreten!

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  3. Ich habe lange nicht solch eine Hetze
    gelesen wie im passenderweise mit BRAUN
    verlinkten Blog "Nachtgedanken".
    Lieber Kreuzknappe, warum unterstützen Sie sowas
    auch noch mit der Setzung eines Links?
    Pfui!

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    1. DER KREUZKNAPPE27. Mai 2016 um 07:50

      Danke, Ricarda, für Ihren kritischen Einwand.
      Solche Hinweise nehme ich sehr ernst,
      auch wenn ich nicht jedesmal per Kommentar darauf
      reagiere.
      Grundsätzlich gilt: Mit einem Link will ich
      auf etwas hinweisen, das bedeutet aber nicht,
      dass ich automatisch mit dem dort Geschriebenen
      einverstanden bin.
      Das ist eigentlich hinlänglich bekannt.
      IHNEN UND ALLEN ERNSTHAFTEN KRITIKERN MEINES BLOGS
      GILT HEUTE MEIN GANZ BESONDERER GRUSS !

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    2. Uwe C. Lay ist ein bekannter Extremist und Judenfeind aus dem Una-Voce-Umfeld, den kann niemand ernstnehmen.

      Man findet im Netz eigtl. kein judenfeindlicheres Pamphlet aus dem traditionalistischen Milieu als das von Lay. Das übertrifft sogar die Publikationen Heinz-Lothar-Barths oder die Predigten Georg Mays.
      http://pro-theol.blogspot.de/2014/10/das-neue-karfreitagsgebet.html

      Gruß zurück!

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    3. Jorge um 14.27 Uhr:
      Ich wundere mich doch sehr über Zweierlei:
      Erstens darüber, dass der KREUZKNAPPE eine so
      absurde persönliche Beleidigung von Uwe. C. Lay
      hier freischaltet, statt sie dahin zu schicken,
      wo sie hingehört, nämlich in den Müll,
      und zweitens das der Leser Jorge ohne jeden
      Beleg behauptet, Uwe C. Lay habe ein judenfeindliches
      Pamphlet geschrieben.
      Ich habe seinen Link zwar nur überflogen, kann
      darin aber keine extreme Judenfeindlichkeit erkennen.
      Vielleicht klären Sie uns mal auf Jorge!

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    4. "Ohne Beleg" stimmt nicht, der Link steht ja dabei. Lesen und Schlüsse ziehen kann denke ich jeder selber.

      Lays irre Behauptung, Jesus sei "im religiösen Sinn kein Jude" gewesen, ist der klassische Höhepunkt judenfeindlicher Theologie und gewissermaßen das Bindeglied zw. religiöser und rassistischer Judenfeindschaft.

      War speziell in den Dreißigern beliebt, mehr unter Protestanten als Katholiken (auch Lay ist ja m.W. Konvertit), es gab aber auch kath. Irrläufer in diese Richtung (leider z.B. auch Bartmann).
      So zugespitzt wie bei Lay findet man das heute kaum irgendwo. Selbst H.-L. Barth, der unangefochtene Vordenker des kath.-traditionalistischen dt.-spr. Antijudaismus, den Lay ja auch ständig zitiert, hat das m.W. so deutlich nicht gesagt, obwohl er an und für sich ins selbe Horn bläst.

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  4. Kardinal Woelki hat recht und unrecht zugleich,
    und das sollte er als gebildeter Mensch auch wissen.
    Richtig ist, dass es unsere verdammte Pflicht
    und Schuldigkeit als Christen ist, den Flüchtlingen
    zu helfen.
    Zugleich lügt der Kardinal sich aber in die eigene
    Tasche: Wer halbwegs gründlich Zeitung liest, dem ist
    nicht entgangen, was solche eine Flucht kostet.
    Da kommen für eine Familie durchaus mal 10.000 Euro
    zusammen, die an Schlepper bezahlt werden, für
    Einzelflüchte entsprechend etwas weniger.
    Und nun sollte sich der Kardinal mal die Frage stellen,
    was sich daraus logisch ergibt:
    Wenn nur junge Männer fliehen, sind etwa nur diese
    verfolgt und in Not?
    Was ist mit den Frauen, was ist mit den zurück gelassenen
    Kindern - sind die nicht in Kriegsgefahr?
    Was die geflohenen Familien betrifft:
    Was ist mit den Alten, mit den Kranken? Hat jemand
    jemals alte und Schwerkranke in Flüchtlingsbooten
    gesehen?
    Herr Kardinal, sie wissen ganz genau, dass gerade
    diejenigen, die am allerdingendsten unserer Hilfe
    bedürfen, weiter in den Not- und Kriegsgebieten
    alleingelassen sind und schrecklichem Terror ausgesetzt
    sind, dem sie nicht entrinnen können, weil ihnen
    Geld und/oder Kraft dazu fehlen.
    Wo bleibt da Ihr Aufschrei, Herr Kardinal???

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  5. Woelki hat seinen Beruf verfehlt.
    Er sollte für den Bundestag kandidieren.

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  6. Protestantischer Konvertit27. Mai 2016 um 08:43

    Ich sehe nicht, was an dem Beitrag von "Nachtgedanken" nun so fürchterlich "braun" ist. Meiner Meinung möchte er darauf hinweisen, dass der Herr Kardinal etwas opportunistisch der Regierung das Wort redet, unter Nichtberücksichtigung anderer trauriger Vorfälle.

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    1. @ Protestantischer Konvertit
      Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar!

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  7. Der Kardinal bekommt offenen Szenen-Applaus
    von denen, die selbst noch nie einen Flüchtling
    bei sich aufgenommen haben.
    Ich verweise mal auf ein paar aktuelle Probleme,
    selbstverständlich sind das nur "Ausnahmen":

    http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Asylbewerber-beschaeftigt-Polizei-taeglich-_arid,10458208_toid,731.html

    http://www.rundschau-online.de/region/koeln/gerichtsverfahren-in-koeln-im-schlaf-sexuell-missbraucht-24119842

    http://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Pakistanischer-Fluechtling-stiehlt-und-faehrt-schwarz

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-lankwitz-christenfeindlicher-uebergriff-vor-fluechtlingsheim/11346468.html

    http://www.focus.de/politik/deutschland/mit-metallstangen-attackiert-in-unterkunft-in-sachsen-100-fluechtlinge-gehen-aufeinander-los_id_5038557.html

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