Dienstag, 24. Mai 2016

Tarnung aufgeflogen: "katholisch.de" ist in Wirklichkeit ein nützliches Tradi-Portal!

In letzter Zeit schaue ich wieder öfter auch bei "katholisch.de" mal rein (ich schreibe nicht: wegen des Unterhaltungs-
wertes). Als ich es heute in der Frühe wieder einmal tat,
fiel es mir ganz spontan wie Schuppen von den Augen, und selbstverständlich will ich meine geschätzte Leserschaft sofort in meine bahnbrechende Entdeckung einweihen: "katholisch.de" ist in Wirklichkeit ein nützliches Tradi-Portal, wenn auch relativ gut getarnt!

Da schreiben die Mitarbeiter sich die Finger wund mit progressiven Artikeln, und was geschieht? - Dass ich das nicht vorher schon bemerkt habe: Mit schöner Regelmäßigkeit werden sie dafür ihm "Facebook"-Auftritt von "katholisch.de" von der Mehrheit der Leser regelrecht abgewatscht.
Vereinfacht gesagt funktioniert das Prinzip so: Ein Redakteur ist ganz begeistert von einem etwas seltsamen Buch (siehe meinen gestrigen Beitrag) - und schon schreien die Leser auf. Oder jetzt gerade: Da bringt man einen Artikel über Bischof Neymeyr, weil er den Moscheebau in Erfurt verteidigt, und wie automatisch folgen böse Leserzuschriften bis hin zu der Forderung, dass es für diesen Bischof "personelle Konsequenzen" geben sollte.
"katholisch.de" - das geheime Tradi-Portal, nun ist es enttarnt!
Man schaue ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Mal wieder ein KREUZKNAPPE-Volltreffer!
    Die "katholisch.de"-Redakteure befinden sich da so richtig
    in der Zwickmühle: Wenn ihnen von Lesern widersprochen wird,
    würden sie ja unglaubwürdig, wenn sie den Dialog verweigern
    würden. Manchmal greifen sie aber auch selbst noch mal in
    die "Facebook"-Diskussion ein, um etwas in ihrem Sinne klar-
    zustellen, oder aber man löscht einen ganzen Kommentarstrang.
    Man fragt sich ohnehin,
    warum auf "katholisch.de" selbst keine Diskussion statt-
    findet; die Leser werden gezwungen, sich bei "Facebook"
    einen Account zuzulegen, wenn sie mitreden wollen.

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    1. Finde ich auch ärgerlich. Manchmal gibt es auf Facebookseiten interessante Diskussionen, aber man kann nicht mitmachen.

      Das ist mir bes. bei Bischof Osters Seite aufgefallen. Ich weiß gar nicht, ob sich am FB-Zwang was geändert hat, seit er seinen eigenen Blog betreibt.

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  2. Gibt es einen internen Hintergrund für diesen
    aufschlussreichen Artikel?
    Wollen Sie "katholisch.de" provozieren?
    Die haben Sie doch sowieso schon auf der
    Buhmann-Liste, schätze ich mal.
    Ich erinnere mich, dass deren Chef sich mal
    ziemlich über Sie und Ihre Bloggerkollegen ausge-
    lassen hat.
    Bitte keinen Privatkrieg führen, sondern konzentrieren
    Sie Ihre Kräfte wie bisher auf Wichtiges!

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    1. DER KREUZKNAPPE24. Mai 2016 um 09:46

      Keine Sorge,
      alles im grünen Bereich, auch beim Lesen
      von "katholisch.de" bleibt mein Blutdruck
      meistens normal.
      Ich male mir nur aus, wie es die Redaktion
      dort manchmal wurmt, dass viele Leser nicht
      so recht links spuren...
      Was die Äußerung des Chefs vom Dienst betrifft,
      kann ich zur Erinnerung mit einem Link
      weiterhelfen:
      http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/02/kritik-auerst-unerwunscht-wenn-der-chef.html

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  3. Da hat "katholisch.de" ein echtes Problem,
    wenn die Leser nicht so wollen, wie die Redaktion
    das gerne hätte.
    Ich kann mir gut vorstellen, wie oft darüber in
    den Redaktionssitzungen diskutiert wird.

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  4. Die Tradis werden wohl eher in ihrer Borniertheit vorgeführt ;-) Man weiß ja tatsächlich schon vor jedem Artikel, was die schreiben werden. Ähnlich hier auf dem Blog bei den gängigen Kommentatoren. Immer das Gleiche, nur zwei drei Normalos wie Jorge halten das Niveau.

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    1. Seelenklempner24. Mai 2016 um 09:35

      Der Kreuzknappe hat sich seinen "augenzwinkernden"
      Humor offensichtlich bewahrt, sonst würde er den
      Artikel nicht geschrieben haben.
      Und sonst würde er Trolle wie "Kurti" nicht frei-
      schalten, die in jeder Ecke "bornierte" Tradis wittern,
      einn Fall von Verfolgungswahn?

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    2. Die Tradis muss hier keiner "wittern". Die geben sich durch ihr immer gleiches Gegroele selber zu erkennen. Kurti hat recht, man erkennt die Tradis daran, dass sie bei jedem denkbaren Thema immer erwartbar sich äußern, nie unerwartet. Es wird stets das gesagt, was für die Tradis als "rechts" gilt.

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  5. @Kurti...Man setzt eben auf bornierte Tradis, die sich noch Gedanken machen...Kath. Normalos lesen das Zeitgeistgelaber erst gar nicht mehr!

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  6. Diözesaner Bürohengst24. Mai 2016 um 11:10

    Für "katholisch.de" ist es in der Tat
    schwierig: Einerseits setzt man oft auffallend
    auf weiche Magazin-Themen für Randchristen,
    um die Klickzahlen halten zu können (zeitweise
    hat "kath.net" laut ALEXA da die Nase vorne, obwohl
    die nur ein Zehntel des Etats von "katholisch.de"
    zur Verfügung haben),
    andererseits muss man dann mit vermehrtem Ärger leben,
    weil sich die katholische Basis ob der flotten Sprüche
    verwundert die Augen reibt.
    Es ist immer wieder mal im Netz diskutiert worden,
    ob der weichgespülte Ansatz von "katholisch.de" für
    ein Portal im Auftrage der Bischofskonferenz überhaupt
    angemessen ist.
    Aber angesichts der Millionen, die da reingesteckt
    wurden und werden, muss man nachweisbare Klick-Erfolge
    bringen...

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  7. Ein Nachteil von Facebook ist auch der, dass Rechte, AfD-Anhänger und "Islamkritiker" da so überproportional aktiv sind.

    Gerade das vom Knappen genannte Bsp. ist aufschlussreich:

    Die Masse der Kommentare, die sich gegen den Erfurter Bischof wenden, stammen gar nicht von Lesern von "katholisch.de", sondern von FB-Nutzern, die reflexhaft auf Islamthemen anspringen.

    Die regen sich über "die Kirchen" auf, die ihrer Ansicht nach zu islamfreundlich wären.

    Einer sagt sogar: "Martin Luther würde sich im Grab herumdrehen." Hat offb gar nicht begriffen, dass er bei Katholiken gelandet ist.

    "Tradis" sind das also gar nicht, die da auf das Thema Erfurt reagieren.

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    1. Frage an Leser "Jorge":
      Ich verstehe nicht ganz - Sie schreiben, dass
      "die Masse der Kommentare" auf der Facebook-Seite
      von katholisch.de von Facebook-Nutzern stammt.
      Na, woher denn sonst?
      Ihre Behauptung, das seien "gar nicht" Leser
      von katholisch.de, halte ich für sehr kühn.
      Die meisten werden es so machen wie ich:
      Man ist sowieso gerade bei Facebook
      und schaut dann seine gespeicherten Lieblingsseiten
      durch, wo es was Neues gibt.
      Das heißt: Der Einfachheit und Bequemlichkeit
      halber sehe ich bei Facebook das Thema,
      klicke dann erst als Leser zum Originalartikel
      bei katholisch.de - und kommentiere bei FB
      oder auch nicht.
      Aber wieso bin ich dann kein Leser von katholisch.de?

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    2. Es gibt sowas wie "Schnittmengen", Studiosus. Manchmal sogar Besorgnis erregende Schnittmengen.

      Bei den Kommentatoren sind aber ganz offensichtlich viele dabei, die ohne FB nicht auf "katholisch.de" gestoßen wären und die auch weniger ihre Liebe zu "Katholisch" als ihre Abneigung gegen "Islam" ins Facebook treibt.

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