Dienstag, 31. Mai 2016

Überraschender Rücktritt des deutschen Vatikanbankers Börsig: Über Papst Franziskus verärgert?

Am Sonntag schrieb ich über den überraschenden Rücktritt des deutschen Finanzexperten Clemens Börsig, der zusammen mit einem italienischen Kollegen vorzeitig aus dem Vorstand der Vatikanbank ausschied. Viele Details sind darüber nicht bekannt, man hüllt sich allgemein in Schwei-
gen. ---> HIER !

Gestern hat die österreichische Nachrichten-
agentur "kathpress" (nicht zu verwechseln mit "kath.net") unerwartet etwas aus dem Nähkästchen geplaudert:
In einem Artikel, der nur wenige Tage online lesbar sein wird, erfährt man nicht nur von "tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten" über den Kurs des Instituts. Entgegen der nachlesbaren offiziellen Schönrederei wird ausgeplaudert, dass Papst Franziskus überraschend zu einer Sitzung erschien und "am Aufsichtsrat vorbei, dessen Aufgabe es satzungsgemäß gewesen wäre, den Leiter des operativen Geschäfts ernannt" habe.
Mit anderen Worten:  Mal wieder ein spontaner Alleingang, der bei Mitgliedern der Sitzung vielleicht nicht nur Irritationen, sondern auch persönliche Verletzungen hinterließ. "Kathpress" verpackt es halbwegs diplomatisch: "Manches spricht dafür, dass sich der Beifall in Grenzen  hielt"... ---> HIER !
In der Sache mag er ja vielleicht recht haben, aber der Führungsstil von Papst Franziskus lässt manchmal offenbar etwas zu wünschen übrig. Schade!