Freitag, 13. Mai 2016

Warum es in so vielen Beziehungen kriselt: Wenn der Partner mit Gott verwechselt wird...

Wie z.B. der "FOCUS" schreibt, kommen die vielen Beziehungs-Zerwürfnisse und Scheidungen heutzutage nicht von ungefähr. Der Grund liegt nach Meinung einer Psycho-
login darin, dass man den Partner an die Stelle von Gott gesetzt habe.
Man habe mittlerweile völlig überzogene Erwartungen an die Institution Ehe und an den Partner; es werde ein illusorisches Idealbild gemalt, bei dem auch der Rückzug des Religiösen eine Rolle spiele. Mittlerweile müsse der Partner als Gott-Ersatz herhalten - man erwarte einfach die absolute Perfektion...  ---> HIER !

Das ist nicht ganz neu, was die Paartherapeutin da verkündet, aber sie hat sicher nicht unrecht.
Ein kluger Mensch hat mal gesagt, früher schaute ein Ehepaar gemeinsam auf Gott, heute schauen sie sich nur noch selber an. Nie wäre es den meis-
ten Eheleuten früher in den Sinn gekommen, sich zu trennen, sich gar scheiden zu lassen. Dabei spielten natürlich auch materielle Gründe eine Rolle, insbesondere bei den Frauen, die keine Berufsausbildung hatten.
Ich erinnere mich an viele Gespräche, die ich als Jugendlicher mit meiner Oma hatte, die acht Kinder geboren hatte und mit ihrem Mann während der Nazi-Zeit oft nicht wusste, wie sie alle satt kriegen sollte, denn man hatte den Opa wegen seiner Nazi-kritischen Haltung aus dem Dienst entlassen...
Der Trend ist längst umgeschlagen, wie man ja auch sagt, dass die Men-
schen früher viel länger lebten als heute, denn heutzutage lebt man 80 Jahre, früher hingegen 60 Jahre und dazu noch die Ewigkeit im Himmel...

Die Menschen zahlen einen hohen Preis dafür, dass sie meinen, Gott aus-
rangieren zu können.

Kommentare:

  1. Gisela Schneider13. Mai 2016 um 10:59

    Herzlichen Dank für diesen
    für Gläubige erfrischenden und ermutigenden Artikel!
    Auch unsere 35 Jahre lange Ehe hatte Krisen,
    doch wie schon von Ihnen beschrieben:
    Der gemeinsame Blick nach vorne und auf Gott hin
    hat uns im Vertrauen auf seine Fügung alles bestehen
    lassen einschließlich Krebserkrankung.

    AntwortenLöschen
  2. Ja, ja, halleluja,
    bei den frommen Katholiken gibt's keinen Streit,
    keine Scheidung, keine Übeltaten.
    Ein Blick auf Gott - und alles ist fein.
    Heilige Einfalt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Eva-Maria Paul13. Mai 2016 um 15:28

      @Bloginator,

      haben Sie wirklich die Worte Gisela Schneiders sorgfältig gelesen?
      Sie malte nichts in rosa Farben, sprach auch von Krisen in ihrer 35-jährigen Ehe.
      Und eine Krebserkrankung galt es auch zu bewältigen.
      Glaubenskraft, nicht Einfalt -so wie Sie sie zu meinen scheinen- half ihr und ihrem Mann dabei, diese Situationen zu verkraften.
      Könnte dieses Gottvertrauen also tatsächlich Ihren spöttischen Ton rechtfertigen?
      Ob Einfühlsamkeit zu Ihren Tugenden zählt, können nur Sie beurteilen.
      Ihnen alles Gute!

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================