Donnerstag, 5. Mai 2016

Wenn ein Priester in vorgeschriebener Kleidung öffentlich auftritt, wird er sofort zur Attraktion!

In den römischen Anweisungen zur Dienstkleidung
von Priestern, dem "Direktorium für Dienst und Leben der Priester", wird davon ausgegangen, dass üblicherweise die Soutane zu tragen ist. Dies kann nach "örtlicher Gewohn-
heit"
durch die zuständige Bischofskonferenz noch näher definiert werden, sodass also auch der bekannte schwarze Anzug mit Priesterkragen akzep-
tiert wird.
Die Formulierung „Das bedeutet, daß diese Bekleidung, falls sie nicht die Soutane ist, verschieden von der Art der Kleidung der Laien zu sein hat und konform der Würde und Sakralität des Amtes" lässt aber den Schluss zu, dass die Soutane der gewünschte Standard ist. Nur falls diese nicht getra-
gen wird, sollen würdige Alternativen gefunden werden.

In Deutschland ist es leider so, dass würdig gekleidete Priester zuweilen
als "klerikale Kleiderständer" verspottet werden - von Amtskollegen, versteht sich.

In einem früheren Artikel hatte ich schon darauf hingewiesen, was es für eine Unsitte ist, in Allerweltskleidung herumzulaufen, womöglich mit dem scheinheiligen Argument, man wolle damit lediglich Vorbehalte abbauen... ---> HIER !
Nun berichtet die Nachrichtenagentur "CNA" mit Bezug zur eigentlichen Quelle "Churchpop" von einem Experiment: Da geht ein Reporter (!) in Soutane durch die Straßen von Chikago und erlebt unglaubliche Überraschungen - nur durch seine Kleidung. Die Leute kommen auf ihn
zu, sprechen ihn an... ---> HIER !

Wäre das vielleicht doch noch mal ein Grund für Priester, darüber nach-
zudenken? 

Kommentare:

  1. Ja Geistliche zur direkten Kontaktaufnahme könnten auch der Kirche weiterhelfen.

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  2. Ich bedaure das sehr, dass sich unsere heutigen
    geistlichen Herren ihrer korrekten Kleidung schämen
    und damit auch Jesus Christus verleugnen.

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    1. Diözesaner Bürohengst5. Mai 2016 um 19:55

      Nicht ganz so dramatisch, bitte!
      Ich weiß allerdings auch, dass es eine
      ganze Reihe von Priestern gibt, die aus
      Bequemlichkeitsgründen handeln.
      Auf einer Sitzung im Beisein eines Kollegen
      wurde von mehreren Priestern argumentiert,
      man fände es einfach nur nervig, ständig
      beobachtet und mit allen möglichen
      Anliegen angesprochen zu werden, schließlich
      habe man auch ein Recht auf Abschalten...

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    2. "...durch ihre Kleidung Christus verleugnen" - das ist wieder mal dieses traditypische übers Ziel rausschiessen. Dann hat also ein gewisser Prof. Joseph Ratzinger vor seiner Zeit als Bischof, wo er in der Regel mit Krawatte unterwegs war, seinen Herrn verleugnet.O Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

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    3. Wenn Jesus das nun auch nervig gefunden hätte... :(

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  3. Letzlich ist nicht die Kleidung entscheidend,
    sondern der sehr engagierte Einsatz des Priesters
    in der Nachfolge Christi. So hat das auch Papst
    Franziskus mehrfach betont.
    Manchmal - so mein Eindruck - mangelt es den modernen
    KRAWATTENPRIESTERN allerdings deutlich an beidem,
    an anständiger Kleidung und an der Bereitschaft,
    notfalls rund um die Uhr für andere da zu sein.

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    1. Semper Catholicus5. Mai 2016 um 23:08

      Diese Krawattenpriester sind nun mal Kinder der Welt geblieben und sind nicht dem Gehorsam, sondern der linksgrünen Agitation verpflichtet. Leider haben sie unter diesem linksgrünen Papst Oberwasser und werden gezielt in Schaltstellen befördert.

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  4. Nun ja, mit kollar laufen auch manche Altlutheraner ´rum; Ostkirchler tragen so etwas wie Soutanen; aber: Die Krawattenauswahl kath. Priester ist so eindeutig erkennbar, daß sie wohl direkt auf das Amt verweist.

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  5. Was bin ich dankbar, dass mein Seelsorger sich der "Dienstkleidung" nicht verweigert...

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