Montag, 30. Mai 2016

Ziemlich dreist, liebe Journalisten! - "Mit der Kirche als Arbeitgeberin ist die Unzufriedenheit am größten"

Ja, der von der Schweizer Zeitung "Blick" zitierte Satz steht auch in der Zusammen-
fassung über eine Umfrage, die der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) gemacht hat.
Es ist auch nicht zu leugnen, dass es in Einzelfällen zu ganz erheblichen Problemen kommt in der Zusammenarbeit inner-
halb eines pastoralen Teams. Dass es auch Pfarrer gibt, die nicht teamfähig sind, dürfte auch kein großes Geheimnis sein.
Dennoch ist der aus dem Zusammenhang herausgerissene Satz, der zudem im Originaltext nur ziemlich unverständlich begründet ist, eine dreiste Ma-
nipulation. Denn liest man den Artikel direkt beim Schweizer Katholi-
schen
Frauenbund, ergibt sich doch ein wesentlich entspannteres Bild  - ausdrücklich wird bemerkt, dass die ganze Bandbreite vertreten ist von hoher Zufriedenheit bis zur völlig Unzufriedenheit über die Arbeit in den Pfarreien.

Man schaue den deftigen Zeitungsartikel und die detaillierten Formulierungen beim SKF: ---> HIER und HIER und HIER !
Also ganz klar:  Liebe Journalisten, für diesen reißerischen Artikel gibt's ganz klar den Daumen nach unten!
Und mal ganz abgesehen davon: Vielleicht hat es sich sogar schon bis in die Schweiz herumgesprochen, dass es für ein gedeihliches Miteinander immer darauf ankommt, dass alle kompromissbereit und teamfähig sind. Das gilt möglicherweise sogar für Frauen...!

Kommentare:

  1. Diözesaner Bürohengst30. Mai 2016 um 16:37

    Naja, nun gilt der "Blick" bekanntlich auch nicht
    als Inbegriff seriöser Berichterstattung.
    Dennoch wieder einmal ein lehrreiches Beispiel,
    wobei ich mir die Bemerkung nicht verkneifen kann,
    dass das Papiere (die Zusammenfassung) der SKF
    recht stümperhaft wirkt.

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  2. Der Schweizer Katholische Frauenbund ist ein ähnlich linkskatholisches Grüppchen wie seit Jahren schon die kfd.
    Aus der ist meine Mutter wegen der Linksdrift schon vor
    gut zehn Jahren ausgetreten.
    Wenn man deren "Befragungen" studiert, sollte man daran
    denken, wen die wohl gefragt haben....!!!

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