Freitag, 6. Mai 2016

Zum Schmunzeln oder Kopfschütteln: Ist für das Goethe-Institut in Japan die typische deutsche Familie türkisch?

Das fragt der Blogger Peter Helmes in einem Beitrag über ein  - sagen wir mal - recht ungewöhn-
liches Lehrbuch.
Das wird, so schreibt er mit Ab-
bildung, vom Goethe-Institut in Japan eingesetzt. Glaubt man dieser Abbildung, wird es wohl so sein, dass die typische deutsche Familie türkisch ist. ---> HIER !

Ich für meinen Teil nehme es eher als Patzer und will gar kein Drama daraus machen, aber nachdenklich stimmt es mich schon, was für ein Bild von Deutschland den wissbegierigen Japanern da unterbreitet wird.

Kommentare:

  1. Das entspricht doch in etwa auch den
    linksgrünen Bildungsplänen, die nun durchgeboxt
    werden sollen. Stichwort: Baden-Württemberg ...

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  2. Der Thuriferar6. Mai 2016 um 17:27

    Das Goethe-Institut voll im Trend:
    Weg von alten Werten, hin zum jenseitigen Ufer...
    Man muss aber noch ein bisschen daran arbeiten,
    so gut zu werden wie im Lande des grünen
    Ministerpräsidenten...

    http://3.bp.blogspot.com/-KoUpqYw_s6c/VHdVEvkH4XI/AAAAAAAAHNc/3q-nk4znmgc/s1600/Wir%2Bhaben%2Bdrei%2BMamas.jpg

    https://demofueralle.files.wordpress.com/2014/11/141110-schulmaterial-ev.pdf

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  3. Das Lehrbuch ist überhaupt nicht "ungewöhnlich", sondern ein ganz normaler Band aus der Reihe Menschen des Hueber Verlags. Das wird nun weiß Gott nicht nur in Japan und auch nicht nur vom Goethe-Institut verwendet.

    Hier das Inhaltsverzeichnis (S. 3-5):
    https://www.hueber.de/media/36/978-3-19-301902-8_Inhalt.pdf

    Hier eine Leseprobe (S. 7-14):
    https://www.hueber.de/media/36/978-3-19-961901-7_Muster_1.pdf

    Es ist der Kombi-Band für die Stufen A1/2. Das gleiche Buch vom gleichen Verlag hat in der Ausgabe der Stufe A1 eine ganz analoge Familiengeschichte, ebenfalls auf Seite 21, nur ist es diesmal die klassisch biodeutsche Familie Poppenreuther.
    https://books.google.de/books?id=38PYFf91gQgC&pg=PA21&f=false#v=onepage&q&f=false

    Der Rassismus, der sich mittlerweile unwidersprochen in den Rechtsblogs breit macht, ist unerträglich. Das gilt besonders am Tage der Karlspreisverleihung an den Papst. Den "Patzer" sehe ich beim Kreuzknappen, dass er sowas Abscheuliches hier auch noch ausbreitet und seine Leser zur Sünde verleitet, tut mir leid. Selbstverständlich sind Gastarbeiterenkel exakt genauso deutsch und Gott sei Dank auch nicht weniger typisch für Deutschland als Peter Helmer.

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    1. Ich verstehe nicht ganz,
      was der Leser "Jorge" an der Karlspreisverleihung
      so "abscheulich" findet!
      Ansonsten finde ich seinen Hinweis auf die
      anderen Buchausgaben toll.
      Ich verstehe aber immer noch nicht, warum man
      für die eine Lerngruppe in Japan eine "deutsche"
      Familie präsentiert und für eine andere Lerngruppe
      eine "türkische".
      Oder habe ich das falsch verstanden, dass es da
      zwei verschiedne Ausgaben gibt?

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    2. Die Antwort von "jorge" kann nicht
      überzeugen.
      Wenn in einem fast identischen Lehrbuch
      aus dem gleichen Verlag aus der deutschen
      Familie aus unerfindlichen Gründen eine
      türkische gemacht wird, dann ist es doch
      zur Erklärung nicht ausreichend, wenn man
      sagt, in dem anderen Band sei es ja eine
      deutsche.
      Wo steckt da der Sinn dahinter, wenn der
      Verlag das so verschieden anbietet?
      Und vor allem: welche Schüler bekommen
      welche Ausgabe vorgesetzt?
      Und warum?

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    3. Mit Verlaub, dass die Deutschen aus unterschiedlichen Stämmen bestehen, die sich gegenseitig nicht immer mögen, ist Stoff im Geschichtsunterricht der siebten Klasse (Mittelalter).

      Es gibt Bayern, die mögen keine Hannoveraner und halten sie für „Preußen“. Es gibt Rheinländer, die mögen keine Oberschlesier und halten sie für „Polen“. Es gibt Pfälzer, die mögen keine Elsässer und halten sie für „Wackes“. Es gibt Ostfriesen, die mögen keine Festlandbewohner und halten sie für „Europäer“. Es gibt Wessis, die mögen keine Ossis und halten sie für „Sachsen“. Es gibt Ossis, die mögen keine Vietnamflüchtlingskinder und halten sie für „Fidschis“. Und es gibt natürlich Biodeutsche, die mögen keine Deutschländer und halten sie für „Türken“. Das alles ist völlig normal und absolut typisch für Deutschland. Hoffentlich untypisch bleibt es, dass Deutsche solche gegenseitigen Abneigungen übertreiben und rassistische Blogs betreiben.

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    4. P.S.: Das Buch wird ja nicht nur in Japan verwendet, sondern überall, wo der Kurs A1/2 gelehrt und das Lehrwerk des Hueber Verlags eingesetzt wird. Wo der Kurs A1 gelehrt und das Lehrwerk des Hueber Verlags eingesetzt wird, ist es halt das andere Buch (mit der Fam. Poppenreuther).
      Hat mit Japan oder Goethe-Institut also an sich nix zu tun.

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    5. Jorge scheint genau null Ahnung zu haben,
      was Rassismus ist.
      Ich will ihm oder ihr mal auf die Sprünge helfen:
      Es handelt sich da nämlich um eine Straftat:

      http://www.tagesspiegel.de/politik/was-das-gesetz-sagt-straftat-rassismus/1911318.htm

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    6. Wenn ich den Beitrag von "Jorge" (19.32 Uhr)
      richtig deute, will er uns damit sagen, dass
      es sich bei den Türken um einen deutschen Stamm
      wie die Bayern handelt.
      Wenn das mal kein Rassismus ist, die Türken derart
      ihrer Identität zu berauben!

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    7. Dass es immer wieder die gleichen Nasen sind, die dem Knappen innerhalb weniger Minuten zur Seite springen, beeindruckend. Sie sitzen bestimmt auf demselben gemütlichen Sofa ;-)

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    8. Ringelnatz, das Buch stellt den Stammbaum eines Gastarbeiterkindes vor. Das ist eine typische Deutschländer-Familie. Deutschländer sind bekanntlich türkischstämmige Deutsche, die in beiden Kulturen (oft aber auch eher in der deutschen als der türkischen) zu Hause sind. Trifft man an jeder Straßenecke. Identität hundertprozentig deutsch. Für Deutschland genauso typisch wie jeder andere Deutsche.

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  4. Ein Freund von mir hat mal beim Goethe-Institut gearbeitet.
    Offensichtlich gibt es da noch ganz andere Probleme,
    zum Beispiel mit der Beschäftigung von Lehrkräften.
    Sehr motivierend ist das nicht!

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/gew-kritisiert-goethe-institut-prekaere-sprachlehrer/11062964.html

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    1. Sprachlehrer beim Goethe-Institut, allerdings auch bei Konkurrenzanbietern, arbeiten zu oft ganz entsetzlichen Konditionen, das stimmt.

      Organisatorisch sind das GI im Inland und die Institute im Ausland allerdings getrennt, die haben unterschiedliche Haushalte und auch arbeitsrechtlich nichts miteinander zu tun, das muss man auch wissen. Die Kritik der GEW bezieht sich auf die Inlandsniederlassungen.

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  5. Kann es sein, dass die guten Zeiten des Goethe-Instituts
    längst vorbei sind?
    Bei einem Vergleichstest der Lehrinstitute schnitt es
    2016 nur noch mit der Gesamtnote "befriedigend" ab:

    http://www.erfahrungen.com/mit/Goethe-Institut/

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  6. ein aufmerksamer Leser6. Mai 2016 um 19:58

    Als regelmäßiger Leser dieses interessanten Blogs
    bin ich doch einigermaßen erstaunt darüber,
    dass der "KREUZKNAPPE", der doch sonst so rege ist
    beim Löschen angeblich juristisch bedenklicher
    Leserzuschriften, hier gegenüber Leser "JORGE"
    derart großzügig verfährt, obwohl ihn dieser
    des Rassismus bezichtet.
    Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen,
    und warum lässt der Blogger eine derartige persönliche
    Beleidigung durchgehen?

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    1. DER KREUZKNAPPE6. Mai 2016 um 20:10

      Uff!
      Messe ich wirklich mit zweierlei Maß?
      Vielleicht ist dies dann und wann nicht ganz
      auszuschließen, ich bin ja auch nur ein Mensch.
      Grundsätzlich schätze ich die Wortmeldungen
      des Lesers "JORGE" sehr, weil sie zumeist gut
      begründet und belegt sind.
      Was nicht bedeuten muss, dass ich das jeweils
      auch so sehe, aber seine Diskussionsbeiträge
      sind durchweg erfrischend, finde ich.
      Was mich betrifft: Ich bin kein Rassist, und
      wer auch immer das behauptet, verzapft Unsinn.
      Diesen Schuh mag sich also anziehen, wem er passt,
      mir jedenfalls nicht.

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    2. Aufmerksames Lesen hilft vielleicht weiter. Den Kreuzknappen würde ich nie im Leben des Rassismus bezichtigen, weil er natürlich kein Rassist ist (sonst würde ich wahrscheinlich auch nicht hier schreiben). Ich warf ihm den "Patzer" vor, den Beitrag von Peter Helmes nicht kritisch genug kommentiert zu haben, und bemerkte im gleichen Atemzug auch, dass der Rassismus auf derartigen Rechtsblogs mir unerträglich erscheint, vor allem weil kaum jemand den rassistischen Aussagen und Interpretationen dort (z.B. dass ein Gastarbeiterkind kein richtiger Deutscher sei, weil es türkische Vorfahren und Familienangehörige und mglw. sogar eine doppelte Staatsangehörigkeit hat) widerspricht. Was ich deshalb zu tun genötigt war, obwohl ich mir eigtl. vorgenommen hatte, heute gar nichts zu schreiben :-) Aber was mut dat mut, besonders am Tag der Karlspreisverleihung.

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    3. P.S.: Freut mich, dass wir uns einig sind (den Kreuzknappen meine ich). Denn ich hatte vorstehenden Beitrag geschrieben, bevor die Antwort des Kreuzknappens sichtbar war, und konnte daher noch nicht wissen, dass auch er ausdrücklich betont, er sei kein Rassist, dass er meine gleichlautende Einschätzung also bestätigt. Lassen Sie sich bitte nicht einreden, nur weil ich die Beiträge des Kreuzknappen manchmal sehr klar und deutlich kritisiere, würde ich ihm irgendwas Schmutziges anhängen wollen. Das ist nicht der Fall, ganz im Ggt.

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    4. Nunja, Jorge, hilft dieses rumgeschleime hier weiter? Kreuzknappe verbreitet rassistische Artikel, nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn er es nett verpackt und mit einem kleinen Fragezeichen versieht, macht es die Sache nicht besser, sondern gefährlicher. Der Kreuzknappe hat massive Kritik redlich verdient, er schreit ja geradezu danach und freut sich über die Klickzahlen, die gerade solche Beiträge in die Höhe schnellen lassen.

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  7. Ab und zu ist einfach ein Kompliment fällig -
    ich würde mir wünschen, dass alle Blogs diese Breite
    an Leserzuschriften haben ... und zulassen!

    Da habe ich ein abschreckendes Beispiel entdeckt,
    wie sogar die "Tagesschau" einen Leserbrief nicht
    veröffentlicht, in dem Kritik geübt wird:

    http://pi-news.net/wp/uploads/2016/05/ardzensur.jpg

    Die verlinkte Internetseite sollte dabei nicht
    wirklich stören, es geht um den Sachverhalt als solchen,
    und nicht darum, woher ich das habe.

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  8. Man ließt unterschiedliches zum Goethe Institut, hier sind die Bewerungen, wenn auch nicht viele, eher positiv: http://www.erfahrungen24.eu/goethe-institut%E2%9C%85/

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