Sonntag, 24. Juli 2016

Achtung, Neuregelung: Autofahren lernen nach Gefühl und ohne nervigen Fahrlehrer!

Stellen Sie sich bitte auf gefährliche Situationen im Straßenverkehr ein, denn ab
1. August tritt eine Gesetzes-
änderung in Kraft, die für das Erlernen des Autofahrens revolutionär ist.
Bislang war es ja so, dass Fahranfänger sich mühsam
in der Fahrschule durch viel Theorie quälen mussten, die ihnen nur Frustrationen bescherte; gelernt wurde nur unter dem Zwang, weil man den "Lappen" eben braucht.
Noch schlimmer ging es bei den praktischen Fahrstunden zu; ständig wurde man vom Fahrlehrer ermahnt und korrigiert, und diese Nörge-
leien ließen kaum Freude am Autofahren aufkommen und verhinderten wirkliche Motivation.

Das wird gottlob nun alles anders: Demnächst gilt  das Prinzip "Fahren lernen nach Gefühl", ohne das Büffeln für die Fragebögen, das Auswen-
diglernen von Verkehrszeichen und - regeln
und ohne dumme Bemerkun-
gen des Fahrlehrers.
Fahren soll nun durch Erfahrung und Irrtum gelernt werden, nach Gefühl, nach dem, was man mit Augen und Ohren gerade vor sich auf der Straße erlebt. Insbesondere in den ersten sechs Wochen soll der Fahrlehrer nicht belehren, sondern nur loben.

Sie halten das für Blödsinn und für gefährlich? - Da stimme ich Ihnen voll zu, und meine angebliche Neuregelung ist selbstverständlich von mir erfunden.
Wie ich dazu komme? -- Na, dann schauen Sie sich mal an, welche "tollen" Ideen man hat, um unseren Kindern die Rechtschreibung "nach Gehör" beizubringen. Als Grundschullehrer mit über 30 Jahren Berufserfahrung staune ich da doch etwas, um es mal vornehm auszudrücken...
Schauen Sie mal ---> HIER und HIER und HIER und HIER !
Arme Kinder, arme Lehrer, arme Eltern! 
Oder gilt, wie eine Zeitung schreibt:  "Feela nich so wichtich", Hauptsache, Schreiben macht Spaß?! 

Kommentare:

  1. Solche Vergleiche hinken zwar immer etwas,
    aber in der Tat käme niemand auf die Idee,
    diese besch..... Art des Rechtschreiblernens
    bei anderem Lernen auch anzuwenden.
    In Mathematik kann man doch auch nicht sagen,
    wenn ein Schüler meint, 6 + 4 = 14,
    naja, das wollen wir mal gelten lassen?!

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  2. Heike Greschner24. Juli 2016 um 13:03

    Diese Art Rechtschreibunterricht
    ist eine Katastrophe. Wir erleben es bei unserem
    Enkelkind, bei dem wir laut Schule noch nicht
    einmal bei den Hausaufgaben helfen sollen,
    um das Konzept nicht zu unterlaufen.

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