Montag, 18. Juli 2016

Auf diese Weise will Papst Franziskus angeblich Kardinal Müller ganz geschickt loswerden...

Bei "kath.net" kann man es heute als großen Aufreger lesen:
Eine malaysische katholische Wochen-
zeitung namens "Herald" hat wohl in einem Artikel behauptet, Papst Franzis-
kus plane schon konkret weitere personelle Veränderungen in seinem vatikanischen Umfeld.
Er will angeblich den von ihm so ge-
schätzten "großen Theologen" Kardi-
nal Schönborn
mit der Leitung der Glaubenskongregation betrauen.
Das heißt, Kardinal Müller muss dann leider, leider seinen Posten dort ver-
lassen.

Aber wohin bloß mit ihm?
Da gäbe es auch schon eine konkrete Idee: Kardinal Müller soll in Mainz als Nachfolger von Kardinal Lehmann Erzbischof werden!

Schwuppdiwupp, so einfach ist das, wenn die Verschwörungstheoretiker gerade mal so schön in Fahrt sind! - Das Ganze hat allerdings einen Haken, worauf auch schon Leser in ihren Zuschriften bei "kath.net" hinweisen:
In Mainz ist es so, dass das Domkapitel bei der Auswahl des neuen Bischofs das letzte Wort hat. Erst werden eine ganze Reihe von Vorschlägen nach Rom geschickt, dann prüft die Bischofskongregation die Liste, und schließ-
lich schickt Papst Franziskus über den zuständigen Nuntius in Berlin einen Dreier-Vorschlag nach seinem Geschmack nach Mainz. 

Pardon, aber glaubt jemand ernsthaft, nach dem sehr liberalen und beim Publikum beliebten Kardinal Lehmann würde man seitens des Main-
zer Domkapitels den eher kantigen, geradlinigen "Konservativen" Kardinal Müller auswählen?! - Aus Mainzer Sicht undenkbar, finde nicht nur ich...

Der Artikel (mit Leserbriefen) bei "kath.net" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Im österreichischen Linz gibt es offenbar
    erste Opfer der Hitzewelle zu beklagen.

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  2. Das ist mitnichten eine "Verschwörungstheorie", sondern hat viel Plausibilität.

    - Franziskus möchte den ihm besonders nahestehenden Schönborn nach Rom holen. Das ist sein bestes Recht, auch Benedikt hat Leute, die ihm theologisch besonders genehm waren, auf Schlüsselpositionen gebracht. Und der Ratzinger-Schüler Schönborn ist fraglos einer der überragenden Theologen der Weltkirche. Er war der Hauptautor des KKK.
    - Wohin mit Müller? Es darf, das ist ein Gebot der politischen Klugheit, kein Wegloben auf einen Operetten-Posten à la oberster Malteser-Ritter sein, sondern muss ein renommierter, einflußreicher Bischofsposten sein.
    - Mainz ist in vieler Hinsicht eine naheliegende Lösung: Müller ist von Herkunft her Mainzer, was man ihm bis heute sprachlich anhört. Er kennt also die Diözese aus dem ff. Zudem ist er originärer Schüler von Karl Lehmann, wurde bei ihm mit einer Arbeit über Bonhoeffer promoviert. Mainz hatte, obwohl rein formalrechtlich "nur" ein Suffraganbistum, über fast 60 Jahre mit Volk und seinem Nachfolger Lehmann zwei Kardinäle auf dem Bischofsstuhl, die beide bedeutende Theologen und Ökumeniker waren. Müller ist das auch, als Bonhoeffer-Spezialist und langjähriger Ökumene-Beauftragter der DBK bringt er auch genügend Kompetenz fürs Gespräch mit den Evangelen mit.

    Und zur Terna: Mag es so sein, daß "man" im Bistum Mainz den als "konservativ" geltenden (aber gar nicht so konservativ seienden, s. seine Ablehnung einer biologistischen Deutung der Jungfrauengeburt und seine theologische Legitimation der Befreiungstheologie!) Müller nicht "will" - das spielt am Ende keine Rolle. Rom hat das Wahlrecht der deutschen Domkapitel bisher noch immer faktisch "aushebeln" können, wenn es einen bestimmten Kandidaten unbedingt als Bischof haben wollte (Paradebeispiel: Meisner 1989 in Köln, den dort keiner wollte). Denn die Terna stellt Rom und niemand sonst zusammen. Und das läuft in solchen Fällen nach dem altbewährten Prinzip: Wir setzen einen Eskimo, einen Mongolen und denjenigen auf die Terna, den wir wollen, so dass das Domkapitel nicht anders kann als den Betreffenden auch zu wählen.

    So wird das auch in diesem Fall laufen.

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    1. Ordinariatsgeschädigter18. Juli 2016 um 17:57

      Doppelter Irrtum:
      Meisner war nicht Wunschkandidat des Papstes,
      sondern da hat Kardinal Höffner im Hintergrund
      die Fäden gezogen. Das hat Meisner im Nachhinein
      übrigens bestätigt:
      http://www.express.de/koeln/geheimnis-nach-26-jahren-gelueftet-meisner--er-wollte-nicht-erzbischof-von-koeln-werden-643708

      Erst nachdem es über etliche Monate in Köln
      keine Einigung beim Domkapitel gab, hat der
      Papst trickreich nachgeholfen.

      Zweitens: Lieber wählen die Mainzer drei
      Eskimos und acht Mongolen, als dass sie sich
      Kard. Müller antun.

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    2. Da ist was dran,
      aber andererseits würde Papst Franziskus
      den auch von ihm wegen seiner soliden Arbeit
      geschätzten Kardinal Müller nicht derart
      vor den Kopf stoßen.
      Die Hauptperson in dieser Cause ist Müller selbst.
      Er müsste ja zuerst einmal auf der Kandidatenliste
      stehen, die an Rom geht. Und dazu müsste er vorher
      schriftlich sein Einverständnis erkärt haben,
      im Falle seiner Wahl das Amt anzunehmen.
      Sonst macht eine Liste keinen Sinn für den Papst,
      wenn nachher von z.B. 25 Vorschlägen 12 abspringen,
      weil sie gar nichts von ihrem "Glück" wussten,
      Kandidaten zu sein.
      Also müsste Müller dem im Grunde erst mal zustimmen,
      und das zu glauben, fällt mir noch schwer.

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    3. In Mainz gilt das Badische Konkordat. Ein Kandidat muß dem Bistum Mainz angehören.

      Die Terna kann also bestehen aus einem Eskimo, einen Mongolen und einem Mainzer.

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    4. Weshalb wäre es ein "Vor-den-Kopf-Stoßen", wenn ein Kurienkardinal in die Leitung einer - wirklich wichtigen, angesehehen - Diözese wechselt? Das geschieht doch immer wieder!

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    5. @Ordinariatsgeschädigter: Der von Ihnen verlinkte Bericht des Kölner Boulevardblattes belegt in keinster Weise, dass Meisner, wie Sie schreiben, "nicht der Wunschkandidat des Papstes" für Köln gewesen sei. Er behauptet lediglich, dass Kardinal Höffner dem Papst Meisner vorgeschlagen hätte. (Da beide, JP II. wie Kardinal Höffner, längst tot sind, wird man den Wahrheitsgehalt nie überprüfen können.) Dass aber Meisner, egal wie JP II. auf ihn gekommen war, der absolute Wunschkandidat des Papstes für Köln war, ist seit Jahrzehnten bekannt. Sonst hätte JP II. nicht am Rande der kanonische Legalität sich bewegt, um ihn gegen das dortige Domkapitel durchzudrücken.

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    6. @Römer: Nach dem Badenkonkordat, das auch für das Bistum Mainz gilt, muss Müllers Name gar nicht auf der nach Rom von der Diözese eingereichten Kandidatenliste stehen. Rom kann eine solche Liste komplett verfeuern und drei Namen auf seine Terna setzen, die auf keiner Kandidatenliste aus der Diözese standen.

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    7. @Niebecker: Die Anforderung des Baden-Konkordats, dass einer der drei Terna-Namen aus der eigenen Diözese kommen muss, ist mit dem Eskimo/Mongolen-Prinzip locker zu vereinbaren.
      Man setze auf die Mainzer Terna einen Eskimo, Kardinal Müller, sowie den notorische Mainzer Tradi-Priester Hw. Hendrick Jolie. Der kommt gewissermaßen dann dem "Mongolen" gleich. Und das Domkapitel wird natürlich Müller wählen.
      (In Klammern: es ist durchaus möglich, dass Müller immer noch Mainzer Diözesanpriester ist und von daher sowieso diese Anforderung erfüllt.)

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    8. @ Ordinariatsgeschädigter:

      Aaalso, ich denke, dass Meisner nicht nur (zumindest lt. EXPRESS-Interview) Höffners Wunschkandidat war, sondern auch der von JPII – und das evtl. sogar schon lange ehe Meisner Höffners (so jedenfalls lt. Interview) Wunschkandidat wurde: Immerhin kannten sich Meisner und JPII schon seit den 70er-Jahren, als JPII noch Erzbischof von Krakau und Meisner Weihbischof in Erfurt war und beide gemeinsam z. B. auf Wallfahrten auftraten, und JPII hat ihn ja auch 1980 zum Erzbischof von Berlin ernannt; beide waren geistesverwandte „Ost-Geprägte“, stark marianisch geprägt und auch insofern „zusammengeschweißt“.

      Wäre er nicht der Wunschkandidat von JPII für Köln gewesen – warum hätte dieser ihn dann so vehement durchboxen sollen? Mir fällt da sonst kein Grund ein.

      Aber gut, selbst wenn er nicht Wunschkandidat von JPII war und dieser ihn (dennoch) durchgeboxt hat – entscheidende Fakt ist eben, dass JPII Meisner auf Biegen und Brechen (sogar gegen dessen zumindest behauptetes Zaudern) durchgeboxt und damit das Wahlrecht des Domkapitels zur völligen Farce gemacht hat.

      Im Artikel steht doch ganz klar: „Der Papst sagte nur: »Das wollen wir doch mal sehen, ob das illusorisch ist.« … „Ich bin zum Papst gefahren, um ihm zu sagen, dass ich das nicht will“ … Doch der Papst hatte sich festgelegt … Dann änderte der Papst die Wahlordnung des Domkapitels – und boxte so Meisner als Erzbischof durch.“

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  3. Es ist kaum anzunehmen, daß das Mainzer Domkapitel den Müller wählt.

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  4. Vielleicht macht Papst Franziskus dem Domkapitel ein Angebot, das sie nicht ablehnen können? ... :-) Vielleicht werd' ich doch noch zum Franziskus-Fan. Und der Dogmatiker Graf Bellafonte ist doch erste Wahl für den Posten im Vatikan.

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  5. Kreuzknappe fragt: „ Glaubt jemand ernsthaft, nach dem sehr liberalen und beim Publikum beliebten Kardinal Lehmann würde man seitens des Mainzer Domkapitels den eher kantigen, geradlinigen "Konservativen" Kardinal Müller auswählen?!“

    Nu ja, ich halte dieses Wahlverfahren in den auf ehemals Preußen-Land befindlichen deutschen Bistümern (vereinbart durch das Preußen-Konkordat mit dem Vatikan) eh für eine ziemliche Farce. Im Endeffekt dürfte sowieso der seitens Rom von vorneherein erwünschte Kandidat als neuer Bischof dabei „herauskommen“. Ich erinnere an die berühmt-berüchtigte „Wahl“ Meisners durch das Kölner Domkapitel –Meisner wusste nach eigener Aussage in einem WDR-Interview schon mehr als ein Jahr vor seiner Ernennung über den Nuntius, dass JPII ihn (und nur ihn) als Erzbischof von Köln haben (bzw. durchsetzen) wollte …

    Jedenfalls: Das betreffende Domkapitel schickt – ebenso wie die Bischöfe der anderen „preußischen“ Bistümer –
    Kandidatenvorschläge nach Rom. „Unter Würdigung“ dieser Vorschläge setzt der Vatikan dann eine Dreierliste zusammen („unter Würdigung“ – das lässt dem Vatikan durchaus Spielraum für eigene Kandidaten in der Dreierliste). Daraus soll das Domkapitel dann in „freier, geheimer Wahl“ den neuen Bischof wählen.

    Kardinal Frings von Köln wird folgendes Bonmot zugeschrieben (das aus heutiger Sicht nicht gerade politisch korrekt klingt, aber doch zeigt, dass die Dreierliste seitens Roms darauf angelegt ist, auf Biegen und Brechen den von Rom gewünschten Bischof durchzusetzen: „Auf dieser Liste steht stets ein Neger, ein Chinese und einer, der es werden soll.“

    Ich wende das mal (scherzhaft und total übertrieben) auf Mainz an: Die Dreierliste aus Rom enthält keinen der vom Domkapitel bzw. den „preußischen“ Bischöfen genannten Namen – der Vatikan hat diese Namenslisten zwar „gewürdigt“, aber letztlich verworfen und drei eigene Kandidaten auf die Liste gesetzt: Kardinal Sarah, Kardinal Burke, Kardinal Müller. Unter diesen Umständen dürfte das Domkapitel (so, wie es von Rom aus auch „vorausgeahnt“ und gewollt wäre) Kardinal Müller wählen. ;-) ;-)

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    1. Korrektur-Nachtrag zu meinem Posting zum Preußenkonkordat: Habe da was mit Limburg verwechselt, für Mainz gilt nicht das Preußenkonkordat, sondern das (entsprechende) Badische Konkordat.

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    2. Sarah, Burke und Müller - das wäre die genialste Terna ever. Burke ist der ", Sarah ist schon in echt Neger, bleibt also Müller, den bei diesem Portfolio jeder, der seine 5 katholischen Sinne noch beieinander hat, natürlich wählen würde.

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  6. Noch einmal: Müller ist viel weniger "konservativ" als sein Ruf in der "Blogozese" ist. Wer seine Dogmatik gelesen hat, weiß das. Und seit Jahrzehnten ist er ein enger Freund des Nestors der lateinamerikanischen Befreiungstheologie, Pater Gustavo Gutierrez OP, den er immer wieder gegen Anfeindungen von rechtskatholischer Seite verteidigt hat. Und die glasklare Kante, die er - sowohl als Diözesanbischof in Regensburg, dem man "Zaitzkofen" quasi in den eigenen Garten gesetzt hatte, wie auch als Glaubenspräfekt - gegenüber den Piusssen und den Traditionalisten fährt, spricht auch gegen die "Konservatismus"-These. (Man lese nur mal, wie Portale à la "katholisches.info" über Müller denken...)

    Zudem, wie schon gesagt, ist Müller alter Mainzer und in der Diözese bestens vernetzt. Man hat dort ein anderes Bild von ihm als das medial vermittelte. Wenn es da Vorbehalte geben sollte, dann wohl weniger sachliche als vielmehr mentalitätsmäßige: nach dem lebensfrohen, extrem kommunikativen Lehmann käme mit Müller ein eher introvertierter, manchmal mißgelaunt und doch recht professoral wirkender Bischof.

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  7. Als Kölner kann ich dem "Ordinariatsgeschädigten"
    nur zustimmen:
    Das Märchen wird zwar immer wieder gerne erzählt,
    dass der Papst Meisner durchgedruckt habe,
    aber die Tatsachen sehen anders aus, wie Meisner
    auch selbst bestätigt hat:
    Kardinal Höffner war es, der ihn wollte - und der
    dank seiner exzellenten Beziehung im Vatikan auch
    mehr als ein gutes Wort für ihn eingelegt hat.
    Dass der geradlinige Ossi dem Papst gleich sympathisch
    war, steht außer Frage.
    Aber hätte das Kölner Domkapitel nicht monatelang
    rumgeeiert, wäre ein Eingreifen des Papstes nicht
    nötig gewesen.
    Aber das alles ist Schee von gestern, nein,
    von vorvorgestern.
    Kardinal Müller kommt nur dann nach Mainz,
    wenn er selbst das will.

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    1. "Kardinal Müller kommt nur dann nach Mainz, wenn er selbst das will." -
      Was ist denn das für ein heruntergekommenes Verständnis von Gehorsam? Müller hat als Kardinal dem Papst bedingungslosen Gehorsam gelobt, notfalls bis zum Vergießen des eigenen Blutes. Da wird er ja wohl, zumal als "Konservativer", sofort nach Mainz ziehen, wenn Franziskus das so will. Ob Müller das "will", ist nach dem Gehorsamsbegriff der Kirche so wichtig wie ein chinesischer Reissack.

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  8. Ich kann mir das durchaus vorstellen,
    dass Müller kommt.
    Ich kann mir abger genauso auch das Gegenteil
    vorstellen, dass er nicht kommt.
    Mir fällt schwer zu glauben, dass Müller nach Mainz
    kommt und noch nicht mal in den geräumigen Bischofs-
    sitz einziehen dürfte, denn der bleibt bekanntlich
    auch nach dem Ausscheiden von Kardinal Lehmann
    dank einer Großzügigkeit des Mainzer Domkapitels für
    Lehmann reserviert, der darin auf Lebenszeit wohnen
    darf, in Anerkennung seiner Verdienste - und angeblich,
    weil die Wohnung behindertengerecht eingerichtet sei.
    Müller müsste also in eine bescheidenere Behausung
    einziehen, die noch gar nicht bereit steht.
    Aber wir wissen ja: Wer weiß? In der katholischen Kirche
    ist alles möglich...

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  9. Würde Müller nach Mainz kommen,
    wäre der Ärger für ihn, der kein Blatt vor den
    Mund nimmt, schon vorprogrammiert. Ob Papst Franziskus
    wirklich Wert auf einen zweiten Fall Tebartz legt?!
    Immerhin ist intern bekannt, dass Müller auch
    unter den deutschen Bischofskollegen einige schwer-
    gewichtige Gegner hat. Sogar seine Ernennung zum
    Kardinal hat man, so heißt es, von Deutschland aus
    torpedieren wollen.

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    1. Das dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen.
      Wie man tuschelt, mögen die deutschen
      Bischöfe Müller nicht, den lebenden Katechismus,
      wie man sagt.
      Und umgekehrt hat Müller schon den Zorn
      der Theologieprofessoren auf sich gezogen,
      weil er sie in den Senkel gestellt hat.
      Und gegen die deutschen Bischöfe hat er
      sogar öffentlich gewettert:

      http://www.domradio.de/themen/reformen/2016-02-26/kardinal-mueller-widerspricht-theologieprofessoren

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article146047482/Kardinal-Mueller-wettert-gegen-deutsche-Bischoefe.html

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    2. Einen zweiten Fall Tebartz?
      Was für ein übler Vergleich.

      Müller ist bei deutschen Modernisten
      wie Traditionalisten unbeliebt;
      außerdem hat er einen etwas autoritären, kurz angebundenen Führungsstil, mit dem manche
      Mitarbeiter nicht so gut zurechtkommen.
      Aber er ist doch nicht psychisch labil und
      kein Narzißt, sondern ein bodenständiger Typ
      mit gesundem Selbstbewusstsein.

      Mit Tebartz verbindet Müller nur, dass er
      aus falsch verstandenem Lagerdenken und
      wegen seiner fixen Idee, "die Medien" seien
      an den Skandalen in der Kirche schuld,
      viel zu lange an Tebartz festhielt.

      Zum Auffüllen der konservativen Fraktion im
      deutschen Episkopat nach der selbstverschuldeten
      Tebartz-Schlappe wäre Müller gut
      geeignet, und unterbuttern ließe er
      sich sicher nicht.

      Aber sind halt nur Gerüchte.

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  10. Hallo steht im Reichskonkordat nicht das Bischöfe deutsche Staatsbürger sein müssen und sind Bischöfe noch in einem Bistum inkardinert?

    Gruß Michael

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  11. Ein Münchner auf Erden am Ende der Nachtschicht,19. Juli 2016 um 05:10

    Es gibt da noch einen anderen Aspekt,
    warum Müller nach Mainz gehen sollte:
    Er wäre damit Teil der Deutschen Bischofskonferenz
    und könnte seinen Kollegen mal auf die Finger klopfen.
    So gesehen hat die Idee was Sympathisches.

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