Samstag, 30. Juli 2016

Barcelona: Eine große Anzeigetafel zeigt die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge, allerdings...

... sucht man eine ebensolche Anzeigetafel in ganz Europa vergebens, die z.B. die Zahl der abgetriebenen Kinder anzeigt, oder eine An-
zeigetafel, die die rasant steigende Zahl von Kindern anzeigt, die durch Krieg, verhinder-
bare Krankheiten oder durch Hunger sterben. 

Und schon gar nicht gibt es Anzeigetafeln,
die die gigantischen Vermögen der Reichsten
der Erde anzeigen und die daneben einblenden, von was eine arme Familie leben muss.

Es gibt eben Wahrheiten, die sind jetzt populär (ich finde die Anzeigetafel durchaus sinnvoll), und es gibt Wahrheiten (mit weitaus mehr Toten), die man sich lieber nicht in Erinnerung rufen will. So geht Realpolitik. 

Bericht in der "Süddeutschen Zeitung" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Solch eine große Anzeigetafel über ertrunkene Flücht-
    linge sollte in jeder Stadt stehen, finde ich.
    Man kann gar nicht oft genug auf dieses Elend hinweisen.

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  2. Ich bin dafür, dass wir in Deutschland große
    Tafeln anbringen, die die Zahl der misshandelten
    (durch Familienangehörige, nicht durch Priester)
    Kinder anzeigt. Im vergangenen Jahr starben (!) mehr
    als 100 Kinder daran, und das quasi vor unsren Augen!
    Mehr als 4.200 Kinder wurden durch Misshandlungen
    so verletzt, dass sie zum Arzt mussten. Die Dunkelziffer
    dürfte doppelt so hoch liegen.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/schockierende-statistik-auch-sie-kennen-vermutlich-ein-kind-das-missbraucht-wird_id_4691843.html

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  3. Wer diese armen Menschen wirklich vor dem Ertrinken bewahren will, muß verhindern, daß sie sich in die Boote begeben.

    Da alle Menschen auch ökonomisch denkende Wesen sind, muß dazu sichergestellt werden, daß sich ihre Investition in die Überfahrt nach Europa nicht lohnt. Mit anderen Worten: Jeder, der sich ohne gültige Papiere nach Europa begibt, muß ohne Einschränkungen wieder an den Ausgangspunkt seiner Reise zurücktransportiert werden.

    Dann hat sich das Problem in kurzer Zeit erledigt. Abschiebung rettet Menschenleben!

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    1. Dieses Posting ist an Zynismus nicht zu überbieten. Wäre "Arminius" meinungsführend, gäbe es heute die USA nicht. Denn die gibt es überhaupt nur (übrigens als erfolgreichstes und weltweit begehrtestes Einwandererland überhaupt) weil Menschen aus Europa und später Lateinamerika dorthin gekommen sind, um besser und freier leben zu können. "Arminius" hätte sie alle als böse Wirtschaftsflüchtlinge wieder in ihr Elend zurückbefördert.

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