Samstag, 16. Juli 2016

Domdechant Robert Kleine hat zugestimmt: Diese (scheußliche) Techno-Musik wird es demnächst im Kölner Dom geben!

Die Kirche meint manchmal, sie müsse sich möglichst "zeit-
gemäß" präsentieren, damit das junge Publikum sie zur Kenntnis nimmt.
Für die Computer-Spiele-Messe "Gamescom"       werden im Kölner
Dom ganz besondere Klänge zu hören sein, verstärkt mit ent-
sprechenden Lichteffekten: Das Musik-Duo "Blank & James" wird
dort Techno-Musik präsentieren.
Die "BILD"-Zeitung schrieb schon von einer "Techno-Party" im Dom,
aber das weist Domdechant Monsignore Robert Kleine zurück, der das Vorhaben genehmigt hat. Dann kann man bis zwei Uhr morgens in der Frühe die "mystische" Musik im Dom live miterleben.
Der organisatorische Hausherr im Dom verteidigte die Erlaubnis gegen-
über Kritikern, diese Musik weise "auf das Geheimnis unseres Glaubens" auf besondere Art hin. 

Weil Sie es schon ahnen, liebe Leserinnen und Leser, brauche ich erst gar nicht zu schreiben, was ich davon halte. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren...
Man lese und staune ---> HIER und HIER und Kommentar HIER !

                         Ein kleines Appetithäppchen vorab:
>                                Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Kommentare:

  1. Prima, dann können gewisse Leute nachts um zwei
    im Halbdunkel des Dominneren mal so einige Leckereien
    zum Rauchen austauschen. Halleluja!
    Aber hoffentlich setzt sich niemand in das heilige
    Flüchtlingsboot im Dom!

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  2. Ist eigentlich die Kölner Müllabfuhr
    schon für eine Sonderschicht im Dom eingeteilt?
    Ich würde vorschlagen, dass man als zusätzlichen
    Effekt eine barbusige "FEMEN"-Frau auf dem Altar
    tanzen lässt.

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  3. Köln geht den Bach runter. Nicht erst seit Silvester.

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  4. Also, der Kommentar von diesem Evangelen aus dem EXPRESS ist jedenfalls ziemlich daneben. Er fragt, warum „sich Kirchen in dieser Form an den Zeitgeist ran wagen” müssen. Und fordert in der Überschrift, der Dom solle ein „Ort der Besinnung” sein.

    Was hat denn solche Musik mit „Zeitgeist” zu tun? Die Musikantenscheune klingt anders, das fände ich wirklich unpassend.

    Und gerade als „Ort der Besinnung” soll der Dom doch genutzt werden, wenn diese Musik läuft.
    Die Komposition klingt jedenfalls sehr besinnlich und scheint mir gut geeignet für den Dom.

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  5. "Mystische" Musik, angereichert mit spektakulären Lichtreflexen...
    Es ist ja durchaus möglich, dass diese Veranstaltung für bestimmte Besucher zum akustischen Erlebnis wird.
    Ob daraus auch ein spirituelles Erleben wird, sei dahingestellt.
    Ich vermute, dass bei den Leuten, die angesprochen werden sollen, es eher die Neugier ist, die sie in den Dom treiben wird.
    Möglich, dass sich Monsignore Robert Kleine das alles schönredet und er im Grunde weiß, dass es sich nur um eine Aktion handelt, auf Show-Niveau!
    Aber was tut man nicht alles, um sich ins Gespräch zu bringen!

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  6. Ich habe gerade mal unsere Tochter
    reingerufen und ihr das Video mit der Musik
    vorgeführt.
    Sie ist erstaunlicherweise meiner Meinung:
    GRAUENHAFT SCHLECHT UND DIESEM ORT NICHT ANGEMESSEN !

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    1. Darf ich fragen, liebe Simone, wie alt ihre Tochter ist?

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    2. Unsere Sandra ist vor einem Monat 17 geworden.

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  7. Ausser Stammtisch-Bauchemotionen ist hier kein einziges nachvollziehbares Argument genannt worden, weshalb diese Art der Musik ein no go in der Kirche sein soll. Weshalb spätestens mit Mozart (übrigens ein ganz wilder Freimaurer!) das musikalische Gotteslob aufhören soll, hat mir noch kein Tradi plausibe machen können.

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  8. Möglicherweise kommentieren hier einige Leute,
    die "Blank & Jones" noch nicht erlebt haben.
    Ohrenstöpsel und Baldrian dringend empfohlen:

    https://www.youtube.com/watch?v=udv30vPizLk

    https://www.youtube.com/watch?v=_ToytDU7BOI

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    1. Das mag sein.
      Vielleicht war meine Bewertung "sehr besinnlich" etwas vorschnell, habs mir danach noch ein paarmal angehört und Simones Tochter hat nicht ganz unrecht, was die Qualität angeht ist das nicht unbedingt bahnbrechend. Aber es kommt natürlich auf die besondere Wirkung in einem Raum wie dem Dom an. Ob das "besinnlich" wirkt, kann man im Grunde nur vor Ort feststellen.

      Grundsätzlich sind Technomusik und Besinnung aber nichts, was sich ausschließt.

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  9. (Vorab: Zur Verdeutlichung schreibe ich im Folgenden einige Wörter in Großbuchstaben.)

    Der Korrektheit halber darf ich den Kreuzknappen darauf hinweisen, dass seine Aussage falsch ist, der Domdechant habe die Erlaubnis gegenüber Kritikern damit verteidigt, „DIESE MUSIK weise "auf das Geheimnis unseres Glaubens" auf besondere Art hin.“

    Tatsächlich hat der Domdechant gesagt:

    „Über 500.0000 Gamer, vor allem auch Jugendliche und junge Erwachsene, werden nach Köln kommen. Wir wollen ihnen auch den Dom erschließen und sie einladen, den Dom kennen zu lernen – und natürlich das, wofür der Dom steht. …

    Wir werden eine LICHTINSTALLATION haben, wie wir sie auch beim Eucharistischen Kongress oder bei anderen Veranstaltungen hatten. DIESMAL ABER NOCH EINE BESONDERE ART, DIE AUF DAS GEHEIMNIS UNSERES GLAUBENS HINWEIST und auf den Kölner Dom, wo die Heiligen Drei Könige verehrt werden. …

    Und im Hintergrund wird eine Musik gespielt werden, vom Duo „Blank and Jones“ , die dann angemessen im Dom erklingen wird – sozusagen als Begleitung und Hinführung.“

    Außerdem: Die Bezeichnung einer Musik als „scheußlich“ ist subjektiv. Ich finde z. B. Musikantenstadl-Musik „scheußlich“, während andere sie „toll“ finden; ich finde Bach-Passionen „toll“, während andere sie „scheußlich“ finden; ich finde die meisten „Lobpreislieder“ und „Neuen Geistlichen Lieder“ „scheußlich“, andere finden sie „toll“; der Kreuzknappe dürfte Gregorianik „toll“ finden, andere finden sie „scheußlich“; der Kreuzknappe findet Techno-Musik bzw. „diese“ Techno-Musik „scheußlich“, andere finden sie „toll“ etc. etc.

    Beispielhaft auch Karl-Heinz Stockhausens elektronisches Werk „Gesang der Jünglinge“:
    (1956:) „Begeisterter Beifall und lautstark-radikale Ablehnung begleiteten die Uraufführung des »Gesangs der Jünglinge«, Stockhausens erstes geistliches Werk, das ursprünglich im Kölner Dom vorgestellt werden sollte, was allerdings vom erzbischöflichen Generalvikariat verweigert wurde. So mussten sich die Zuhörer für die revolutionären Klänge dieser ersten elektronischen Raummusik am 30. Mai 1956 mit dem Studio des Funkhauses begnügen.“ http://www.wissen.de/bildwb/stockhausens-gesang-der-juenglinge-musik-aus-dem-mischpult.“
    2013 wurde das Werk dann schließlich doch im Kölner Dom aufgeführt und „begeisterte Massen“ (EXPRESS).

    Und im Übrigen: Die beiden DJs (Kölns international bekannteste DJs), die für die Musik verantwortlich sind, haben diese Techno-Musik, diesen Soundtrack, speziell „für den Dom“ zusammengestellt, unter dem verlinkten Video steht: „their first Modern Classical recording „DOM“, woraus im Video ein Snippet zu hören ist, das sich immerhin „In Excelsis“ nennt.

    Bei vielen ist – anders als beim Kreuzknappen – die Vorfreude groß, auf der Facebook-Seite der DJs lese ich z. B.: „Das wird ja dann ein "heiliger Gig" sein. Freue mich schon darauf!“


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    1. ...womit Sie bestätigen,
      dass er genau das dem Sinn nach gemeint hat,
      was ich geschrieben habe.

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  10. Es gibt noch einen ganz anderen Aspekt,
    weswegen ich gegen diese Veranstaltung bin.
    Ich habe mal bei einer Security-Firma gearbeitet
    und habe deswegen ein Auge für brisante Situationen.
    Angesichts der angespannten Sicherheitslage
    und kaum möglicher gründlicher Kontrollen ist
    es in meinen Augen nicht ganz unproblematisch, solch
    eine Massenveranstaltung im Halbdunkel durchzuführen.
    Ich will dem Personal dort nicht zu nahe treten,
    aber wie ich es jüngst selbst erlebt habe, sind
    die Kontrollen nicht allzu streng,
    um es mal zu umschreiben...

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    1. Panikmache.
      Die Schweizer gelten ja als sehr rabiat im Kölner Dom, die packen durchaus auch feste zu.

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    2. Leider nein, Jorge,
      erst kürzlich waren auch wir dort - am Tage -
      und sind unkontrolliert mit einer Tasche durch-
      gewunken worden, in der sich eine Flasche Sekt
      befand für eine anschließende Gratulation.
      Hätte auch was anderes drin sein können...

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