Donnerstag, 28. Juli 2016

"Hurra, der Attentäter von München war ein Rassist...!" - Eine kurze Anmerkung von Jakob Augstein im "SPIEGEL"

Es macht (hoffentlich) nachdenklich, was Jakob Augstein heute unter der Überschrift "Anschläge in Deutschland: Mein Muslim? Dein Rassist" zur aktuellen Verbalschlacht um Attentäter schreibt. ---> HIER !


Kommentare:

  1. Jetzt wird's aber witzig:
    Die Presse baut den Mist, indem sie schräge
    Berichterstattung betreibt, und anschließend kommt
    einer ihrer Führer und beklagt sich darüber.
    Er sollte mal im "SPIEGEL" lesen...
    Oder zu "FAZ":
    Wir basteln uns einen Rechtsextremen...

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/muenchen-attentat-wir-basteln-uns-einen-rechtsextremisten-.html;jsessionid=BE4D91B1FC5EEB7CDB5D3B910E8E224C

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  2. Vor allem kommt jetzt ans Tageslicht,
    dass uns die Medien mit dem Namen "David S."
    für dumm verkaufen wollten.
    Einige Medien haben schon einen eleganten Rück-
    zieher hingelegt: Der junge Attentäter von München
    hieß mit Vornamen schlicht "Ali". Den "David"
    hat er selbst hinzugedichtet, und die Presse hat's
    ungeprüft übernommen.
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/nach-amoklauf-in-muenchen-freunde-von-david-s-nun-in-der-psychiatrie-1.3099158

    Ich stimme Leser "Mynonarius" zu:
    Erst zündeln die Medien sensationslüstern,
    und dann rufen sie uns via Augstein zu:
    Hilfe, liebe Leute, helft uns löschen.

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    1. Ich verstehe nicht, wie man sich so schlecht informieren und gleichzeitig so unfundiert gegen "die bösen Medien" anstänkern kann.

      Die Vornamensfrage des Münchener Attentäters lässt sich aus den Medien problemlos rekonstruieren.

      Die erste Zeitung, die den Täter noch in der Nacht nach dem Anschlag beim Namen nannte, war ein britisches Blatt (ich glaube Daily Mail), evtl. lag auch ein CNN-Bericht zugrunde. Jedenfalls nannte man ihn in der brit. Presse noch vor jeder behördlichen Verlautbarung "Ali Sonboly".

      Erst wesentlich später am nächsten Tag tauchte in der dt. Presse der Name "David S." auf. Dabei wurde vom Spiegel, der das als einer der Ersten vermeldete, von Anfang an klargestellt, dass man sich an die Angabe der Behörden hält und den anderswo kursierenden Vornamen "Ali" deshalb nicht benutzt.
      Das machten nichtmal alle Zeitungen so (die ZEIT z.B. nannte den Täter immer "Ali S.").

      Die bis gestern verbreitetste Erklärung besagte, der Täter heiße offiziell "David" (da er von den Behörden unter diesem Namen geführt wurde), während "Ali" aus seinem Facebookaccount stammt. Außerdem wurde gemutmaßt, der Täter sei mit dem Spitznamen "Ali" von Mitschülern aufgezogen worden oder hätte sich den Avatarnamen "Ali" in Ballerspielen im Internet zugelegt. Jedenfalls sei "David" sein eigentlicher Rufname.

      Trotzdem bürgerte sich ein, beide Vornamen zu benutzen oder wahlweise den einen oder den anderen.

      Gestern kam dann die Erklärung der SZ, die andersherum davon ausgeht, der Täter heiße eigentlich und ganz offiziell "Ali", habe sich aber den Rufnamen "David" selbst zugelegt und sei dabei so konsequent gewesen, dass ihn auch die Behörden nur unter diesem Namen kannten.

      All das lässt sich wie gesagt problemlos aus dem Netz fischen. Jegliche Medienschelte ist da vollkommen fehl am Platz.

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    2. Der übliche Wortschwall von Jorge
      verschleiert die Tatsache, dass die deutschen
      Medien teilweise bis heute "David S." schreiben,
      obwohl bekannt ist, dass er nicht so heißt.
      Er selbst hat sich diesen Namen zugelegt und
      überall angegeben, sodass sogar "Behörden" (das
      kann sonstwas sein) ohne Nachprüfung darauf
      reingefallen sind.
      Ähnliches ist mir übrigens mit dem neuen Perso
      auch passiert: Ich hatte beim Antrag versehentlich
      den falschen Geburtsort angegeben (wirklich ein
      Versehen!), und prompt steht's so falsch im neuen
      Dokument, es ist niemand aufgefallen.

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    3. Hab nix verschleiert, sondern aufgeklärt.
      Die Klarstellung der SZ kam gestern, vorher war wie gesagt die umgekehrte Version im Umlauf. Wer seitdem weiter "David" geschrieben hat, weiß ich nicht. Die "Behörden", auf die sich der Spiegel bezog, waren wohl die bayerischen Polizeibehörden, die über die Identität des Täters berichteten. Die "deutschen Medien" haben bei alledem nichts falsch gemacht und niemanden hinters Licht geführt, der lesen und Informationen bewerten kann. Es wurde ja von Beginn an alles offengelegt. Dass es hier Unklarheiten gab, ist ja der Täter schuld, nicht die Medien.

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  3. Scheinheilig. Die Tradis haben das Spiel doch erst angefangen mit ihrem obsessiven "Ali muss Islamist gewesen sein!"

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    1. Ein Münchner auf Erden29. Juli 2016 um 05:35

      Ich sag's ja immer:
      Wer wie Norbert keine Zeitung liest,
      blamiert sich selbst.

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    2. Nun ja, keine Zeitung zu lesen, heißt nicht unbedingt blöd zu sein. Da muß noch die Unfähigkeit hinzukommen, sich Informationen aus seriösen Quellen zu beschaffen.

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    3. Aha. Und was sind für Verschwörungstheoretiker Arminius "seriöse Quellen"? Internetblogs wahrscheinlch, die von Putin-Trollen gemacht werden, und solche, die AfD und der "Identitären Bewegung" nahestehen.

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