Donnerstag, 14. Juli 2016

Kanadischer Bischof spielte eineinhalb Tage lang den Obdachlosen - Es war "eine wichtige Lernerfahrung"

Ich erinnere mich, dass der Trierer Bischof Ackermann, begleitet von Kameras und Reportern, mal für ein paar Stunden einen Arbeitslosen spielte und sich zum Schein
auf dem Arbeitsamt beraten ließ und einen Antrag auf Arbeitslosengeld ausfüllte
( ---> HIER !).
Nun hat ein kanadischer Bischof mal für anderthalb Tage einen Obdach-
losen gespielt, wenn auch in der etwas milderen Variante. Darüber be-
richten viele Medien, so auch Radio Vatikan. Das vorübergehende Leben auf der Straße sei für ihn "eine wichtige Lernerfahrung" gewesen, meinte
er anschließend.
Man schaue ---> HIER und HIER !
Ich lese sowas zugegebenermaßen mit gemischten Gefühlen. Einerseits finde ich es gut, dass Bischöfe mal ins wirkliche Leben schauen (das sollte viel öfter geschehen!), aber andererseits sollte man sich nicht einbilden, mit solchen Spielchen hätte man wirklich erfasst, wie dreckig es Menschen in sozialen Notlagen gehen kann.

Kommentare:

  1. Helmut Schneider14. Juli 2016 um 15:03

    Unseren Bischöfen, insbesondere in Deutschland,
    geht es wirtschaftlich viel zu gut.
    Das hat bereits Papst Benedikt erkannt, als er
    anlässlich seines Deutschlandbesuches formuliert hat,
    das eigentliche Problem der Kirche in Deutschland
    sei ihr Reichtum.
    Es geht nicht darum, ob 9.000 oder 10.000 Euro für
    einen Single angemessen sind, es geht mehr ums Prinzi-
    pielle: Die meisten Bischöfe kommen aus Mittelschicht-
    Elternhäusern, haben nach dem Abi gleich studiert und
    sind dann die Karriereleiter hochgeklettert.
    Meiner Meinung nach sollten Bischöfe verpflichtet werden,
    alle fünf Jahre spätestens ein vierteljährliches Praktikum
    in Betrieben zu machen, beispielsweise in drei Betrieben
    je einen Monat.
    Dann würden sie auch verstehen, wo uns der Schuh drückt.
    Und sie würden weniger Papiere produzieren...

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    1. O nein, bitte nicht!
      Mal abgesehen davon, dass ich Kardinal Marx
      oder Kardinal Woelki nicht als Arbeitskollegen
      haben möchte,
      würden die in der Realität doch in Watte gepackt.

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    2. Echt, warum wollen Sie die beiden nicht als Kollegen? Also mir sind sie beide, obwohl sie sehr unterschiedlich sind, ausgesprochen sympathisch.
      Würden Sie etwa einen Tebartz lieber als Kollegen haben? :-)

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  2. Komisch: einerseits Benedikt für seine Mahnung loben, die deutsche Kirche solle sich ihrer materiellen Privilegien entledigen und ärmer werden, und andererseits den verschwenderischen Bischof Tebartz vehement verteidigen, der nun erkennbar gar nicht für Benedikts Entweltlichungs-Projekt stand.

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  3. Solche "Aktionen" sind eine peinliche Anbiederung an den pauperistischen linksgrünen Zeitgeist, mit dem solche Bischöfe dem Papst gefallen wollen. Vor der Welt mache sie sich damit nur lächerlich.

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  4. Dass der linksgrünversiffte "Mißbrauchs-Beauftrage" (ergo: Nestbeschmutzer) Ackermann solche Faxen macht, spricht Bände.

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