Mittwoch, 13. Juli 2016

Kardinal Caffarra: Bezüglich "Amoris Laetitia" irrt sich Kardinal Schönborn!

Offenbar ist es zur Zeit Mode, dass sich Kardinäle öffentlich in die Wolle kriegen; man denke nur an Kardinal Nichols contra Kardinal Sarah wegen der Zelebrations-
richtung.
Nun attackiert Kardinal Caffarra Kardinal Schönborn, der irre sich wegen "Amoris Laetitia". Schönborn hatte gesagt, die frü-
heren lehramtlichen Aussagen zu Ehe und Familie müssten nun im Lichte des neuen Papstschreibens gedeutet werden. Umgekehrt wird ein Schuh daraus, kontert Caffara, man müsse beide Seiten sehen,
und "Amoris Laetitia" müsse im Lichte der geltenden lehramtlichen Aussagen gelesen werden.

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
Wie man sieht, kommt die Diskussion über das Papstschreiben noch lange nicht zur Ruhe...

Kommentare:

  1. Sehr geehrter Kreuzknappe,

    mir ist in mehreren Texten etwas aufgefallen. Deshalb erlaube ich mir, keine Anmerkung zum Inhalt sondern zur Form zu machen.

    Sie sollten bedenken, dass Leser unterschiedliche Bildschirmauflösungen, Schriftgrößen, Zoomstufen und Schrifttypen verwenden. Somit kommt es zu Verschiebungen im Schriftbild. Führen Sie manuelle Worttrennungen durch oder fügen mitten im Satz Absätze ein, weil das bei Ihnen besser aussieht, so kann dies bei manchen Lesern durchaus nicht gut aussehen. In diesem Text ist bspw. das Wort "Zelebrationsrichtung" wie mir scheint manuell getrennt. Bei mir steht in der einen Zeile nur "Zelebrations-" und in der nächsten Zeile nur "richtung.". Zwei Sätze weiter folgt nach dem bei mir allein in einer Zeile stehenden "sehen," ein Absatz und es geht in der nächsten Zeile mit "und ..." weiter. Ähnliches findet sich im vorhergehenden und im nachfolgenden Eintrag. Vielleicht überdenken Sie Ihre bisherige Praxis.

    Gottes Segen!

    AntwortenLöschen
  2. An sich ein schönes, klares Interview mit Caffara.
    Er tut glücklicherweise nicht wieder so, als wäre an AL irgendetwas unklar.

    Das Wort "Verwirrung" kommt nur in der redaktionellen Überschrift von 1P5 und in den Fragen des Interviewers vor, und Caffara kontert das in der ersten Frage ganz geschickt und zitiert auch genau die richtige Stelle aus AL (308), wo der Papst für solche Bedenken Verständnis äußert.

    Andererseits wiederholt er nur die alten Argumente.
    Dafür war jetzt soo lange Zeit (und Caffara selbst hatte ja auch schon zu dem Thema geschrieben).
    Er zeigt sich als scharfer, aber völlig unbeweglicher und phantasieloser Denker. Als Moraltheologe ist das m.E. tödlich. Deshalb stirbt diese Art von Moraltheologie auch aus. Sie ist ja auch eigtl. schuld an der ganzen Misere.

    AntwortenLöschen
  3. Der Punkt ist: Amoris laetitia sagt, dass unter bestimmten Umständen Geschlechtsverkehr zwischen zivil wiederverheirateten Geschiedenen moralisch legitim sei. Darüber hinaus heißt es, dass das, was das Zweite Vatikanische Konzil über Ehegatten bezüglich der sexuellen Intimität gesagt hat, auch für sie gelte (siehe Fußnote 329).

    Genau.

    Die Behauptung Carrafas, das widerspreche der kirchlichen Lehre oder Tradition, sind dagegen falsch und zeugen eigtl. nur von seiner eigenen Uneinsichtigkeit. Das haben der Papst und viele andere ja nun ausführlich genug erklärt, dass das eben doch passt, ja sogar so sein muss, wenn man die kirchliche Tradition ernstnimmt.

    Und wenn Schönborn sagt, AL sei "verbindlich", bezieht er sich genau auf diesen Punkt.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================