Freitag, 15. Juli 2016

Mal wieder ganz prominente Besetzung: Kölner Liturgische Tagung 2017 mit Kardinal Sarah

Die "Kölner Liturgische Tagung" in Herzogenrath hat jetzt schon ihr Programm für den 29. März bis 1. April 2017 veröffentlicht, damit Inte-
ressierte früh genug Gelegenheit haben, sich anzumelden. Themen und Referenten finden Sie ---> HIER !

Kommentare:

  1. Die Leute von der alten Liturgie haben offenbar eine effiziente Zeitmaschine erfunden.

    Zitat:
    Freitag, 20.03.2015
    (...)
    Am Nachmittag begrüßen wir (...) S. Em. Cardinal Robert (...). Als Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation würdigt er das das Motu proprio als Wegweiser für die Liturgie der Zukunft.
    (...)
    S. Em. Robert Cardinal Sarah hat bei der Konferenz „Liturgia Sacra 2016“ in London am 5. Juli 2016 mit seinen Weisungen zur Korrektur der allgemein üblichen Zelebrationsrichtung hin zu einer verbindlichen Zelebration versus orientem für Aufsehen gesorgt.

    Da stecken über das verkehrte Datum hinaus gleich noch weitere kuriose Zeitsprünge drin: die alte Liturgie als "Zukunftsmusik"?
    Und was ist mit Kdl. Sarahs angebl. "Weisungen"? Deren Ungültigerklärung wurde einfach aus der Zeitleiste getilgt.

    Herr Kuhn hatte ja prophezeit, der Kdl. könnte 2017 evtl. gar kein Präfekt mehr sein. Ich hielt das ja für übertrieben, aber wenn er wirklich so weiter macht ...

    Die Zukunft ist jedenfalls offen für Neues. Die rückwärtsgewandte Liturgie gehört glaube ich nicht dazu.

    Herzogenrath ist aber eine Sonderwelt, in der andere Naturgesetze gelten. Da läuft die Zeit rückwärts.

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  2. Da wird dann von denen, die unter keinen Umständen Afrikaner in Deutschland haben wollen, wieder ergriffen deklamiert: "Africa docet!"...

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  3. Hannelore Meyer15. Juli 2016 um 10:44

    Ich bin mal gespannt, ob Kardinal Sarah in 2017 noch auf seinem derzeitige Posten ist. Einen führenden Kardinal an so wichtiger Stelle, der so offensichtlich Ungehorsam gegen den Stellvertreter Christi praktiziert, kann sich kein Papst leisten.
    Er könnte Kardinal Burke in den wohlverdienten Ruhestand schicken und Sarah dann auf dessen Posten als oberster Malteserritter befördern, immerhin ein extrem prestigeträchtiger Job, wo man sich nur noch in den ersten Kreisen dieser Welt bewegt.

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    1. Achwas, "Ungehorsam gegen den Stellvertreter Christi" ist viel zu pathetisch. Er hat dieses Tagungsprogramm ja nicht geschrieben. Ob er jetzt überhaupt noch dahin geht, ist auch die Frage. Außerdem wissen wir nicht, welche Weisung der Papst ihm gegeben hat.

      Richtig ist wohl, dass das Tagungsprogramm etwas "ungehorsam" erscheint, weil diese Leute ihren Lieblingsbegriff "Reform der Reform" nicht aufgeben wollen und darum lieber den Programmpunkt zwei Jahre zurückdatieren, als man sowas noch sagen durfte :)

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  4. Die Schnappatmungs-Anfälle unserer linksgrünen
    Extremkatholiken werden immer heftiger.

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    1. Das sagt einer der Oberschnappatmer...

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  5. Nanu! In den letzten Tagen wurden unsere Katholiban nicht müde, zu behaupten, Kardinal Sarah habe nur "eine Bitte" geäußert, mehr nicht, wenn die Medien geschrieben hätten, er habe Weisungen erteilt, sei das eine böswillige Erfindung der linksgrünen Lügenpresse.

    Und nun wird im Tradi-Gral Herzogenrath plötzlich (wieder) ganz offiziell von "Weisungen" gesprochen, die der Kardinal erteilt habe. So widersprechen sich die Tradis selbst.

    Was stimmt denn nun, ihr lieben Tradis, "Bitte" oder "Weisungen"???

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    1. Dazu werden sich unsere so wortgewaltigen Tradis in beredtes Schweigen hüllen.

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  6. Die Grundidee, das Motu proprio könnte zur "gegenseitigen Befruchtung" zw. alter und neuer Form des röm. Ritus führen, ist ja von Papst Benedikt selbst.

    Das fand ich urspr. mal spannend, aber diese Idee ist denke ich schon lange gestorben, weil die Alte-Messe-Anhänger sich von Anfang an total isoliert haben und ausschließlich unter sich bleiben wollen. Dadurch ist das Ganze an die Wand gefahren worden.
    Liegt gar nicht so sehr am Ritus, sondern an den Leuten, die dahin gehen. Die sind meine ich im Großen und Ganzen befruchtungsunfähig.

    Die "Schnappatmung" der Altritualisten, als man Handkommunion oder Messdienerinnen in die Alte Messe implementieren wollte oder auch nur einen gemeinsamen liturg. Kalender vorschlug, war meine ich das Todesurteil für diese "Erneuerung". Die sind völlig gegen jede Vermischung immun. Da kann man nichts "befruchten".

    Wenn jetzt umgekehrt in der normalen Messe ausgerechnet die Zelebrationsrichtung geändert werden soll (eine höchst symbolträchtige Geste, weil man es als Absage an die Volk-Gottes-Theologie des Konzils verstehen müsste), ist das vor diesem Hintergrund undurchführbar. Das wäre auch keine "Befruchtung", sondern Übernahme.

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  7. Heute hat das keine Chance mehr, mit oder ohne Kdl. Sarah. Die Vertreter auf dieser Tagung sind ja vielfach Rechtsextreme oder Judenfeinde, und das weiß mittlerweile auch jeder (außer vielleicht Kdl. Sarah).
    Letztes Jahr hielt Heinz Lothar Barth ein Referat.
    Der ist seinem eigenen Förderer Papst Benedikt damals in den Rücken gefallen, ihm war die ohnehin schwierige und (zu Recht) kritisierte benediktinische Neufassung der Karfreitagsbitte nicht judenfeindlich *genug*.
    Das ist mit dem philosemitischen Papst kaum zu machen.

    Tagungschef Rodheudt ist erklärter Anti-68er; das war vor ein paar Jahren modern, ist heute aber von der AfD besetzt und deswegen nur noch schwer vermittelbar.
    Rodheudt ist mir wegen seiner rheinischen Art eigtl. sympathisch, ist auch jovialer und intelligenter als z.B. sein Kollege Pfr. Jolie, aber gesinnungsmäßig tut sich das nicht viel.

    Gehe selbst ganz gern zu den Petrusbrüdern, ist immer ganz witzig, aber eben nicht zukunftsfähig. Und immer wieder abartig antisemitisch, jeden zweiten oder dritten Sonntag eine böse Stichelei in Predigt oder Lesung gegen "die Juden" ist mir auf Dauer unangenehm. Lieber linksgrün als sowas.

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  8. Möglicherweise fällen einige ein Urteil
    über die Kölner Tagung, ohne jemals dabei gewesen
    zu sein.
    Aber das ist ja beliebte Praxis in gewissen Kreisen.
    Ich war einmal mit dabei und kann die Veranstaltung
    mit gutem Gewissen nur empfehlen.

    http://www.kathnews.de/der-priester-als-alter-christus-ein-anderer-christus

    Das war eine echte Bereicherung.

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  9. Ordinariatsgeschädigter15. Juli 2016 um 16:37

    Das wird immer so bleiben:
    Auf der einen Seite die Meckerer, auf der anderen
    Seite die Fans.
    Dieser hier ist jedenfalls auch ganz begeistert:

    https://einfachentfachend.wordpress.com/2014/04/08/eindrucke-von-der-16-kolner-liturgischen-tagung-in-herzogenrath/

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