Dienstag, 12. Juli 2016

So kommt man ins Gespräch: Pfarrer Andreas Süß sitzt auf blauem Sofa in der Fußgängerzone!

Wenn man in Bensberg donnerstags vormittags zur Marktzeit durch die Fußgänger-
zone geht, sieht man von 11 bis 12 Uhr dort ein großes blaues Sofa, und auf dem sitzt ein Priester.
Die Idee, auf diese Weise mit den Bürgern (also nicht nur mit Kirchgängern) ins Gespräch zu kommen, hatte Pfarrer An-
dreas Süß
, und das Kölner "domradio" schreibt ausführlich darüber ---> HIER !

Auch seine Fragebogenaktion an 5.000 katholische Haushalte ist sicher eine Aktion, die einige (wieder) neugierig macht auf das, was "katholische Kirche" heißt... ---> HIER !
Übrigens hat Pfarrer Süß mit seiner Sitz-Aktion einige Vorbilder, so z.B. den Kölner Weihbischof Ansgar Puff - der bietet auch einmal wöchent-
lich eine "outdoor-Sprechstunde" auf den belebten Treppen zum Dom an. ---> HIER !

Wenn es sich bei solchen Ideen nicht nur um einmalige Strohfeuer handelt, dann finde ich das gut. Es gibt viele (leider meistens ungenutzte) Möglich-
keiten, Kirche wieder positiv in den Blick zu bringen. - Wenn man denn wirklich will...

Kommentare:

  1. Ein Münchner auf Erden12. Juli 2016 um 12:02

    Da liegt vieles im argen!
    Die Priester stehen in der Kirche und wundern sich,
    wenn nur wenige kommen.
    Wo sind bloß die begeisterten Hirten geblieben,
    die auf die Marktplätze gehen und das Wort Gottes
    auf moderne Weise verkünden?
    Nicht jeder muss so toll wie damals Pater Leppich
    sein, das "Maschinengewehr Gottes".
    Aber viele Priester machen auf mich den Eindruck,
    als verständen sie sich als Liturgie-Beamte.

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    1. Traditionstreuer12. Juli 2016 um 12:43

      Es ist genau umgekehrt. Die Kirche hat nicht zu den Leuten zu gehen, das birgt immer die Gefahr, dass sie sich dem jeweiligen Zeitgeist und Mainstream anpasst. Sondern die Leute haben zur Kirche zu gehen. Die Welt soll kirchlich werden, nicht die Kirche weltlich. Also ist der Ort des Priesters in der Kirche und keineswegs auf dem Marktplatz.

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  2. Entscheidend ist, ob man Vorbild ist und glaubwürdig
    rüber kommt. Wenn ein Priester nur Theater spielt,
    wird er nicht weit kommen. Ist er aber ein echter Seel-
    sorger, geht er wie der biblische Hirte auch seinen
    verlorenen Schafen nach.

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  3. Bei aller Liebe zur Tradition u d Überlieferung - Jesus hockte auch nicht im Tempel und wartete darauf, dass Jünger zu Ihm fänden...

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