Mittwoch, 27. Juli 2016

"Süddeutsche Zeitung" mit Vorwürfen gegen Erzbistum Bamberg: Alterssitz für Ex-Bischof für 1,2 Millionen Euro?

Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, hat man dem ehemaligen Bamberger Erzbischof Dr. Karl Braun einen großzügigen Alterssitz errichtet, für 1,2 Millionen Euro, und das angeblich auch noch aus Mit-
teln einer kirchlichen Stiftung, die eigentlich für bedürftige Familien Wohnungen erbaut.  Keine angenehme Geschichte! - Weiß jemand was darüber?

Man schaue ---> HIER und HIER !
Wenn ich das richtig sehe, ist die Höhe der Ausgaben erst in zweiter Linie kritisiert worden, der eigentliche Stein des Anstoßes ist die Finanzierung aus Stiftungsmitteln, wenn das so stimmt.

Nun könnte man da sicher noch mehr ähnliche Fälle finden und z.B. die Frage stellen, was es alles in allem kostet, den ehemaligen Mainzer Erz-
bischof Lehmann weiter im offiziellen Bischofshaus wohnen zu lassen, während für seinen Nachfolger eine Extra-Wohnung hergerichtet wird. 
--> HIER !

Kommentare:

  1. Für 1,2 Millionen kriegt man heute gerade mal einen Anbau einer mittleren Kindertagesstätte.

    AntwortenLöschen
  2. Mit anderer Leute Geld (Kirchensteuer-
    einnahmen!) lässt sich gut bauen, das sieht man
    auch an so manchem Pfarrhaus und Ordinariat.
    Bei uns waren in 22 Jahren drei Pfarrer, und
    jedesmal wurde heftig saniert, Wände abgerissen,
    die Räume neu aufgeteilt usw. Der Umbau allein
    für den letzten Pfarrer soll 68.000 Euro betragen
    haben.
    Wenn man für einen Ex-Bischof 1.200 000 Euro für
    seinen Ruhesitz investieren kann, ist das erstaunlich.
    Wir haben für unsere fünfköpfige Familie ein 140-
    Quadratmeter-Haus für 221.000 Euro gebaut, vor vier
    Jahren.
    Ich finde sowas einfach ungehörig!

    AntwortenLöschen
  3. Ich könnte ausrasten,
    wenn ich da z.B. lese, dass der Altbischof
    dort keine Miete zahlt.
    Aber noch schlimmer ist die Aussage, dass im
    Haus drei (!!!) Schwestern wohnen, die sich
    um ihn und um seinen Haushalt kümmern.
    Das darf doch wohl nicht wahr sein,
    eine Ordensschwester hätte doch wohl genügt?!

    AntwortenLöschen
  4. Warumm soll ich Christus fūrchten, wenns Bischöfe doch auch nicht tun

    AntwortenLöschen
  5. Schön, dass sich hier Tradis und Modernisten mal selten einig sind. Eine unsägliche Sache ist das!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also, ich finds halb so wild.
      So wie Drobinski das in der SZ darstellt, war das ein normales Grundstücksgeschäft, bei dem der em. Bf. von der Expertise seiner Ex-Mitarbeiter und die Stiftung vom vermuteten baldigen Tod des Bischofs profitiert.
      Ein wenig klüngelartig sicherlich, aber nichts wirklich Weltbewegendes.

      Dass die Ordensschwestern zu dritt im Hinterhaus wohnen, ist auch kein Aufreger. Ordensschwestern leben nunmal lieber im Dreierpack als allein bei einem alten Herrn. So haben sie neben ihrer Arbeit ein eigenes Kommunitätsleben und sind nicht bloß "Haushälterinnen", sondern eine vollwertige Gemeinschaft (es ist auch gar nicht gesagt, dass alle drei Schwestern dem Bischof dienten und nicht die ein oder andere auch noch etwas anderes tat). Also völlig ok.

      Löschen
    2. Jorge,
      wie war das noch mal?
      Ihrer Meinung nach hat das Bistum dabei
      auf den baldigen Tod des Bischofs spekuliert?
      Interessante Aussage,
      und im Falle einer ungeklärten Todesursache
      ein Fall für den Staatsanwalt.

      Löschen
    3. Das Geschäftsmodell ist doch bei Drobinski gut erklärt:

      Der Bau ist letztlich eine Spekulation, durchaus mit makabrer Note: Stirbt der Erzbischof früh, fällt das Haus schnell an die Stiftung, lebt er lange, zahlt sie drauf. Steigen die Immobilienpreise ordentlich, kommen irgendwann die Kosten zurück, zumindest teilweise.

      Kritikpunkt ist auch nicht dieses Geschäftsmodell, sondern die zu enge Verbandelung der Beteiligten, weil es so zu gegenseitigen Beeinflussungen oder Interessenkonflikten kommen könnte.

      Löschen
  6. ein Kirchenmann27. Juli 2016 um 19:36

    Drei Nonnen?
    Ich finde, selbst eine Nonne wäre da zu viel!
    Der hohe Herr hat garantiert eine Pension von mehr
    als 6000 Euro monatlich, da wäre es auch sozial
    sinnvoller, einen ordnungsgemäß angemeldeten Arbeits-
    platz für eine Haushälterin zu stellen. Das wäre
    wieder eine Arbeitslose weniger, und die Nonnen
    könnten anderswo in ein Kloster, was sicher auch
    dringend ist, da viele Klöster schon unter fehlenden
    Nonnen leiden und geschlossen werden müssen.
    Also: Keinerlei Verständnis für solche Spirenzchen!
    Papst Franziskus würde die Hände über dem Kopf
    zusammenschlagen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dass Franziskus das kritisch sähe, mag ja sein.
      Aber man kann trotzdem davon ausgehen, dass die Schwesterngemeinschaft selbstverständlich eine gerechte Gegenleistung für die Servicedienste erhält. Sei es in Form von Gehältern oder auch als Sachleistung, etwa mietfreier Wohnung.

      Löschen
  7. Es handelt sich ja um das Geld einer Stiftung,
    die beürftigen Familien helfen soll.
    Ein Bischof mit einer Wohnung von fast 350
    Quadratmeter ist sicher alles andere als bedürftig.
    Wie die "SZ" schreibt, hätte man für das Geld
    locker 10 Wohnungen für Familien bauen können.
    Manchmal kann man gar nicht so viel essen,
    wie man k..... möchte.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist wohl der Hauptkritikpunkt.
      Andererseits war es offb. der em. Bf. selbst, der den sozialen Zweck dieser Stiftung sehr stark gefördert und wieder in den Vordergrund gerückt hatte, nachdem er schon fast vergessen war. Deshalb ist das vllt. nicht soo tragisch, wie es sich zuerst anhört.
      Man müsste halt nachsehen, ob der satzungsmäßige Stiftungszweck solche etwas riskanteren Grundstücksgeschäfte explizit ausschloss oder nicht. Wenn nicht, wäre es wenigstens formal völlig in Ordnung.

      Ein Klüngelgeschmack bleibt natürlich, aber ob der angesichts der Leistungen des Bischofs für die soziale Wirksamkeit dieser Stiftung so schwer wiegt, dass man einen Skandal daraus machen soll, weiß ich nicht.

      Löschen
  8. Das ist ja wie beim Skandal-Kardinal Bertone, dem Ratzinger-Intimus. Bei solchen Bischöfen wird einem speiübel. Die haben schlicht ihre Berufung verraten. Zum K...

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.
=============================================