Mittwoch, 27. Juli 2016

Theologie-Professor: "Viele Priester haben die Menschen nicht wirklich gern!"

Wenn man ein engagierter Seelsorger ist, könnte man das vielleicht sogar als beleidigend empfinden, was der Pader-
borner Pastoraltheologe Prof. Dr. Herbert Haslinger verkündet hat: Bei vielen Priestern spüre man, "dass sie die Menschen nicht wirklich gern haben".
Viele Priester hätten außerdem den "Blick für den Dienst am Menschen verloren", wird er zitiert; man schaue ---> HIER und HIER !

Ich weiß ja nicht, mit welchen Priestern der Professor Umgang hat, um das so einzuschätzen oder auf welche wissenschaftlichen Umfragen er sich da stützt, aber mir würde ganz spontan eher einfallen, dass bei einigen Theo-
logie-Professoren manche Christen das Gefühl haben, dass die Professoren die Menschen und die Kirche nicht wirklich gern haben.  

Dass es für Seelsorger, denen man Großgemeinden und Pastoralverbünde an den Hals gehängt hat, nicht gerade einfach ist, viele persönliche Ge-
spräche zu führen, liegt wohl auch auf der Hand. Die Personalausstattung der Pfarrgemeinden kann man aber wohl kaum dem einzelnen Priester zum Vorwurf machen, oder...?

Kommentare:

  1. Da steckt sein Berghütten-Konzept dahinter,
    er will weg von der Versorungsmentalität der Pfarr-
    gemeinden und hin zum Dienstleister:
    "Gemeinden sind stattdessen in Analogie zu einer Berghütte zu gestalten. Unter diesem Leitbild erweist sich eine Gemeinde als „gute“ Gemeinde, wenn Menschen sie verlässlich an ihren Lebenswegen und Lebensorten antreffen; wenn Menschen sie mal regelmäßig, mal unregelmäßig, mitunter auch nur in schwierigen Situationen ansteuern können, um dort das zu bekommen, was sie für ihre Lebenswege brauchen; wenn Menschen in ihnen so lange da sein können, wie es ihnen gut tut"

    https://www.herder-korrespondenz.de/heftarchiv/69-jahrgang-2015/heft-6-2015/zur-konzeption-der-pastoralen-praxis-in-gemeinden-vom-einfamilienhaus-zur-berghuette

    Statt Berghütte könnte man auch "McDonalds" einsetzen.
    Wenn dich der kleine Hunger überfällt, holst du dir
    einen Snack, und weg bist du wieder.
    Prima für Priester - dieses Modell macht sie zu
    unverantwortlichen Servicebeamten. Es genügt, wenn sie
    da sind, wenn einem mal danach ist. Und wenn nicht,
    auch gut.
    Mit der Gemeinde Jesu scheint mir das genau Null
    zu tun zu haben.

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  2. Haslinger wörtlich: "Ja, es ist erst einmal
    meine persönliche Wahrnehmung und ich habe keine
    empirischen Belege dafür".
    Na toll, und dann macht man so ein Aufhebens davon.
    Einem Studenten hätte man das um die Ohren gehauen,
    von wegen unwissenschaftlich.

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