Samstag, 16. Juli 2016

Türkei-Drama: Versuchter Militärputsch gegen Erdogan! - Als Folge "Säuberung" beim Militär

Ein auch für Deutschland als Bündnispartner vielleicht noch etwas spannendes Ereignis:
In der vergangenen Nacht hat es in der Türkei
den Versuch eines Militärputsches gegeben.
Nähere Einzelheiten des Dramas finden Sie
---> HIER und HIER und HIER und HIER
und HIER !

Man wird heute in den nächsten Stunden erst sehen, wie die Lage dort wirklich ist. Staatspräsident Erdogan hat jedenfalls schon hartes Durchgreifen und eine "Säuberung" beim Militär angekündigt...

Kommentare:

  1. Man stellt sich hierzulande doch die Frage,
    wie es sein kann, dass die Bevölkerung so geschlossen
    hinter Erdogan steht und entscheidend dazu beigetragen
    hat, den Putschversuch zu stoppen.
    Gilt da vielleicht: Die dümmsten Kälber wählen ihren
    Schlachter selber?
    Ich weiß es wirklich nicht und blicke nicht durch,
    aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Türkei in
    keine gute Zukunft marschiert.

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    1. @Sebastian
      Die ungute Zukunft hat bereits begonnen. Über 2700 Richter wurden eben mal so von Erdogan und Co. vor wenigen Stunden ihrer Ämter enthoben. Wo bitte soll da ein Zusammenhang zu dem Putsch sein? Als ob all diese über 2700 Richter was damit zu tun hätten. Das sieht nach politischer Säuberung aus. Da kam der Putsch anscheinend gerade recht :-(

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  2. Die Türken sind nicht alle von Erdogan begeistert,
    aber besser der als eine ungewisse Zukunft mit
    einer Militärregierung. Das Volk steht hinter Erdogan,
    weil der es verstanden hat, den Nationalstolz wieder
    aufzupäppeln. Wir Türken sind jetzt wieder wer,
    und sogar Mama Merkel muss nach Erdogans Pfeife tanzen,
    sonst lässt der Millionen von Flüchtlingen durch.

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    1. @Murat A.
      Wer da nach wessen Pfeife zukünftig tanzen wird, wird sich noch zeigen. Ist ja nicht so, dass Erdogan die Flüchtlinge aus leuter Menschenfreundschaft zurückhält. Er bekommt dafür Milliarden. Milliarden, die er dringend braucht. Die türkische Wirtschaft besteht teilweise aus Luftblasen, die bei einer Krise sehr schnell platzen können. Beispielsweise der Immobilienmarkt und die Tourismusbranche. Meine diesbezüglichen Informationen beziehe ich übrigens nicht von Bild usw., sondern von internationalen Zeitungen, die man eher als konservativ und neoliberal ausgerichtet bezeichnen kann. Dort werden diese "Luftblasen" bereits seit über einem Jahr thematisiert.

      "Wir Türken sind jetzt wieder wer,
      und sogar Mama Merkel muss nach Erdogans Pfeife tanzen,
      sonst lässt der Millionen von Flüchtlingen durch."

      Das klingt, als wären Ihnen die Flüchtlinge sch...egal. Ich hoffe ich irre mich und Sie denken nicht so menschenverachtend. Diese Flüchtlinge sind kein Faustpfand und kein Erpressungsmittel. ES SIND MENSCHEN! Menschen, die Hilfe brauchen und nicht einen irren Potentaten, der sie als Erpressungsmittel benutzt. Und ich hoffe, dass kein einziger Türke darauf stolz ist, wenn Menschen so benutzt werden. Daraus kann man keinen Stolz beziehen.

      Ich selbst empfinde übrigens den "Flüchtlingsdeal" von Merkel mit Erdogan beschämend.

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  3. Erstaunlich, erstaunlich:
    Sonst ist Erdogan doch immer gegen Demonstrationen,
    jetzt ruft er sogar dazu auf.
    Ich bin nur mal gespannt, was Merkel heute dazu
    erklären wird. Und auch von Kardinal Woelki wird
    dringend ein Statement erwartet...

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  4. Ein Putsch gegen Erdogan hätte nur Chancen,
    wenn der amerikanische Geheimdienst mitspielt.
    Die aber haben daran kein Interesse.

    http://www.rationalgalerie.de/home/tuerkei-putsch-nicht-ohne-usa.html

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  5. Bei der "Tagesschau" online
    hat man die Notbremse gezogen und die Möglichkeit
    für Leser, einen Kommentar abzugeben, unterbrochen.
    Weder führende Medien noch unsere Politiker
    wollen sich bei Herrn E. unbeliebt machen.

    http://meta.tagesschau.de/id/113808/erdogan-kuendigt-reinigung-der-armee-an

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  6. Soso, ein Putsch mit fünf Panzern
    und zwei Flugzeugen...?!
    Mittlerweile gibt es auch schon Journalisten,
    die einen schrecklichen Verdacht äußern,
    was dahinter steckt:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article157090810/Der-eigentliche-Putsch-beginnt-jetzt-erst.html

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    1. @Schreiberling

      So weit, wie der Welt-Artikel würde ich nicht gehen. Eines spricht auch dagegen: Incirlik Air Base

      Dort sind die deutschen Soldaten stationiert, die nicht besucht werden durften. Erdogan hat absolut verhindert, dass in den letzten Wochen ein deutscher Politiker dort hingehen konnte.

      Das spricht für mich eher dafür, dass er wusste, dass ein Putsch bevorsteht - aber den genauen Zeitpunkt nicht kannte - und daher verhindern wollte, dass sich ausgerechnet dann ein deutscher Politiker dort aufhält. Immerhin wurde die Incirlik Air Base sofort nach Beginn des Putschversuches hermetisch von regierungstreuen Truppen abgeriegelt. Keiner kam mehr raus und keiner mehr rein. Ist auch verständlich. Dort sind Atomwaffen gelagert. Sowas überlässt Erdogan nicht putschenden Militärs. Wäre zu der Zeit womöglich von der Leyen usw. anwesend gewesen, dann hätte sich Erdogan auch noch darum kümmern müssen diese Personen umgehend auszufliegen oder aber einen ziemichen Wirbel (politisch und diplomatisch) abbekommen. Und das hat er durch sein Besuchsverbot vermieden.

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  7. Mittlerweile ist die Situation geklärt. Der stümperhafte Putschversuch von wem auch immer, hat Erdogan einen klassischen Reichstagsbrand beschert. Jetzt wird er einigen hunderttausend Türken einen Asylanspruch in Deutschland generieren.

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