Montag, 1. August 2016

Die Kölner Pro-Erdogan-Demo: Sind türkische Mitbürger auch noch 50 Jahren nicht integriert?

Man liest jetzt viel Kluges über die gestrige Demo pro Erdogan in Köln. Um erst mal einen Anhaltspunkt über die Menge der Teilnehmer zu bekommen: Die Demonstranten kamen keineswegs nur aus Deutsch-
land, sondern sind aus halb Europa angereist; statistisch gesehen haben weniger als ein Prozent der Deutsch-Türken daran teilgenommen.
Aus der Vielzahl der Presseartikel habe ich vier verlinkt, die mir aufgefallen sind. Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Wie man nicht nur an den Begründungen zur Teilnahme an der Demo sieht: Die Menschen haben sehr verschiedene Brillen auf, was die Wahr-
nehmung der "Realitäten" betrifft. Dazu gehört auch, dass jetzt mal wieder die Diskussion hochkocht, wie integriert "die Türken" in Deutschland eigentlich sind. Was man ganz unwissenschaftlich im Alltag beobachtet, bestätigt sich in einer Studie: Viele Deutschtürken fühlen sich auch nach Jahrzehnten in Deutschland immer noch abgelehnt und als Bürger zweiter Klasse ---> HIER !
Ich formuliere mal ganz subjektiv: Das wird auch so bleiben, denn zur Änderung dieses Zustandes gehören zwei, die Deutschtürken und ihre deutschen Nachbarn und Kollegen. Als Lehrer habe ich mit einigen hundert "türkischen" Eltern zu tun gehabt und die große Brandbreite ganz hautnah erfahren, von denen, die sich gar nicht integrieren wollen bis hin zu den vielen, die mehr integriert sind als manche Deutsche, um es mal salopp zu sagen. - Kleines Beispiel: In unserem kleinen Wohnort kann man mühelos ein halbes Dutzend vollverschleierte Frauen herumlaufen sehen...

Kommentare:

  1. Ein Münchner auf Erden1. August 2016 um 06:28

    Da wird fast jeder mühelos ähnliche Beispiele
    anführen können. Unsere türkischen Nachbarn
    haben beispielsweise nach dem Einzug vor fünf
    Jahren keinerlei Signale gesendet, dass sie KOntakt
    haben wollen.
    Dagegen habe ich einen türkischen Arbeitskollegen,
    der überall mitmacht, auch in meiner Alte-Herren-
    Mannschaft.

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    1. Ja, so sehe ich das auch,
      es liegt an jedem selbst.
      Wer in ein anderes Land geht, muss von sich
      aus die Initiative ergreifen.
      Bei uns in der Straße wohnen Türken,
      da muss die Ehefrau immer fünf Schritte
      hinter dem Mann hergehen.
      Er kann einigermaßen Deutsch, aber
      sie kann fast gar nichts, sie hat auch
      keinen Deutschkurs besucht, so viel ich weiß.

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  2. Wer will, der hat keine Probleme,
    sich zu integrieren.
    Es gibt ja schon längst z.B. Bundestagsabgeordnete
    aus den Reihen der Deutsch-Türken!

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  3. @Kreuzknappe:

    Interessensfrage: In Ihrem kleinen Ort ein halbes Dutzend vollverschleierte (Deutsch-)Türkinnen? Oder ist das nur etwas missverständlich formuliert bzw. um wen handelt es sich möglicherweise tatsächlich?

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    1. Ja, so ist es. Mindestens ein halbes Dutzend
      hier bei uns; es sind Deutsch-Türkinnen.

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