Montag, 1. August 2016

Gedenken an ermordeten Priester: Muslime bekommen in der Heiligen Messe vom Priester Brotstückchen gereicht!

Es ist gut, wenn sich Muslime und Christen nach dem bru-
talen Mord an dem französi-
schen Priester solidarisch zeigen. Wenn ökumenische Wortgottesdienste im Ge-
denken an ihn stattfinden,
ist das auch erst einmal gut, wobei es wie immer auf die Details ankommt.
Dass man aber, wie in Italien geschehen, Muslime ausdrücklich zu einer Heiligen Messe, zu einer Eucharistiefeier einlädt, will mir nicht in den Kopf - da gäbe es doch nun wirklich andere Möglichkeiten genug!

Und wie man bei den nachfolgenden Linktipps sieht, bleibt es ja nicht bei herzlichen Umarmungen, sondern der Priester in der Kirche "San Nicola
di Tolentino" in Ventimiglia
hatte auch noch die Idee, den Muslimen statt des Leibes Chrsti während der Eucharistiefeier symbolische Brotstückchen zu reichen. - Also ich finde so ganz spontan aus dem Bauch heraus, nicht nur wegen der Missverständlichkeit übertreibt er es da doch ein bisschen!

Artikel in "La Stampa" ---> HIER !
Daraus vergrößertes Foto ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ich habe keinerlei Ahnung vom Kirchenrecht,
    aber das ist doch wohl verboten?!

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  2. Das geht gar nicht!
    Ein Friedensgruß, wie er im Link zu sehen ist,
    hätte vollkommen genügt.
    Diese alberne Eucharistie-Simulation ist ein
    Greuel!

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    1. Eine Täuschung, welches etwas vortäuschen soll
      Diese Eucharistie-Simulation mit Andersgläubigen, welche etwas vortäuschen soll, ist ein Greuel, ein gleiches, anderes Greuel ist zum Beispiel die imitierten Homoehe, einfach eine Simulation, Täuschung, welche was Falsches, Nachgemachtes ist.

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    2. Die Homo-Ehe mag für Sie vom Standpunkt des kath. Ehesakraments ein "Greuel"sein. Sie ist aber staatliches Recht. Das haben auch Sie zu respektieren. Sonst müssen Sie nach Polen oder so auswandern.

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  3. Ob es verboten ist, kann ich so nicht sagen, aber dazu müsste sich der Bischof der Diözese äußern. Zumindest wurden die Muslime nicht zur heiligen Kommunion eingeladen. Vielleicht wollte der Priester auch die orthodoxe Praxis des Antidoron aufgreifen, welches an jeden ausgeteilt werden kann, da es nur gesegnetes Brot, nicht aber der gewandelte Herrenleib ist. Das müsste auf jeden Fall geprüft werden.

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    1. Der Hinweis auf das ANTIDORON
      ist ein guter Tipp,
      allerdings in der römisch-katholischen Kirche
      so nirgendwo vorgesehen.

      Video dazu:
      https://www.youtube.com/watch?v=7iO4OjICuiY

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    2. Ja, und eben deshalb muss das geprüft werden.

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    3. Kirchenrechtlich strikt untersagt ist es in der Tat seit ewigen Zeiten, während der Eucharistiefeier etwas zu essen (ausgehend von 1Kor 11,34). Ich kriege immer zuviel, wenn ich Messbesucher mit Kaugummi sehe, denn auch das ist natürlich verboten.

      Allerdings gilt dieses Verbot (wie alle kirchenrechtlichen Vorschriften) selbstverständlich nur für Gläubige, nicht für andersgläubige Gäste. Die müssen sich nur an die üblichen Anstandsregeln für das Verhalten in fremden Gotteshäusern halten.

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  4. Das sind spektakuläre - auch gutgemeinte - Aktionen.
    Was mich umtreibt, ist die Frage, wer auch kirchlicherseits sich um die zweifellos schwerst traumatisierten Zeugen des Kirchenüberfalls und Rituals kümmert, an sie denkt, für sie betet und sie besucht etc.
    Diese Menschen haben den Überfall erleben müssen, wurden durch die beiden Mordbuben verängstigt, wurden Zeuge der Niedermetzelung einer Person sowie der öffentlich vollzogenen Hinschlachtung des Priesters ohne helfen zu können, mussten mit der eigenen Ermordung auf ähnliches rechnen und schließlich wurden die beiden Mörder unmittelbar aus ihrer Geiselgruppe heraus erschossen.
    Das ganze muss für jeden Beteiligten ein einziger Albtraum sein.
    Wer gedenkt ihrer und wer behandelt sie?

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  5. Dass es sich um einen skandalösen Vorgang handelt,
    belegt schon die große Aufmachung in der Zeitung.
    Da hat der Reporter offenbar mehr vom Katholizismus
    verstanden als jener Pfarrer.
    Gut gemeint ist eben noch lange nicht gut.

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    1. Nein, der ital. Artikel in "La Stampa" berichtet betont positiv über die Messe in Ventimiglia. Der Brotritus wird allerdings nur in der Bildunterschrift erwähnt.

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  6. Meine Güte, jetzt macht euch mal wieder locker. Der Priester hat eindeutig symbolische Brotstückchen gereicht, nicht den gewandelten Leib des Herrn. Damit bewegt er sich absolut innerhalb des Kirchenrechts. Brotstückchen kann er jedem reichen, auch jedem Atheisten.
    Euch passt vor allem die grundsätzliche Richtung nicht, dass die Kirche überhaupt die pöhsen Muslime einlädt.

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  7. Wenn ökumenische Wortgottesdienste (...) stattfinden,
    ist das auch erst einmal gut, wobei es wie immer auf die Details ankommt. Dass man aber, wie in Italien geschehen, Muslime ausdrücklich zu einer Heiligen Messe, zu einer Eucharistiefeier einlädt, will mir nicht in den Kopf (...).


    Da J. Hamel während der Messe ermordet wurde, finde ich es eigtl. ganz logisch und nachvollziehbar, dass den musl. Vertretern das Beiwohnen einer Messe angeboten wird.

    Der ital. Pressebericht macht auch deutlich, dass die musl. Gäste einfach nur dasaßen und zugehört haben und am Gottesdienstgeschehen bis auf den Friedensgruß und den Gastfreundschaftsritus mit den Brotstückchen nicht beteiligt waren:

    Nella chiesa di San Nicola di Tolentino i musulmani si sono seduti nei primi tre banchi in silenzio, in raccoglimento, hanno seguito tutto il rito.
    "In der Kirche St. Nikolaus in Tolentino nahmen die Muslime in den ersten drei Bänken Platz und verfolgten still und konzentriert das gesamte Gottesdienstgeschehen."

    "Ökumenisch" im engeren Sinn wäre ein interreligiöser Wortgottesdienst auch nicht; "Ökumene" bezieht sich ja in erster Linie auf die Einheit unter Christen, weniger bzw. nur im übertragenen Sinn auf interreligiöse Beziehungen.

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    1. Superbegründung, Jorge:
      Weil der Priester während der Messe ermordet wurde,
      sei es logisch, dass den Muslimen die Teilnahme
      an einer Messe angeboten wird.
      Da können wir aber von Glück sagen, dass er nicht
      während einer Beichte den Hals durchgeschnitten bekam.
      Das wäre dann doch mal was Neues,
      Muslime, die beichten gehen.

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    2. Ich finde die Begründung sehr schlüssig.
      Hamel wurde bei dem für Katholiken zentralen liturgischen Akt umgebracht. Die beste Möglichkeit zu demonstrieren, dass das schrecklich ist und man sich davon distanziert, ist die stille Teilnahme von Muslimen an genau so einer Messe. Das ist symbolträchtiger als alle Gedenkreden oder Erklärungen. Von daher ist sowohl der Wunsch der musl. Vertreter, die Messe zu besuchen, als auch die Einladung der Katholiken gerade in diesem Fall hervorragend zu verstehen und als Zeichen selbsterklärend.

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  8. Tipp eines Katholiken1. August 2016 um 12:18

    Da das "Antidoron" ein Sakramentale ist, darf es auch nur an Gläubige ausgeteilt werden - für gewöhnlich an solche, die nicht für die Hl. Kommunion disponiert sind - , aber eben an GLÄUBIGE!

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    1. Dieser Brotritus ist nat. kein "Antidoron", das war ja nur eine Analogie, die @Natalie hier in den Sinn kam. Es ist einfach ein allgemeinverständlicher Ritus der Gastfreundschaft, der sich bei einer Messe auch geradezu aufdrängt, weil die Christen da ja auch geheiligte Brotstückchen essen. Was wäre also sinnfälliger, um die Einheit und Gastfreundschaft mit den Religionsgenossen der Mörder zum Ausdruck zu bringen, als ihnen Brotstückchen anzubieten? Ein gelungeneres Zeichen der Wiedergutmachung kann es gar nicht geben.

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  9. Um "Mynonarius" zu ergänzen:
    Man stelle sich nur vor, der Priester wäre während
    einer Pilgerreise ermordet worden. Dann würde man
    die Muslime also am besten zu dieser Pilgerreise
    einladen...

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