Dienstag, 30. August 2016

... und schon ist die Luft raus aus dem Anti-Zölibats-Artikel: Was ein Leserbrief bewirken kann!

Jeder hat so seine Jugendsünden begangen; ich habe ein paar Jahre (auch auf Bundes-
ebene) in der Politik mitgearbeitet. Da lernt man so allerlei "Tricks" und Kungeleien, z.B. wie man diesen oder jenen ausbootet.
Ernüchtert habe ich dann doch lieber die Flucht ergriffen; das war auf Dauer nichts
für mich.
Ich habe aber sehr viel gelernt über den Politikbetrieb. Unter anderem wurde es zuweilen intern abgesprochen, wer wie auf eventuell ungünstige Artikel durch Leserbriefe reagiert. Den hohen Aufmerksamkeitswert dieser Zuschriften hatte man schon längst erkannt. --  Gut, dass die Kirche nicht alles organisiert, auch nicht intern. Aber manchmal würde man sich wünschen, dem einen oder anderen Unsinn in den Medien würde von engagierten Katholiken widersprochen. Damit kann regelrecht die Luft raus sein aus einem etwas einseitigen Artikel.

Ein kleines Beispiel, das mir zufällig heute begegnet ist. Schon die Schlagzeile ist aufschlussreich: "Katholiken stellen Zölibat in Frage". - Na, da wüssten wir aber was davon...
Man lese den Artikel und den tollen Leserbrief ---> HIER !
Vielleicht ist das eine Ermunterung, nicht immer zu schweigen, sondern mal eine katholische Meinung anzubringen. Rein statistisch nehmen übrigens weniger als ein Prozent (!) der Leser per Leserkommentar Stellung (beim Kreuzknappen stimmt der Prozentsatz auch)...

Kommentare:

  1. Na klar, die Redaktioen drucken die Zuschriften
    nicht aus Nächstenliebe ab. Es gibt wissenschaftliche
    Untersuchungen, welche Sparten besonders häufig
    gelesen werden. Die Leserbriefe gehören dazu.
    Und - etwas makaber - die Todesanzeigen...

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  2. Sie haben Recht, der verlinkte Leserbrief
    ist ein Paradebeispiel und fand ja auch schon
    weitere Zustimmung, wie man sieht.
    Also aufraffen und die Meinung sagen!
    Das ist übrigens eine Aufgabe, die den Laien
    in der Kirche ausdrücklich aufgetragen ist.
    Aber die wollen lieber um den Altar herum-
    stehen...

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    1. Beleidigungen sind hier unerwünscht,
      auch solche gegen den Blogger.

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