Donnerstag, 29. September 2016

Bischof Oster: Die Kirche ist mitschuld daran, dass die Katholiken kaum noch beichten gehen!

Er gibt zu, was viele ebenso sehen, was aber nur ungern zugegeben wird: Die katholische Kirche trägt selbst eine Mitschuld daran, dass die Katholiken kaum noch beichten gehen! 
Gerade berichtet "katholisch.de" über einen Artikel in der "Tagespost", in dem der Passauer Bischof Stefan Oster der Kirche eine Rüge erteilt: Es mangele
an einer "Katechese und Verkündigung, 
die sich wirklich aus Schrift und Tradition speist"
Soll heißen:  Die Kirche macht den Leuten nicht mehr klar, dass unser Leben der Ernst-
fall ist, dass es laut Jesus um nicht weniger geht als um die Frage, ob wir das ewige Heil erlangen oder nicht. Es fehle "ein Bewusstsein von der Größe, Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes", ein Umstand, den die kirch-
liche Katechese mitzuverantworten hat. 

Wo die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen nicht mehr klar formuliert wird; fehlt mittlerweile sogar Basiswissen über die Kernthemen unseres Glaubens. ---> HIER und HIER !
Wie nachlässig zum Teil mit dem kostbaren Beichtsakrament umgegangen ist, mögen auch die nachfolgenden wenigen Beispiele demonstrieren; man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Nur schade, dass Bischof Oster so gestelzt formuliert.
    Der KREUZKNAPPE bringt es aber auf den Punkt.
    Warum reden unsere Hirten nicht Klartextm, so dass
    man sie versteht?

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  2. Das ist ja anerkennenswert und nett,
    was Bischof Oster da schreibt.
    Ich frage mich nur, warum er so etwas nicht
    dort anbringt, wo eine Änderung herbeigeführt
    werden kann, nämlich in der Bischofskonferenz.
    Erst vorige Woche war Herbst-Vollversammlung
    in Fulda - dort hätte er dafür kämpfen sollen
    statt hier gesalbte Worte loszulassen,
    die nichts ändern.

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  3. Etliche Pfarrer haben selber keinen Bock mehr
    auf Beichte, wie der Link des KREUZKNAPPEN zeigt.
    Wie kann dann in den Pfarreien eine gute Beicht-
    erziehung rauskommen?
    Bei uns ist es so, dass unser Pfarrer die Bußgottes-
    dienste regelrecht anpreist, und nebenbei wird dann
    von ihm verkündet, wer wolle (mit einem leichten
    Lächeln über solche Leute), der könne natürlich auch
    zum Beichtgespräch kommen, nach Absprache...
    So kriegt man das Bußsakrament auch kaputt!

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  4. Was haben Sie gegen Bußgottesdienste? Schuld gibt es nicht nur psychologisierend-individuell, sondern erst recht in sozialen Bezügen. Das wird durch solche Gottesdienste aufgenommen.

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  5. Ich denke, Theodora geht es um eine BESCHRÄNKUNG auf Bußgottesdienste, die ja durchaus unverbindlicher sein können als eine Beichte - hängt natürlich von der Haltung des einzelnen ab. Beides könnte ja durchaus gepflegt werden.
    Aber Tendenz ist doch eher insgesamt, dass man von Sünde und Buße nichts mehr hören will, sondern eher für jegliche eigene Handlung eine "Vorab-Absolution" nach dem Motto: du machst schon alles richtig, bleib wie du bist. Und der bequemste Weg für viele Pfarrer ist dann natürlich, dies auch so zu verkünden, auch um nicht "altmodisch" zu erscheinen...
    Das schreibe ich nicht als eine, die schon immer routinemäßig gebeichtet hat, sondern die durch einen wunderbaren, begnadeten jungen Seelsorger wieder zur Beichte gefunden hat - nach ca.30 Jahren! - und die jetzt die Beichte wieder schätzen lernt...

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  6. Ich habe auch eine mehrjährige "Beichtabstinenz" hinter mir.
    Ich bin durch meine Frau, die ich dann gottlob kennen lernte, wieder zur Beichte gekommen.

    Ich kann die Beichte nur jedem von Herzen empfehlen, denn ich habe sie als nicht etwa "psychologische Sitzung" [wie ich früher irrtümlich glaubte], sondern als das, was sie in Wirklichkeit ist, erlebt: SAKRAMENT (=Gnadengeschenk), das durch Christus selbst bzw. den Heiligen Geist unmittelbar an und in mir wirken kann.

    Wir gehen ca. 1-2mal jährlich in einem ca. 1 Autostunde entfernten Benediktinerkloster beichten.

    Es sind immer wieder andere Patres unterschiedlichsten Alters, aber KEIN Beichtvater dort hat uns enttäuscht.

    Ich schätze inzwischen dort die Atmosphäre eines Beichtgespräches in einem Beichtzimmer mit Bibel, Kerze und Kreuz, unter das ich buchstäblich meine Sünden legen kann.

    Ängste vor Indiskretion sind mir da fremd, vielmehr berichte ich dem jeweiligen Beichtvater sogar gelegentlich kurz vom konkreten positiven Wirken Gottes im hl. Beichtsakrament.

    Für die Kirchengemeinden in den pastoralen Räumen würde ich vorschlagen, unbedingt neben der weiteren Möglichkeit zur anonymen Beichte auch Beichtzimmer bereit zu stellen.

    Beichte könnte man in den einzelnen Kirchen reihum neben bzw. im Rahmen einer 1-2stündigen nachmittäglichen Andacht vor dem ausgesetzten Allerheiligsten anbieten.

    Wenn da wirklich niemand käme, könnte der Priester währenddessen z.B. in Stille sein Brevier beten.

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  7. Nachtrag:
    Die nachmittägliche Andacht empfehle ich auf den Sonntag oder ggfs. auch den Samstag Nachmittag zu legen.

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  8. Als icn es noch nicht für möglich hielt, je wieder einen Beichtstuhl zu betreten, sagte der oben erwähnte Priester auf die Frage, ob denn zu den regelmäßig (am Samstag) angebotenen Beichtzeiten (damals ein Novum in unserer Gemeinde!) überhaupt jemand käme: Vor Ostern z.B. waren schon einige Leute da, auch sonst...Aber wenn niemand kommt, entmutigt mich das nicht. Das Warten im Beichtstuhl ist für mich ein Bild für die wartende Barmherzigkeit Gottes." Wie sehr mich das berührt hat! So hatte ich das noch nie gehört. Ein paar Wochen später: meine erste Beichte nach 30 Jahren - s.o.
    Dieser Priester hat solche Sätze auch nie theatralisch oder belehrend gesagt. Eher so wie nebenbei, als würde er etwas ganz Selbstverständliches, "Normales" sagen...

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    1. Diasporakatholik2. Oktober 2016 um 13:59

      Kann ich gut nachvollziehen.
      Kardinal Meissner hat auch einmal in ähnlicher Weise über das Beichtsakrament gesprochen.

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