Donnerstag, 1. September 2016

Der Essener Generalvikar sieht Frustration und Lethargie "auf allen Ebenen" der Kirche

            Predigt und Linktipps zum 23. Sonntag C (4.9.): Heute gegen Abend online!

Ach, es ist alles ja soooo schlimm in der Kirche! - Der Essener General-
vikar Klaus Pfeffer
jammert öffentlich, nachzulesen bei "kirchensite.de".  Es gebe "viel Unzufriedenheit" und es "brodelt gewaltig", erfahren wir da.
---> HIER !

Nur jammern hilft aber nicht weiter, finde ich. Man erfährt auch nichts Näheres, insofern ist sein Statement wenig aussagekräftig. Aber vielleicht ist es ja so, dass es mit einem ganz bestimmten Kirchenbild nicht so recht voran geht? --  Immerhin erfuhren wir von ihm eine "Kirchenvision", die "rosa, fluffig, süß und klebrig" ist, wie ein Bloggerkollege es formulierte. Auch bei seinem Auftritt bei "Kirche von unten" erlebte er eher eine Art Hinterzimmer-Katholizismus, was die Menge der Teilnehmer betraf.
Und Kardinalstaatssekretär Parolin wurde von ihm gleich belehrt, dass die Kirche sich an den "Lebensrealitäten" - was immer das auch sein mag - zu orientieren habe.

Tja, bei den Realitäten scheint der Herr Generalvikar inzwischen selbst auch allmählich angekommen zu sein. - Nachdem das Modell der Wischi-waschi-Kirche mit "Wir wollen es allen recht machen" offenbar immer weiter in den Abgrund führt: Wie wär's denn mit eigenem Umdenken und dem Versuch, als Kirche zur Abwechslung mal klare Linie zu zeigen?
Eine Kirche, die mit der Zeit geht, geht mit der Zeit, lautet der bekannte Spruch. Wer dem Zeitgeist hinterher hechelt, wird nur kurzfristig Erfolg haben, denn dieses Angebot lockt kaum noch hinter dem Ofen hervor,
das kriegt man woanders auch.

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Der Generalvikar sollte sich auch mal fragen,
    inwieweit die deutschen Bischöfe den von ihm bejammerten
    Zustand mitverursacht haben.
    Man schaue sich nur mal die Themen an, die unsere
    Bischöfe demnächst auf ihrer Vollversammlung besprechen.
    Wie aufregend....!
    Themen wie etwa "Wie können wir den Glauben noch
    besser verkünden" oder "Wie verbessern wir die Medienarbeit"
    oder "Wie gewinnen wir Ausgetretene zurück?" sucht man
    vergebens.
    http://www.dbk.de/no_cache/presse/details/?presseid=3197

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  2. Wo und wie kümmert sich die Kirche denn
    um ihre Schäfchen?
    Viele Pfarrer verbringen mehr Zeit für Bürokratie,
    Fortbildungen und Sitzungen als mit Seelsorge.
    In unserer Nachbarpfarrei bringt der Pfarrer keine
    Krankenkommunion mehr, das macht ein Laie.
    Das sei zu zeitaufwendig, meinte die Sekretärin.

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  3. Frust kriege ich höchstens,
    wenn ich solche weinerlichen Statements von
    hochbezahlten Kirchenleuten lese.
    Wenn euch - hoffentlich - der Zustand der Kirche
    in Deutschland Sorgen macht, dann gebt doch endlich
    mal Gas!
    Auch das Durchblättern der Programme von katholischen
    Bildungswerken in Deutschland zeigt, wie linksgrün
    und zeitgeistig die Kirche geworden ist.

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  4. Was soll dieses Gejammer. Die Kirche in Deutschland zeigt sich doch gerade in der Flüchtlingskrise von ihrer besten Seite. Die Menschen arbeiten im Ehrenamt, die Bischöfe zeigen klare Kante im Sinne des Evangeliums. Das ist Kirche wie sie sein soll. Nehmen wir uns bloß kein Beispiel an der Kirche im Osten Europas, die mit rechten Parteien gemein machen und eine unsägliche Abschottungspolitik unterstützen.

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  5. Man mag von dem Generalvikar halten, was man will, aber wenn der letzte Satz (Menschen suchten anderswo nach Spiritualität, weil sie "bei uns zu wenig oder gar nichts mehr von Gott erfahren".) nicht nur Floskel, sondern einer Selbsterkenntnis entsprungen wäre, bliebe ja zu hoffen, dass die bischofskonferenzliche Auswertung des Dialogprozesses ein Bedürfnis über die Krabbelgruppen-bis-Seniorenkaffee-Geselligkeit hinaus entdeckt.

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  6. Generalvikar Klaus Pfeffer warnte davor, nur über (...)
    "die Bischöfe" zu lamentieren, ...
    Stimmt, das wäre zu einfach.
    Dass Menschen anderswo nach Spiritualität suchen,
    ist sicher so.
    Aber er sagt auch und räumt damit ein: weil sie
    "bei uns zu wenig oder gar nichts mehr von Gott erfahren".

    Und dies genau haben die Bischöfe und Priester zu verantworten.

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