Freitag, 9. September 2016

Prof. Sternberg (ZdK) macht Exkommunikation von Kirchensteuer-Sündern zum Thema

Gestern regte sich Prof. Sternberg (ZdK) über das heute neu erscheinende Buch "Letzte Gespräche" auf; die Kritik von Papst Benedikt an Missständen in der Kirche Deutschlands sei zu pauschal. Den Verkaufs-
zahlen des Buches von Peter Seewald wird's jedenfalls gut tun...!
Interessant ist aber, dass Sternberg nebenbei die Kirchensteuer wieder in die Diskussion bringen will. Diese wirke "ausgesprochen segensreich"
in Deutschland, und die automatische Exkommunikation der Kir-
chensteuer-Verweigerer (sprich: der Ausgetretenen) sei darin begründet, dass man als Kirchenmitglied auch Zahlungen leisten müsse.

Damit umgeht er allerdings auffällig das eigentliche Problem: Zwischen Zahlungen leisten und zur Zwangsabgabe verpflichtet sein ist nun doch ein Unterschied! - Zahlungen leisten auch Kirchenmitglieder in anderen Ländern, in denen es keine solche Kirchensteuer gibt.
Der springende Punkt:  Wenn jemand ausdrücklich wegen der Höhe der Kirchensteuer aus der Kirche austritt, ist er dann kein Katholik? 
Und warum plädiert das ZdK ständig dafür, bei wiederverheiratet Ge-
schiedenen jeden Einzelfall zu prüfen (was ja richtig ist) und mit den Betroffenen seelsorgerliche Gespräche zu führen, aber bei den Ausge-
tretenen reicht es gerade mal zu einem nachträglichen bösen Brief?

Kann es sein, dass man, wenn's ums Geld geht, knallhart reagiert, ansonsten ist man aber ausgesprochen milde?
Macht man es sich da nicht auch ein bisschen einfach? ---> HIER !  

Kommentare:

  1. Ein Münchner auf Erden9. September 2016 um 06:18

    Das bezweifle ich keine Sekunde lang,
    dass die Kirchensteuer ausgesprochen segensreich
    für Prof. Sternberg und das ZdK ist...!

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  2. Wenn ich Jahr für Jahr Millionen an Kirchen-
    steuern für das ZdK bekommen würde,
    müsste ich auch so argumentieren...

    http://www.zdk.de/organisation/generalsekretariat/

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  3. Das deutsche Kirchensteuersystem ist ungerecht.
    Der kleine Mann und sogar die arme Witwe
    bekommt es einfach automatisch abgezogen und
    kann sich nur durch Austritt wehren,
    und die Großen finden Steuerschlupflöcher und
    sparen sich das weitgehend bzw. lassen es sich
    als Ausgaben verrechnen.
    Ich bin Alleinverdiener und zahle bei 2.600
    Euro brutto monatlich ca. 28 Euro Kirchensteuer,
    das ist ganz schön happig,
    denn ich kriege ja kaum was dafür.

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    1. Kriegen Sie wirklich kaum etwas für Ihre 28€ monatlich?
      Zumindest doch 4 -5 Gottesdienste am Sonntag od. Samstag in einer sauberen, geschmückten und in der kalten Jahreszeit geheizten Kirche mit Orgelmusik und bereitgestellten Gebetbüchern.

      Auf die Zahl der mit Ihnen zusammen teilnehmenden Angehörigen wird dabei im Gegensatz zu sonstigen weltlichen Veranstaltungen nicht geachtet.

      Von den übrigen kirchlichen Angeboten will ich gar nicht reden.

      Es liegt halt an Ihnen, ob und wie oft Sie i.d.R. eintrittsfrei(!) teilnehmen.

      Also, lieber erst einmal nachdenken, bevor man solche Stammtischparolen absondert.

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  4. Die bezeichnenderweise von Hitler eingeführte Kirchensteuer ist Satans effektivste Strategie, die Kirche klein zu kriegen. Ich bin aus diesem Verein, der NICHT die Una Sancta ist, schon vor vielen Jahren ausgetreten und fühle mich seither erst richtig katholisch. Benedikt habe ich hier auf meiner Seite.

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