Freitag, 23. September 2016

Rede an Journalisten: Meint Papst Franziskus, Zeitungen sollten nicht die Wahrheit schreiben?

Papst Franziskus hat es mit
der Angst. Oft war sie Thema in seinen Ansprachen, etwa, wenn er Beichtväter darauf hinwies, sie sollten nicht zu streng sein und keine Angst machen, oder wenn er betonte, man solle kei-
ne Angst vor der Beichte haben (wobei ich bezweifle, dass Angst der Grund ist, warum Katholi-
ken der Beichte fernbleiben  ---> HIER !)
.

Gestern hat er zu italienischen Journalisten gesprochen und auch ihnen erklärt, sie sollten den Menschen keine Angst machen.
Sie sollten sich davor hüten, schreibt "Radio Vatikan" über seine Rede, "die Ängste der Menschen etwa vor Flüchtlingen zu schüren" ---> HIER ! 

Wie soll man denn das verstehen? - Unterstellt der Papst den Journalisten, sie würden die Angst vor Flüchtlingen bewusst anstacheln, anheizen, pro-
vozieren?  - Pardon, aber das scheint mir eher nicht der Fall zu sein!
Oder sollte das ein deutlicher Hinweis sein, über bestimmte Themen und Sachverhalte nicht alles zu schreiben, was man weiß bzw. was man eigent-
lich schreiben müsste?

Oder  - und das wäre meine bevorzugte Interpretation -  darf man die Worte des Papstes einmal mehr nicht allzu eng auslegen...?!

Kommentare:

  1. Das ist doch klar zu verstehen:
    Papst Franziskus fordert die Journalisten auf,
    z.B. über die Flüchtlinge nicht alles zu schreiben,
    weil das sonst die Bürger aufregen und ängstigen
    könnte. Wenn es also Straftaten aus dieser Gruppe
    gibt, einfach wegschauen, als wenn nichts passiert
    wäre!

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  2. Nun das Motiv, das man nicht alle Antworten geben kann, da ein Teil die Būrger beunruhigen könne, ist ja immerhin weit verbreitet.

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  3. Schreit da etwa der Getroffene auf? Franziskus meint genau das, was auch Blogger wie der Kreuzknappe betreiben, einseitige Berichterstattung mit dem Ziel, Ängste zu schüren und eine Stimmung im Land zu vergiften und den Rechtspopulisten in die Karte zu spielen.

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  4. Wir selbst helfen auch in einem Arbeitskreis
    mit, der den hier im Städtchen untergebrachten
    Flüchtlingen hilft, z.B. durch Fahrten, durch
    Hilfe bei der Bürokratie usw.
    Aber beim Papst - und z.B. bei Kardinal Woelki -
    ist das Augenmaß völlig verloren gegangen.
    In Köln durfte z.B. das berühmte Flüchtlingsboot,
    das nicht durch die Domtür passt, nicht zersägt
    (und nachher fachmännisch neu verleimt) werden,
    und zwar - wörtlich! - "aus Ehrfurcht" vor den
    Flüchtlingen und ihrem Schicksal.
    Der Papst hat auch in anderen Bereichen schon
    lange jedes Augenmaß verloren, und nun sollen
    die Journalisten auch noch falsch berichten.

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  5. Ich kenne keinen einzigen Journalisten,
    der durch seine Artikel Angst vor Flüchtlingen
    schürt.
    Mehr ist zu dieser Bemerkung des Papstes
    eigentlich nicht zu sagen.

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  6. Mal wieder so ein Sprechblase aus Rom.
    Einfach vergessen!

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