Donnerstag, 22. September 2016

Stadtdekan Johannes zu Eltz bald als neuer Bischof von Mainz - nur ein Gerücht?

Seit Pfingsten ist nach dem altersbedingten Rücktritt
von Kardinal Lehmann der Bischofssitz von Mainz vakant. Immer wieder gibt es Gerüchte, die Position werde baldmög-
lichst wieder besetzt; zuletzt wurde gemunkelt, Kardinal Müller (derzeit Präfekt der Glaubenskongregation) wer-
de vom Papst quasi dorthin abgeschoben, damit im Vatikan durch diesen Schachzug der Weg frei würde für den vom Papst besonders geschätzten Kardinal Schönborn ---> HIER !
Gestern wurde mir zugetragen, ein Westerwälder Pfarrer habe in einer pfarrlichen Versammlung erklärt, als neuer Bischof von Mainz sei Johannes Graf von und zu Eltz vorgesehen (das Adelsgeschlecht ist be-
kannt durch die herrliche Burg Eltz). 

Wie das so mit Gerüchten ist - es kann stimmen oder auch nicht.
Manchen ist Johannes zu Eltz durch die schier endlosen Streitereien um den früheren Limburger Bischof Tebartz-van Elst bekannt oder durch seine "progressiven" Äußerungen über die "klerikale Ära", die bald vorbei sei.

Von der kirchenpolitischen Linie her könnte das passen mit Johannes zu Eltz für Mainz, aber warten wir einfach mal ab...
Einige Infos zur Person gibt's z.B. ---> HIER und HIER und HIER und HIER und Video HIER !
Ich selbst habe ihn im Rahmen eines längeren Glaubenskurses erlebt, wo er einen recht sympathischen Eindruck hinterließ, so wie auch sein Hund, der wie ein Messdiener bei der Heiligen Messe in der Hauskapelle mit einzog und sich während des ganzen Gottesdienstes vorbildlich benahm... 

Kommentare:

  1. @ Herr Kreuzknappe

    Wie können Sie mich heute am Morgen so erschrecken????????????

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  2. Diözesaner Bürohengst22. September 2016 um 11:04

    Es ist zumindest verwunderlich,
    dass ein Pfarrer dies in seiner Pfarrei zum der-
    zeitigen Zeitpunkt lauthals verkündet.
    Ansonsten stimme ich zu - von der kirchenpolitischen
    Ausrichtung her könnte das passen,
    allerdings hat Johannes zu Eltz - oder wer auch sonst -
    in jedem Falle einen schweren Start bei den großen
    Fußstapfen, die sein sehr beliebter Vorgänger hinter-
    lassen hat. Lehmann bleibt übrigens weiterhin im
    Mainzer Bischofshaus wohnen, ein pikantes Detail am
    Rande.

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    1. Das ist überhaupt nicht "pikant", sondern der Tatsache geschuldet, dass Kardinal Lehmann seit vielen Jahren körperlich sehr krank ist und sich kaum noch bewegen kann. Zudem hat er mehrere 10.000 Bücher in seinem Bischofshaus. Es ist nur barmherzig, dass man ihm in dieser Situation einen Umzug nicht mehr zumuten wollte.
      Nur Tradis "wittern" dahinter gleich wieder etwas "Kirchenpolitisches". Dass Lehmann aber, trotzdem er ein hoch intellektueller Theologe war, zugleich ein beliebter und volkstümlicher Bischof wie kaum ein zweiter war, können auch die Tradis durch ihr dauerndes Bashing nicht ändern...

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    2. Hä???
      Wie meinen Sie?
      Lehmann beliebt???????????
      Bei wem wohl??????????

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    3. Bei Ihnen sicherlich nicht. Aber bei 90% des ganz normalen katholischen Volks, das sich nicht am rechten Rand tummelt. Bei seiner Veranschiedung aus dem Bischofsamt war ganz Mainz auf den Beinen. Das schafft kaum ein anderer Bischof, außer dem ähnlich populären Woelki vielleicht.

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    4. googlekontenloser meint:
      Handelt es sich bei den von @marius zitierten "90 % des ganz normalen katholischen Volkes, der sich nicht am rechten Rand tummelt" etwa um jene 90 %, die Sonntags nicht zur hl. Messe gehen?

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  3. ... das würde auch erklären, warum sich der
    derzeitige Frankfurter Stadtdekan ganz entgegen seiner
    Gewohnheit in den letzten Monaten mit seinen zuweilen
    recht pointierten Stellungnahmen öffentlich zurückgehalten
    hat!

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  4. Ich halte es für ausgesprochen unklug,
    dass der Pfarrer das hinausposaunt,
    da stimme ich dem diözanen Mitarbeiter und seinem
    Kommentar zu.
    Ich frage mich nur, ob das überhaupt stimmen kann,
    denn Johannes zu Eltz hat doch selbst vor einiger
    Zeit erklärt, dass er kein Bischofsamt anstrebe!

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    1. Anstreben tut er das vielleicht nicht - aber wenn er vom Heiligen Vater gerufen wird, gebietet ihm der Gehorsam zu gehen. Im übrigen gefiel mir seine kurze, pointierte Antwort auf eine Frage des Reporters unmittelbar vor der Übertragung der Bischofsweihe. Der Reporter wollte wissen, warum man im 21. Jahrhundert denn noch die Kirche brauche. Dekan zu Eltz sagte: "Weil wir GOTT brauchen."

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  5. Moment mal!
    Dann haben wir in Zukunft also gleich zwei
    Bischöfe von Mainz, na prima!
    Kardinal Müller und Stadtdekan Johannes zu Eltz,
    wirklich ein "Dream-Team"....

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  6. In den Monaten der Diskussion im Bistum Limburg
    über die "Sünden" des ehemaligen Bischofs ist mir
    Johannes zu Eltz immer wieder unangenehm aufgefallen.
    Die Vehemenz, mit der er Tebartz-van Elst angriff
    und dabei auch nicht vor Frontalangriffen auf den
    Papst zurückschreckte, stößt mir heute noch auf.
    Ich würde den Mainzern wünschen, dass sie ihn nicht
    zum Bischof bekämen.

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    1. Ich glaube das auch nicht. Dazu hat sich Dekan zu Eltz in der Causa Tebartz zu kritisch gegen den damaligen Bischof exponiert. So etwas vergißt man im Vatikan nicht, auch wenn man dort durchaus anerkennt, dass der Stadtdekan in der Sache nicht falsch gelegen war.

      Nach wie vor halte ich die Rochade mit Kardinal Müller für viel plausibler. Müller ist Mainzer, kennt Stadt, Land und Leute, ist wie Lehmann ein renommierter akademischer Fachtheologe und zudem noch genuiner Lehmann-Schüler, er hat bei ihm promoviert. Über ein protestantisches Thema (Theologie Bonhoeffers), was ihn für die ökumenisch sehr offene Diözese Mainz ebenfalls prädestiniert.

      Und der Papst könnte dann für die Glaubenskongregation einen Chef seines Vertrauens berufen, was für diese wichtige Position auch selbstverständlich ist. Benedikt hatte seinem Nachfolger Müller ja quasi vorgesetzt. Als er ihn dorthin berief, hatte er den Entschluss zum Rücktritt längst für sich selbst gefällt.

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  7. Es gibt Leute,
    die Johannes zu Eltz für problematisch halten,
    weil er die Protestantisierung der katholischen
    Kirche vorantreiben wolle:

    http://www.freiewelt.net/reportage/altes-interview-wirft-neues-licht-auf-kritik-an-limburger-bischof-10016667/

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/im-gespraech-gabriele-scherle-und-johannes-zu-eltz-natuerlich-gehoert-der-islam-zu-deutschland-11070440.html

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  8. Werter Kreuzknappe,
    Sie haben mit Ihrem Artikel einigen
    kircheninternen Wirbel verursacht!

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  9. Kardinal Lehmann war einer beliebtesten Bischöfe in Deutschland und natürlich sehr beliebt in Mainz!! Woher kommt die Info, Johannes zu Eltz würde Bischof von Mainz werden? Die kirchenpolitische Linie wäre sympathisch ... Es spricht jedoch auch viel dafür, dass der derzeitige Mainzer Weihbischof Dr. Udo Bentz das Rennen als Mainzer Bischof macht. Er ist im Übrigen der Wunschnachfolger Lehmanns. Lehmann war der Wunschnachfolger von dessen Vorgänger Kardinal Volk.

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