Sonntag, 9. Oktober 2016

17 "Neue": Wird man bei Papst Franziskus Kardinal, weil man am richtigen Ort wohnt?

Klar überspitze ich da mal wieder, aber es ist auch nach offizieller Lesart bei einigen Profi-Kommentatoren so, dass Papst Franziskus bestimmte Gegenden bevorzugt und z.B. die Italiener bei Kardinalsernennungen ver-
nachlässigt. Bald ist es also wieder so weit;
17 "Neue" wird es geben ---> HIER und HIER und HIER !

Andererseits: Warum nicht? Früher haben die Italiener die Pöstchen und Posten im Vatikan fast unter sich verteilt, und jetzt läuft's mal anders rum...

Kommentare:

  1. Es ist schon ziemlich lächerlich,
    wenn völlig unbekannte und kirchlich unbedeutende
    Bischöfe wie der von Mauritius; dort gibt es
    maximal 300.000 Katholiken.
    Das unausgesprochene Motto: Hauptsache, den Italienern
    eins auswischen!
    Jeder kann sich ausrechnen, wie ranghohe Vatikan-Mitarbeiter
    aus Italien auf diese ständigen Demütigungen reagieren:
    mit innerer immigration und Dienst nach Vorschrift
    oder mit Sabotage z.B. durch bewusstes Liegenlassen
    von bestimmten Vorgängen.

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    1. Es ist also eine "Demütigung" für ranghohe Vatikan-Mitarbeiter aus Italien, wenn sie nicht zu Kardinälen ernannt werden??

      Eigentlich lese ich immer, dass Ehrgeiz und Karriere für Kleriker völlig fremde und ferne Kategorien seien... :-)

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    2. Semper Catholicus9. Oktober 2016 um 19:31

      Man lese nur einmal wo die neuen Kardinäle so herkommen:
      Zentralafrikanische Republik - Lesotho - Mauritius - Venezuela - Bangladesh - und als "Krönung", man glaubt es nicht: Papua-Neuguinea, wo heute noch der Kannibalismus blüht.

      Nicht zu fassen. Das sind die "Ränder", von denen der Papst so gerne redet. Eine Kirche der Primitiven wird selber primitiv...

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    3. Bei dem unsäglichen Kommentar des Semper Catholicus fragt man sich, wie grenzdebil gewisse Tradis sind. Aber es ist anzuerkennen, daß der Knappe sowas freischaltet, damit jeder sehen kann, wie die Tradis ticken.

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    4. @ Semper Catholicus, 9. Oktober 2016 um 19:31

      Also, ich denke mal, dass die Katholiken in Papua-Neuguinea keine Kannibalen sind.
      Abgesehen davon ist es abscheulich, jemanden deshalb, weil er nicht in Europa (oder allenfalls Nordamerika) lebt, als primitiv zu bezeichnen. Der durchschnittliche IQ der "Primitiven" in Neuguinea ist übrigens höher als der Durchschnitts-IQ der Europäer. Wer unter den widrigen Bedingungen, unter denen viele Papuas leben müssen, überleben will, muss nämlich deutlich gewitzter sein als ein Europäer, der mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde.

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  2. Wenn man den sehr informativen GELBEN Link
    des KREUZKNAPPEN gründlich liest, erkennt man unschwer,
    dass die Kardinalsernennung unter Papst Franziskus zum
    kirchenpolitischen Ränkespiel verkommt: Er hievt völlig
    unbedeutende Leute ebenso in die Position der Papstwähler
    wie auch seine getreuesten Ja-Sager-Bischöfe z.B. aus
    den USA.
    Was hat das noch mit dem eigentlichen Verständnis
    von Kardinälen zu tun?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kardinal

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    1. Und was hat es mit dem "eigentlichen Verständnis von Kardinälen" zu tun, wenn man, wie v.a. unter dem vorigen Papst üblich, ebenso völlig unbedeutende Leute mit den Kardinalsbirett versehen hat, bloss weil sie auf einer sog. "bedeutenden" Cathedra zu sitzen gekommen sind, die - "weil es halt schon lange so war" - einen Kardinal als Bischof haben?
      (Ich nenne nur mal das Stichwort "Wien" in den späten 80er Jahren... Viele weitere Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum - München, Berlin, Köln - ließen sich nennen.)

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  3. Einen interessanten Hintergrundartikel
    liefert der ZDF-Rom-Korrespondent Jürgen Erbacher:

    http://blog.zdf.de/papstgefluester/2016/10/09/papst-17-neue-kardinaele-im-november/

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