Sonntag, 16. Oktober 2016

Ärgerliche Politik-Anweisung: Wenn die Polizei den Martinszug nicht mehr sichern darf...

Egal ob bei Bundesliga-Spielen oder bei Demonstrationen: Die Polizei ist meistens mit dabei, teilweise sogar mit mehreren Hundertschaften - und das kostet die Steuerzahler eine Menge Geld.
Angesichts dessen wirkt es
für viele Bürger doch etwas be-
fremdlich, wenn ausgerechnet zur Sicherung von Martinszügen die Polizei nicht mehr eingesetzt werden soll, wie man aus verschiedenen Ankündigungen entnehmen kann, wie z.B. die des Innenministers von Nordrhein-Westfalen oder aktuell die des Bür-
germeisters der Stadt Olpe. ---> HIER und HIER !
Am Beispiel Olpe kann man dann auch sehen (Brief des Bürgermeisters ---> HIER !), wie grotesk das im Einzelfall werden kann: Da wird den Kindergärten und den Kindern die Freude regelrecht verdorben, wenn es da ohne Begründung heißt, die Polizei stehe nicht mehr zur Verfügung und die Veranstalter des Martinszüges seien für alles haftbar, was passieren kann, was bei Unfällen durch rücksichtslose Autofahrer vielleicht fatale Folgen haben könnte...

Der Bürgermeister von Olpe will für Martinszüge die Nutzung der Straße nicht mehr genehmigen; stattdessen fordert er die Leute, die dieses schöne Brauchtum weiter erhalten wollen, allen Ernstes auf,  diese Umzüge nur noch "auf Gehwege oder auf das eigene Grundstück" zu verlegen...!
Aber offenbar gibt es da einen kleinen Trick, mit dem man solchen Bürokraten ein Schnippchen schlagen könnte: Der Kölner Stadtdechant Robert Kleine, der sich auch sehr über dieses Polizei-Verbot geärgert hat ("da wird auf Kosten der Kleinsten gespart, die sich das ganze Jahr auf ihren Martinszug freuen"), hat einen pfiffigen Rat an die Veranstalter von Martinszügen: Meldet den Martinszug nicht als Martinszug an, sondern als Demonstration für Nächstenliebe, denn bei allen Demos muss die Polizei mitgehen...!  ---> HIER !
Im übrigen ist es oft sehr wirkungsvoll, wenn man z.B. mit Protestver-
sammlungen
und Unterschriftslisten gegen unsinnige Verbote vorgeht...


Kommentare:

  1. Es ist ungeheuerlich und unverschämt,
    was der deutsche Amtsschimmel da wieder von sich gibt!
    Wenn ich den LINK richtig verstanden habe,
    rudert man seitens des Landes Nordhein-Westfalen schon
    wieder zurück, aufgrund der Proteste.
    Nun sind die empörten Bürger in Olpe am Zug...!!!

    AntwortenLöschen
  2. Wiedermal viel Lärm um nichts ...

    Als Bayer kann ich sagen, dass diese Regelung keinerlei Einfluss auf Umzüge & Co hat. Hier ist es üblich, dass keine Polizei anwesend ist, die Absicherung übernimmt immer der Veranstalter und sollte mal eine größere (Durchgangs-)Straße gesperrt werden müssen, übernimmt das die Freiwillige Feuerwehr und die Sache ist geregelt.
    Und es wird doch wohl niemand behaupten , dass es in Bayern an Umzügen etc mangelt.

    AntwortenLöschen
  3. Ich kann nur den Kopf schütteln
    über diese Entscheidung des Bürgermeisters von Olpe!
    Der richtige Weg wäre gewesen, die bekannten Ver-
    anstalter von Martinszügen frühzeitig zu einem Gespräch
    am Runden Tisch einzuladen, um gemeinsam mit der Polizei
    nach Lösungsmodellen zu suchen.
    Einen Martinszug auf dem Bürgersteig zu veranstalten,
    mitsamt Pferd und Reiter, das ist ja wohl eine richtige
    Schnapsidee.
    Bei der nächsten Kommunalwahl sollte man daran deutlich
    erinnern!

    AntwortenLöschen
  4. Vielleicht sollte man in Olpe mal Geld sammeln
    gehen, damit die noch einen weiteren Polizisten
    anstellen können...?!
    Olpe - ist das ein Ortsteil von Schilda...?
    :-)

    AntwortenLöschen
  5. Wie von Leser "Gallowglas" geschildert,
    sorgt auch bei uns die Feuerwehr für die Sicher-
    heit und sperrt einfach für die Zeit des Umzuges
    die Straßenabschnitte nach und nach ab,
    und fertig!

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
=================================================================================