Mittwoch, 5. Oktober 2016

Auweia! - Wenn im "SPIEGEL" ein Artikel über die blutrünstigen Kreuzzüge steht...

... dann darf dem durchaus in Teilen widersprochen werden. Eine einzige Quelle wird zitiert, nämlich der britische Histori-
ker Thomas Asbridge.
Demnach wateten die Kreuz-
fahrer z.B. beim Gemetzel in Jerusalem förmlich so sehr im Blut, dass sie es vom Geruch her kaum noch ertragen konnten... ---> HIER !

Ich habe nicht vor, mich lange mit solch einseitigen Ansichten aufzuhalten, sondern verweise einfach mal auf ein paar Internetquellen, die das ein wenig anders sehen, um es vorsichtig auszudrücken.
Man schaue mal ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER  !
Mit anderen Worten: Wer die obigen Links studiert hat, ahnt sicher, dass jeder Geschichtsstudent zu der blutrünstigen Geschichte im "SPIEGEL" einiges zu sagen hätte, was nicht heißt, dass ich Gewalt gut finde. Jerusalem hatte damals ca. 10.000 Einwohner, und die Bürger waren vor dem Eindringen in die Stadt aufgefordert worden, diese zu verlassen...

Kommentare:

  1. Dumm gelaufen für den "SPIEGEL"...!

    Die Leser quittieren solche Storys entsprechend.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article149511803/Warum-der-Spiegel-erstmals-Stellen-streichen-muss.html

    http://meedia.de/2016/07/20/ivw-blitzanalyse-der-zeitschriften-top-50-der-spiegel-verliert-62-prozent-die-landlust-9-prozent/

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  2. Hahaha, so ungefähr wie die Russen vor den Bombardierungen in Aleppo, ja? Die Verantwortung liegt also bei den Toten, die sich als Lebende geweigert haben, die Stadt zu verlassen. So wäscht sich Tradi die Hände in Unschuld. Ein paar Links in den Text und er kann sich wieder gemütlich dem Familienkaffeekränzchen widmen. Ich frage mich allerdings schon, wie man mit dem Evangelium einen (Angriffs-)Krieg rechtfertigen kann...

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  3. Helmut Schneider5. Oktober 2016 um 08:34

    Danke für die hilfreichen Linktipps!
    Im Grunde ist es allen (außer dem SPIEGEL) seit Jahrzehnten
    bekannt, dass die Kreuzzüge eine Gegenreaktion auf die brutalen
    Angriffe seitens der muslimischen Eroberer waren.
    Erfreulich, dass dies in den verlinkten wissenschaftlichen
    Expertisen auch so gesehen wird.
    Der Judenstern hat übrigens hier schon seinen Ausgangs-
    punkt.

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  4. Ich erinnere mich noch an ein Erlebnis in meiner
    damaligen Heimatgemeinde: Ein Filmteam von "SPIEGEL-TV"
    drang ohne Drehgenehmigung in das Kirchengrundstück ein,
    um eine "Reportage" über das Portal "gloria.tv" zu machen.
    Man war sogar so frech, kurz vor der Heiligen Messe mit
    laufender Kamera in die Kirche einzudringen, um den Priester,
    der sich geistlich auf die Messe vorbereitete, zu einem
    Interview zu bewegen.
    Seitdem habe ich keinen "SPIEGEL" mehr gekauft.

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    1. Der Priester, er war der berühmte und bald danach von seinem Bischof abgesetzte und in den Untergrund gegangene Gloria.tv-Chef "Don" Reto Nay, prügelte sich darauf sogar mit den Spiegel-Leuten.

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    2. Franzl verrät uns hier nur die halbe Wahrheit.
      Ich stand nur 10 Meter davon entfernt und habe es
      genau beobachtet:
      Die "SPIEGEL"-Leute wurden mehrfach klipp und klar
      aufgefordert, das Privatgelände zu verlassen.
      Als sie dem nicht nachkamen, gab es ein Handgemenge,
      an dem sich beide (!) Seiten beteiligt haben,
      geprügelt wurde jedoch nicht.
      Nachher waren sie dann noch so frech, in der
      Kirche zu filmen!

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  5. Zitat aus dem dritten Link des Kreuzknappen:
    "Diese seltsamen Be­rich­te, die ursprünglich von christ­li­cher Seite kamen und ver­blüf­fen­der­weise das Blutvergießen geradezu bejubeln, sind nach dem Urteil vieler heutiger Historiker eine in „apokalyptischer Blutsprache“ verfasste Helden­dichtung in Anlehnung an Bibelstellen wie Apk 14,20,[116] ähnlich dem Ro­lands­­lied (das in derselben Zeit entstand). Dann dürfen aber diese Berichte nicht wörtlich ge­nommen werden. In Wirk­lichkeit können weder alle Muslime noch alle Juden umgebracht worden sein; wur­den sie doch (denselben Quellen zufolge!) schon tags darauf zur Leichenbeseitigung herangezogen."
    Wer historische Berichte einfach 1:1 wörtlich nimmt,
    der hat Nachholbedarf in Geschichtsunterricht.
    Das wissen wir eigentlich schon aus unserem täglichen
    Leben: Texte haben eine Aussageabsicht,
    wenn man die nicht beachtet, geht das schief.
    Wenn ich etwa über einen Mitarbeiter in meinem Büro
    sage, dem Kollegen XY müssen wir wohl mal auf die Finger
    gucken,
    dann käme wohl kaum einer auf die Idee, dass wir ver-
    muten, dass dieser ein Nägelkauer ist...

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  6. Der Blog von Marco Gallina ist dazu lesenswert und der ist immerhin von Fach.

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  7. Man könnte fast annehmen, das neue Papst-Video
    mit der Gebetsmeinung für Oktober sei speziell für
    den "SPIEGEL" gemacht worden:
    Es geht um die Bitte des Papstes, als Journalisten
    fair zu berichten...!

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