Montag, 17. Oktober 2016

Bei "katholisch.de" meint Autor Drobinski, das Reformationsjubiläum 2017 solle ein Jubeljahr für ALLE Christen sein!

Bei "katholisch.de" gibt es die Reihe "Standpunkt", in der Autoren aus der Redaktion oder von außerhalb ihren eigenen Standpunkt zu christlich inte-
ressierenden Themen kundtun. Heute ist Matthias Drobinki von der "Süddeutschen Zei-
tung" an der Reihe und befasst sich mit dem mittlerweile fast allgegenwärtigen Thema "Reformationsjubiläum". Seiner Meinung nach sollte das ein "Jubeljahr" (!) für alle Christen sein. 

Pardon, aber das kann man durchaus auch anders sehen - polemisch ge-
fragt: Ist die Trennung der Christenheit mit all ihren Folgen wirklich ein Grund zum Jubeln?
---> HIER !

Kommentare:

  1. Da hat Matthias Dobrinski etwas verwechselt:
    Es gibt 2017 in der Tat ein Jubeljahr,
    und zwar 100 Jahre FATIMA !!!
    Im Mai 2017 sind die Feierlichkeiten, zu der neben Pilgern
    aus aller Welt auch Papst Franziskus anreisen wird.

    http://www.marianisches.de/wallfahrten/100-jahre-fatima/

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    1. Und er wird sogar schon vor 2017, nämlich zum Reformationstag 2016, mit dem das Reformations-Jubiläumsjahr offiziell beginnt, nach Lund in Schweden zum Lutherischen Weltbund reisen - nicht um die Spaltung zu bejammern und mit dem Finger auf die bösen lutherischen Spalter zu zeigen, sondern um ein gemeinsames Christusfest einzuläuten.

      Genau so ist's richtig. Kein Grund zur Schnappatmung.
      Nach Fatima soll er dann gerne auch fahren.

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    2. Apropos „verwechseln“:
      Verwechselt Drobinski da nicht "Jubiläum" und "Jubel"
      (vgl. den Auszug im Folgenden)?
      Und weiter seine Frage:
      "Soll man als Katholik Martin Luther und die Reformation feiern?"
      Martin Luther (als Person) „feiern“?
      Das würden sich wohl selbst
      die meisten Evangelischen verbitten –
      Personenkult nein danke!
      Selbst damit, die Reformation zu "feiern"
      bzw. den 31. Oktober zu "feiern"/
      ihn als „ReformationsFEST“ zu begehen,
      hat man es auf evangelischer Seite nicht sonderlich –
      zumindest von den Gesangbüchern und Agenden her.
      Habe gerade mal in meiner
      diesbezüglichen Sammlung geblättert
      und finde da (bis auf wenige Ausnahmen
      wie das aktuelle Evangelische Gesangbuch)
      nicht einmal die Bezeichnung "ReformationsFEST" für den 31. Oktober,
      sondern schlicht "Gedenktag der Reformation"
      oder "Reformationsgedächtnis" oder "Reformationstag".

      Wirklich lesenswerte Gedanken
      zum „Jubiläums“-/„Gedenktag“-Thema
      finden sich hier unter Punkt 2:

      http://www.2017gemeinsam.de/fileadmin/Redaktion/Newsletter/Reformationsjubilaeum_und_Oekumene_von_Dirk_Stelter.pdf

      (Ökumenisches Projekt von: Lutherischer Weltbund/Deutsches Nationalkomitee und kath. Möhler Institut Paderborn):


      Auszug:

      "Jubiläum oder Gedenken? Kritisch äußert sich hier z. B. der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker. Er hält es für „schwierig, das im Jahr 2017 anstehende Jahresgedenken an die Reformation mit dem Wort ,Jubiläum‘ zu schmücken“. Denn mit der Reformation habe eine Phase der Spaltung der Kirche begonnen. Als Alternative schlägt er „das nüchterne Wort ,Gedenken‘“ vor.

      … Zunächst zur Begrifflichkeit: Die Wörter „Jubiläum“ und „Jubel“ haben vom Wortstamm her nichts miteinander zu tun. „Jubiläum“: … „heute im allgemeinen gebrauche, von einer hundert-, fünfzig-, fünfundzwanzigjährigen Gedenkfeier“ …

      Unabhängig davon stehen die Wörter „Jubel“ und „jubilieren“.… mit der Bedeutung jauchzender Freude … Hinzu kommt: Durch den ähnlichen Klang kann – trotz unterschiedlicher Etymologie – „Jubiläum“ so verstanden werden, dass „Jubel“ mitschwingt. … Das Wort „Gedenken“ wird im Blick auf 2017 in evangelischen Kreisen nicht selten als Abwertung und von außen herangetragene – oder gar aufgezwungene – Weise, das Reformationsjubiläum zu begehen, verstanden. Dementgegen sei darauf hingewiesen, dass „gedenken“/„erinnern“ in der Bibel ein eminent theologischer … Begriff ist. Selbstverständlich lässt sich der biblische Begriff nicht schlicht mit dem Gedenken in Bezug auf 1517 und das, was daraus folgte, gleichsetzen. Gleichwohl kann es dem Begehen des Jubiläums sinnvolle Dimensionen erschließen, die biblische Bedeutungsfülle des Wortfeldes „gedenken“ zu rezipieren: „im Sinne einer Repräsentation, Vergegenwärtigung des Vergangenen, das nie bloße Vergangenheit bleibt, sondern gegenwärtig wirksam wird“ . Zudem ist es im evangelischen Bereich nicht unüblich, den Rückbezug auf den 31. Oktober 1517 mit „gedenken“ zu bezeichnen. So ist im Evangelischen Gottesdienstbuch der 31. Oktober überschrieben mit: „Gedenktag der Reformation“."

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  2. Zitat: "So, wie die Evangelische Kirche aus den Wurzeln der gesamten Christengeschichte heraus lebt, so lebt die heutige katholische Kirche auch aus den Wurzeln der Reformation."

    Den Satz muss man zwei mal lesen um letztendlich darüber zu schmunzeln. Wir haben es also dem guten alten Martin zu verdanken, dass überhaupt noch Katholiken gibt. Ja, wenn das kein Grund zum jubeln ist.

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    1. Wieso eigentlich evangelische "Kirche"?

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    2. Wieso nicht "evangelische Kirche"??

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  3. Was heißt schon Trennung der Christenheit? Jeder Rechtskathole ist um Lichtjahre weiter von mir "getrennt" als die meisten Lutheraner. Der Kommentator hat Recht, Luther hat zum Glück auch zu einer innerkatholischen Reform geführt. Nur: Das alles können Schwarzweiß-Denker natürlich nicht sehen, für die gibt es nur Wahrheit und Unwahrheit. Da sie selbst in der Wahrheit leben, muss man alles Abweichende verurteilen.

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    1. Summorum pontificum17. Oktober 2016 um 17:34

      Ich gebe Ihnen Recht! Sie sind als offenkundiger Modernisten-"Kathole" von mir als gläubigen Katholik um Lichtjahre weiter entfernt als alle Piusbrüder, mögen diese auch kanonisch einen eingeschrnkten Status haben. (Den Sie und Ihresgleichen längst haben müssten!)

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    2. Das ist so, und ich bedauere das gar nicht. Ich toleriere Sie in der Kirche!

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  4. Der ehemalige Tradi-Blogger "KREUZKNAPPE"
    entblödet sich nicht mal, jetzt auch für "katholisch.de"
    durch Verlinkung neue Leser bzw. Klicks zu erschließen,
    dieses Portal, das dem treuen Katholiken ein Graus ist.
    Was soll ich nur mit Ihnen machen?
    Allmählich wird es wohl Zeit, Sie aus meiner Favoriten-
    Liste zu streichen. Eigentlich schade!

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    1. Diözesaner Bürohengst17. Oktober 2016 um 15:43

      Was für ein Quatsch!
      Die meisten Leser denken garantiert
      anders als Sie!
      Dass der Kreuzknappe unverkrampft über den
      berühmten Tellerrand guckt, empfinden die meisten
      als sehr positiv - und interessant ist das auch!

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  5. Man braucht ja nur mal bei Facebook zu gucken,
    was da gerade los ist - da bekommt "katholisch.de"
    jede Menge Kritik deswegen!
    Das kommt davon, wenn man das Ärgernis der Kirchen-
    spaltung hochzujubeln versucht!
    Selbst aus den eigenen Reihen wird die evangelische
    Kirche doch heute nur noch als zeitgeistige Anstalt
    wahrgenommen.

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    1. Sorry, so ein Unsinn. Da haben Sie vielleicht gewisse Pietisten-Fundis von der Schwäbischen Alp getroffen und geben das dann als die "eigenen Reihen" der ev. Kiche aus...

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    2. Gerlinde,
      machen Sie sich doch erst mal ein wenig schlauer,
      bevor Sie uns mit einer Wortspende beehren.
      Es gibt schon Internet!

      http://www.focus.de/politik/experten/kelle/verstoerendes-von-der-ekd-zu-ostern-vom-guten-geist-verlassen_id_3761461.html

      http://www.freiewelt.net/blog/die-dekadenz-der-evangelischen-kirche-10065167/

      https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2016/05/2016_05_12_2

      http://kath.net/news/246

      http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/inacker-in-vielen-kirchengremien-weht-ein-rot-gruener-zeitgeist-98037.html

      http://www.cicero.de/salon/orientierungshilfe-fuer-familien-schwafelkirche-selbstaufloesung/54868


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