Dienstag, 25. Oktober 2016

Bilderrätsel mit Bischöfen: Schaue auf beide Fotos und erkenne den peinlichen Unterschied!

Von Papst Franziskus gibt es wohl eine
ähnliche Situation, wo er das Brustkreuz bei einem Besuch verschwinden ließ.
In katholischen Kreisen stößt derzeit manchen ein Foto-Vergleich unangenehm auf: Da sieht man die Bischöfe im Heiligen Land - einmal mit Brustkreuz und einmal "oben ohne". 

Wurde das Kreuz schamhaft verleugnet?
---> HIER und HIER !


Aber vielleicht gibt es ja auch eine ganz harmlose Erklärung, auf die ich nur gerade nicht komme...?!

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter25. Oktober 2016 um 10:54

    Das entspricht den Gepflogenheiten der meisten
    heutigen Gläubigen:
    Man muss immer flexibel bleiben - und zum Kreuz
    nur dann stehen, wenn die Situation dafür günstig ist...
    (Achtung, Ironie!)

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  2. Zitat: "zu deren Abschluss der Kardinal dem Landesbischof erfolgreich das Du anbot."

    Wenn schon der kleinste gemeinsame Nenner nicht mehr erreicht wird, dann duzen sich die Herrschaften wenigstens. Meine Erklärung: Die Herren Reinhard Marx und Heinrich Bedford-Strohm, haben vor Betreten des Tempelbergs Bruderschaft getrunken und zu diesem profanen Anlass natürlich ihre Kreuze abgenommen.

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  3. Am Tempelberg ist das Tragen von Kreuzen nicht erlaubt. Das wird von israelischer Polizei strickt kontrolliert. (Hans Kloss)

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    1. Jerusalem ist hinsichtlich religiöser Gefühle,
      Be- und Empfindlichkeiten seit jeher ein heißes Pflaster.
      Man denke nur an die bis in Kloppereien ausartenden
      innerchristlichen Auseinandersetzungen zwischen Mönchen unterschiedlicher Konfessionen
      z. B. um Grabes- und Geburtskirche.

      Oder die Sache mit dem Brustkreuz an der Klagemauer:
      Johannes Paul II trug es 2000 dort offen:
      http://media0.faz.net/ppmedia/video/4248289210/1.1250882/article_multimedia_overview/der-papst-betet-auf-seiner.jpg

      2007 wurden österreichische Bischöfe
      bei einer Israelreise vom für die Klagemauer
      zuständigen Rabbiner Rabinovitz aufgefordert,
      beim Betreten des abgezäunten Vorplatzes
      ihr Brustkreuz zu verbergen,
      offenes Tragen sei "beleidigend und provokativ":
      "Ich empfinde dasselbe, wenn ein Jude einen Gebetsschal und Gebetsriemen anlegt und in eine Kirche geht."
      Die Bischöfe folgten dem nicht
      und blieben außerhalb des Vorplatzes.
      Derselbe Klagemauer-Rabbiner wollte auch nicht,
      dass Benedikt XVI. 2009
      sein Kreuz an der Klagemauer offen trug,
      der Papst tat es letztendlich dennoch.
      U. a. der Zentralrat der Juden in Deutschland
      warf besagtem Rabbiner damals vor,
      er missbrauche sein religiöses Amt für Intoleranz.
      Und, o Wunder: Derselbe Rabinovitz ist
      rechts auf einem Foto mit Franziskus zu sehen,
      der 2014 sein Brustkreuz offen an der Klagemauer trug –
      in Begleitung eines anderen Rabbiners und eines Imams:
      http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.1975977/860x860?v=1401127340000

      Tja, und nun die Sache mit dem Tempelberg,
      wo muslimische Wächter das Brustkreuz als Provokation betrachteten:
      http://www.merkur.de/welt/eine-gelungene-oekumenische-klassenfahrt-6874528.html

      Klar, man kann wie die
      österreichischen Bischöfe 2007
      den Rückzug antreten,
      man kann aber bei der Abwägung
      auch zu einem anderen Entschluss kommen –
      sei es, dass man trotzdem versucht,
      mit Kreuz "durchzumarschieren",
      sei es, dass man das (Amts-)Kreuz ablegt/verdeckt,
      ohne, dass das Letzteres ein Verleugnen des Kreuzes wäre.
      Außerdem: Hat man das bei den Bischöfen
      vorher nicht gewusst?
      Bzw. oder schon vorher so beschlossen?

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    2. Jorge Sensenbrenner27. Oktober 2016 um 14:07

      "Derselbe Rabinovitz ..." ???
      Antisemiten sollten überhaupt keine Kreuze tragen.

      Beim Tempelberg ist es aber doch klar. Dort haben kriegerische Pilger mit aufgemalten Kreuzen Tausende von Frauen, Kindern und Alten abgeschlachtet (und der Papst fand das toll). Da würde ich allerdings auch kein Kreuz tragen.
      Das wäre wie mit einer Bundeswehr-Uniform ein NS-Vernichtungslager zu besichtigen: Die Verwechslungsgefahr mit den Schergen ist zu groß.

      Religiöse Eiferer sind ein gefährliches Ärgernis, insofern finde ich den Protest gegen die Vereinnahmung der hl. Stätten durch Fanatiker berechtigt. Geschichtsvergessene Kreuzfahrer im Internet sind allerdings genauso ärgerlich.

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  4. Bischöfe sollten mit zusammenfaltbaren
    Klappkreuzen ausgestattet werden, damit sie
    im Bedarfsfalle blitzschnell die richtige Variante
    auswählen können: heute mit Kreuz,
    oder lieber heute mal wieder ohne Kreuz.
    Das wäre doch mal was ganz Praktisches.
    Ich kann gar nicht ausdrücken,
    wie enttäuscht ich über ein solches Verhalten bin,
    angesichts dessen, dass viele, viele Märtyrer für
    ihr Bekenntnis zum Kreuz in den Tod gehen mussten.

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  5. Trägt er die Mozetta?
    Trägt er rote Schuhe?
    Macht er auch die Kniebeugen?
    Versteckt er sein Brustkreuz?

    Die Tradis könnten mal das Bibelwort aus der Weisheit Salomonis meditieren: "Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht in das Herz."

    Statt dessen verhöhnen sie Kardinal und Landesbischof, weil die Du zueinander sagen. Unglaublich.

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    1. Die Nachricht, dass sich der Kardinal und der Landesbischof duzen ist so banal, das kann man gar nicht verhöhnen.

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  6. Die Lage in Jerusalem ist bekanntlich
    politisch-religiös verworren und delikat.
    Die Frage ist für mich eher die,
    warum die Bischöfe sich in vorauseilendem Gehor-
    sam die Kreuze versteckt haben,
    statt Flagge zu zeigen und ggf. auf den Besuch
    dort zu verzichten.
    Jetzt jedenfalls sieht es für mich als Botschaft
    so aus: Ja, wir kommen als Menschen,
    aber nicht als Christen.
    Ein bisschen mehr Standfestigkeit hätte ich mir
    da doch gewünscht!

    http://www.israelnetz.com/hintergrund/detailansicht/aktuell/willkuer-auf-dem-jerusalemer-tempelberg-87174/

    http://de.danielpipes.org/93/der-moslemische-anspruch-auf-jerusalem

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  7. Es klingt angesichts der sorgfältig
    versteckten Kreuze fast wie Hohn, was Erzbischof
    Schick aus Bamberg heute über die Reise ins
    heilige Land schreibt:

    "Die Ökumenische Pilgerfahrt hat uns gezeigt, dass wir um Christi und der Menschen Willen missionarischer werden müssen."

    "Das Land Jesu ist auch ein Schmelztiegel der Religionen, vor allem der abrahamitischen – Juden, Christen und Muslime. Wir haben erkannt, dass wir den interreligiösen Dialog dort, bei uns und weltweit pflegen müssen, damit die Religionen zum Frieden in der Welt beitragen."

    http://weltkirche-blog.katholisch.de/klartext/2016/10/25/oekumene-und-weltkirche/

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  8. Irgendwie muss ich auch bei diesem Kreuzverstecken Thema an (Matthäus 10,33-34) denken:
    „Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“
    (hans.kloss)

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