Montag, 31. Oktober 2016

Das war doch zu erwarten: Bis zu 50 % mehr Ehenichtigkeits-Verfahren in Deutschland!

Die Nachricht, die man jetzt liest, kann eigentlich keinen wirklich überraschen:
Nach der Lockerung / Ver-
einfachung des Ehenichtig-
keitsverfahrens durch Papst Franziskus (mit vielen Befürwortern, aber auch deutlich kritischen Stimmen) kommt es, wie es kommen musste: Die Zahl der Ehe-
nichtigkeitsverfahren hat beispielsweise in Deutschland in den Diözesen um 25 bis 50 Prozent zugenommen! - Man lese ---> HIER und HIER !

"Papst macht kurzen Prozess mit katholischen Ehen", lautete die Schlag-
zeile der "WELT" zum neuen Papsterlass aus 2015 ---> HIER !

Ironisch formuliert: Es sind ja sowieso sehr viele katholische Ehen ungültig. Die jungen Leute haben keine Ahnung, auf was sie sich bei einer katholischen Eheschließung einlassen... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Einige Kirchenrechtler trauen sich,
    die Wahrheit auszusprechen:
    Papst Franziskus hat Chaos verursacht, so wie
    mit "Amoris Laetitia"

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/ich-wusste-gerne-was-gelten-soll?utm_content=buffer479ca&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

    http://www.nzz.ch/newsticker/vatikan-berater-kritisiert-bestimmungen-zu-ehenannullierung-1.18610555

    Aber nicht nur das:
    Der Zeitpunkt seiner Entscheidung spricht Bände,
    was er vom synodalen Prinzip und Mehrheitsentschei-
    dungen in der Kirche hält: Wenn sie nicht in seinem
    Sinne laufen, gar nichts!
    Das Schreiben veröffentlichte er wenige Tage vor
    Beginn der Weltbischofssynode 2015 !

    http://m.vatican.va/content/francescomobile/de/motu_proprio/documents/papa-francesco-motu-proprio_20150815_mitis-iudex-dominus-iesus.html

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  2. Ein Münchner auf Erden31. Oktober 2016 um 07:24

    Das ist doch ganz natürlich:
    Wenn man es den Menschen einfacher macht,
    greifen sie zu. So funktioniert das auch in der
    Marktwirtschaft...

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  3. ... und wieder wird die Schnappatmung der
    Hardcore-Tradis unverzüglich mit voller Wucht
    einsetzen, wetten?!

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  4. Wenn man den Leuten den kleinen Finger reicht,
    dann nehmen sie eben die ganze Hand.
    Aber nicht nur das:
    Durch die Neuregelung genügen schon die Aussagen
    der beiden Eheleute, Zeugen sind nicht mehr unbe-
    dingt vonnöten.
    Wenn die beiden sich also geschickt absprechen und
    einfach angeben, ihre Ehe habe eigentlich nie be-
    standen, dann haben sie die Scheidung auf katholisch.
    Praktisch ist das!

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  5. Jorge Sensenbrenner31. Oktober 2016 um 11:31

    Prälat Rambachers Beobachtungen finde ich doch etwas überraschend. Generell hatte ich (den Einschätzungen anderer Kirchenrechtspraktiker folgend) eigtl. nicht damit gerechnet, dass in Dtschl. eine solche Nachfrage nach diesen Verfahren besteht und sich die Verfahrenserleichterungen so schnell und so spürbar zahlenmäßig auswirken würden.

    Wenn das tats. so ist und nicht nur irgendeine Würzburger Sonderentwicklung widerspiegelt, zeigte das aber umso deutlicher, dass die Erleichterungen notwendig waren und der Papst doch ganz richtig lag mit dieser Maßnahme (die ich anfangs auch nicht unkritisch sah und jdfs. eher auf andere Länder wie USA oder Südamerika gerichtet hielt).

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  6. Der Kreuzknappe hat Recht. Wenn man die kanonischen Bestimmungen über die Gültigkeit einer sakramentalen Ehe gewissenhaft und korrekt anwendet, dann sind jedenfalls hierzulande weit über 50% aller kirchlich geschlossenen Ehen sowas von ungültig.
    Ähnliches hat der Papst vor einiger Zeit ja auch schon festgestellt.
    Es ist also nur konsequent, wenn dies jetzt von den Offizialaten auch entsprechend ernst genommen wird.

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  7. Christian Fischer31. Oktober 2016 um 12:39

    Sorry,
    wenn ich das mal so deutlich anspreche:
    So manches Ehenichtigkeitsverfahren ist ein Witz!
    Ein befreundetes Ehepaar hat sich auseinander gelebt
    und er hat sich anderweitig verliebt.
    Nun haben sie vor, die große Show durchzuziehen,
    auf Wunsch seiner Noch-Ehefrau,
    weil diese wieder katholisch heiraten will.
    Wirkliche Gründe haben sie keine, sagten sie mir
    bei einem Besuch vorigen Monat.
    Aber sie nutzen jetzt dieses "Schlupfloch",
    wie sie es nennen...
    Manches an diesen Ehenichtigkeitsverfahren ist leider
    katholische Verlogenheit, und jetzt erst recht.

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    1. Man muss noch tiefer und grundsätzlicher gehen:
      Vieles an diesen "katholischen Eheschliessungen" ist leider katholische Verlogenheit.
      Es ist gut und heilsam, dass der Papst dies nüchtern und ungeschminkt sieht und benennt.

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