Freitag, 7. Oktober 2016

Der katholischen Kirche geht's eigentlich prima, sagt Pastoraltheologe Sellmann im Interview...

Ich hatte es glatt übersehen, aber dank nettem Leserhinweis las ich gerade ein Interview bei "katholisch.de", das dort gestern online ging.
Der Pastoraltheologe Prof. Dr. Matthias Sellmann blickt dabei eher soziologisch auf die katholische Kirche in Deutsch-
land und auf deren Gesund-
heitszustand. - Eigentlich geht es ihr, wenn man sie mit anderen Organi-
sationen vergleicht, geradezu prima. Es gibt immer noch sehr viele kirchliche Hochzeiten, viele Taufen usw, und viele Millionen Menschen sind eben nicht ausgetreten, trotz mancher Krisen und trotz der Ver-
lockung, bares Geld sparen zu können. Auch das wird oft vergessen:
Es gehen deutschlandweit immer noch mehr Menschen zum Gottes-
dienst als etwa zu den Bundesliga-Spielen!
Der Professor ist sich sicher, dass auch die zusammengelegten Groß-
pfarreien neue Chancen bieten. Man gucke so über den eigenen Teller-
rand hinaus, und es täten sich neue Modelle christlichen Miteianders auf, auch außerhalb der Pfarrgemeinde. ---> HIER !
Weitere Infos z.B.  ---> HIER und HIER und HIER !

Also zur beliebten Schwarzmalerei und Kirchenuntergangs-Prognosen keinerlei Anlass? - Ist das Glas eher halb voll oder eher halb leer?

Kommentare:

  1. Vom Blickwinkel des Soziologen aus mag das
    so sein, dass die Großpfarreien ihr Gutes haben.
    Vom Blickwinkel z.B. der älteren Gottesdienstbesucher
    her wohl kaum, denn es macht schon einen Unterschied,
    ob man im Pfarrhaus einen Seelsorger antrifft oder
    ob es vermietet ist, und es ist schon ein Unterschied,
    ob die Messe am Wohnort gefeiert wird oder 5 km weiter.

    AntwortenLöschen
  2. Dieser Professor hat auch die "Disco"-Veranstaltung
    kürzlich im Kölner Dom schöngeredet.
    Der Dom werde der Jugend von einer völlig neuen Seite
    präsentiert, für schlappe 300.000 Euro...
    Es wäre ja mal interessant, nachzuzählen, ob nun
    mehr Jugendliche im Kölner Dom in die Hl. Messe kommen.
    Im Grund ahnt es jeder:
    Die Jugendlichen hatten ihren Spektakel, manche haben
    gestaunt, manche waren auch nur froh über die nächtliche
    Gratis-Unterhaltung, und das war's.

    AntwortenLöschen
  3. Ordinariatsgeschädigter7. Oktober 2016 um 20:06

    Das übliche Geblubber über den modernen Menschen,
    der zwar an Gott glaubt, aber seine Freiheit über
    alles liebt und sich deshalb bei der Kirche die
    Rosinen rauspickt.
    Vom Soziologen-Blickwinkel aus mag das so angehen,
    theologisch aber nicht. Es heißt ganz klar, "tut
    dies zu meinem Gedächtnis!", und das heißt nicht:
    Geht in den Wald und betet, wo es euch gefällt.
    Jesus hat die Kirche gegründet, und Kirche heißt nun
    mal auch Gemeinschaft, und Kirche heißt sonntägliche
    Eucharistiefeier.
    Da kann der Professor drumherumreden, so viel wie er
    will, er sollte sich mal schlau machen, wie die ersten
    Christen gelebt und Gottesdienst gefeiert haben.
    Auch das Argument, die meisten wären ja schließlich
    nicht ausgetreten, zählt nicht wirklich.
    Bei vielen ist es nicht Überzeugung, sondern Bequem-
    lichkeit, dass sie nicht ausgetreten sind, und vielleicht
    auch die Angst vor dem Gerede im Dorf.
    Nein, Herr Professor, Ihr Schönreden hilft nicht!

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
=================================================================================