Mittwoch, 19. Oktober 2016

Deutscher Theologe warnt vor Piusbrüdern - Nervosität der Linkskatholiken wegen möglicher Einigung mit Vatikan nimmt zu!

Erst kürzlich fanden mal wieder
schon lange vereinbarte Gespräche von Bischof Fellay mit der Glaubens-
kongregation statt - ein Umstand,
der fast schon zum Aufreger in katholischen Medien wurde.
Die Furcht vor einer Einigung des Vatikans mit den Piusbrüdern nimmt bei den deutschen Linkskatholiken offenbar dramatisch zu; erst im Mai konnte man lesen, dass das Zentral-
komitee der Deutschen Katholiken (ZdK) "besorgt" sei über den Dialog mit den Piusbrüdern. ---> HIER !

Nun hat sich der auch als Unter-
zeichner des "Theologen-Memoran-
dums" bekannte Freiburger Funda-
mentaltheologe Prof. Dr. Magnus Striet sehr besorgt geäußert: Eine Anerkennung der Piusbrüder sei "ein riesiger Fehler"; er frage sich, ob die Kirche inzwischen beim "Anything-
goes"
angekommen sei. Die Piusbrüder lebten bezüglich der Menschen-
rechte immer noch "im 19. Jahrhundert"... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Wo bleiben denn die Menschenrechte für das
    ungeborene Leben? - Das würde mich bei ZdK & Co.
    doch mal interessieren.
    Mit Professoren, die alles besser zu wissen glauben,
    haben wir uns ja gerade in Deutschland inzwischen
    gewöhnt...

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  2. Es gibt zwar eine Menge Linke, aber die sind keine Katholiken. Deshalb sollten Sie den Begriff Linkskatholiken meiden.

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    1. Klar, für "Arminius" ist "katholisch" und "rechts" identisch. Wie wohl für alle Tradis.

      Erinnert an den berühmten Ausspruch des hinlänglich berühmten Uwe Barschel, der seine zunächst zögerliche Sekretärin mit diesen Worten zum Meineid anstiftete: "Glauben Sie an Gott? Ja wollen Sie etwa, dass die SPD die Wahl gewinnt?"

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    2. @: Guarneri:

      Laut Lehre der Kirche (wie sie z.B. in der Enzyklika Papst Pius XII. "Mystici Corporis" dargelegt wird) sind drei Bedingungen nowtwendig, um ihr anzugehören:

      1. Taufe;

      2. Glaube, d.h. festes Fürwahrhalten aller (!) von Gott geoffenbarten und vom kirchlichen Lehramt als solche zu glauben vorgelegten Wahrheiten;

      3. Unterordnung unter die kirchliche Hierarchie und Gemeinschaft mit den übrigen Gläubigen.

      Mit -aus der Politik entnommenen- Kategorien (wie z.B. "Rechts" oder "Links") hat das natürlich überhaupt nichts zu tun.

      Von denjenigen, die gemeinhin als "Links-Katholiken" bezeichnet werden, müßte man zutreffender als Apostaten, Häretikern und Schismatikern sprechen, die aus den verschiedensten Gründen "nominelle Katholiken" bleiben wollen. Da die Gesellschaft insgesamt stark nach "links" herabgesunken ist -auf allen möglichen Ebenen- gibt es unter den (deutschen) Pseudo-Katholiken natürlich mehr "Linke" als "Rechte". Und: Die -oft sehr einflußreichen- "Linken" (z.B. Usurpatoren theologischer Lehrstühle) wollen um jeden Preis den Anschluß an die "Mitte der Gesellschaft" (= rot-grüne Linksideologie) nicht verlieren. Da genuin religiöse Anliegen diesen Leuten in der Regel fremd sind, sind deren Äußerungen zu Fragen der Religion ohnehin a priori unglaubwürdig.

      Ergänzend sei übrigens hinzugefügt: Wenn ein Inhaber des Bischofsamtes selber "Links-Katholik" ist, gilt das oben unter 3. genannte Kriterium nur insoweit, als der jeweilige Hierarch rechtmäßig seines Amtes waltet. Einem solchen Bischof zu gehorchen, wenn er z.B. offensichtlich Sündhaftes oder Schädliches betreibt, wäre sündhaft. Keine rein hypothetische Annahme, wie z.B. das Verhalten des unsäglichen CDU/SPD-Politbüro-Apparatschiks Woelki zeigt.

      Was die "Priesterbruderschaft St. Pius X." betrifft, ist natürlich der Wirbel, den jetzt bestimmte Leute veranstalten, die für den Glauben und das Recht der Kirche ansonsten nur Verachtung übrig haben, überaus bezeichnend. Dabei wären durchaus Sorgen am Platze: Wenn diese "Bruderschaft" nicht bereit ist, sich dem Lehramt der Kirche als höchster Entscheidungsinstanz voll und ganz zu unterwerfen, dann liefe eine Anerkennung auf eine Relativierung des Lehramtes hinaus. Das allerdings dürfte gerade den "Links-Katholiken" völlig gleichgültig, wenn nicht sogar willkommen sein - womit der ganze von ihnen veranstaltete Lärm sich als perfides Täuschungsmanöver erweist.

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  3. Das ist ja wohl ein Treppenwitz,
    dass ausgerechnet einer der Modernisten den
    treuen Katholiken einreden will, in der Kirche wäre
    im Falle einer Einigung so gut wie alles möglich,
    anything goes...
    Wie jeder weiß, ist es tatsächlich so, dass in
    deutschen Pfarrgemeinden und deutschen Amtsstuben der
    Kirche fast "anything goes", vom liturgischen Missbrauch
    bis hin zu einseitigen Stellungnahmen z.B. in der
    Flüchtlingsfrage.
    Der Herr Professor hat offensichtlich eine sehr eigene
    Art von Humor!

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  4. Das ist natürlich nur ein vorgeschobenes
    Scheinargument.
    Im Grunde haben die Linken die Befürchtung, dass durch
    die Aufnahme der Piusbrüder der konservative Flügel
    in der Kirche wieder stärker werden könnte
    und ihnen die letzten 20 Jahre "Reform"arbeit zunichte
    machen könnte.
    Papst Franziskus lässt sich vom linken Gezeter aber
    nicht beeindrucken.

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    1. Und von Ihrem rechten noch viel weniger. Wie nicht zuletzt die Tradis ja wissen und deshalb diesen Papst hassen.

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    2. @ Kirchgänger, Magdalene:

      An sich ist es völlig unsinnig, ja sogar destruktiv, hier Kategorien wie "Rechts" und "Links" zu bemühen. Denn damit wird bereits implizit die übernatürliche Offenbarungslehre, deren Hüterin die Kirche ist, irgendwie in den Bereich menschlicher bzw. politischer Immanenz herabgezerrt. Doch lassen wir diese Begriffe einmal für den Augenblick als "termini technici" gelten:

      Papst Bergoglio ist unbestreitbar ein "Linker". Und es steht zu befürchten, daß exakt dieser (!) Umstand der Hauptgrund für seine Aktivitäten in der Angelegenheit dieser "Bruderschaft" ist.

      Das mag sich zunächst als eine etwas sonderbare Behauptung ausnehmen. Leider ist dem aber bei näherer Betrachtung nicht so.

      Bernard Fellay, "Generaloberer" der "Priesterbruderschaft St. Pius X.", wird nicht müde, zu beteuern, daß er "mit Rom" "keinerlei Kompromisse" eingehen werde, daß er also darauf beharren wolle, daß die Bruderschaft, die die Vereinbarkeit einzelner Sätze des letzten Konzils mit früheren Lehräußerungen (z.B. der Enzyklika "Quanta Cura" Papst Pius' IX.)kategorisch bestreitet,diesbezüglich weiterhin das kirchliche Lehramt als Letztinstanz ablehnen dürfe.

      Die kanonische Errichtung einer solchen Bruderschaft nun, die das Lehramt der römisch-katholischen Kirche nicht als höchste Entscheidungsinstanz anzuerkennen bereit wäre, wäre eine -um es in Anlehnung an scholastische Terminologie zu sagen- "formaliter linke" Maßnahme, auch wenn sie "materialiter Rechtsstehende" begünstigen würde.

      Papst Bergoglio hat -in Interviews, die natürlich keine lehramtlichen Äußerungen sind -oft genug beteuert, daß er nichts von Leuten hält, die "in Fragen der Lehre allzusehr Sicherheit suchen". Ganz in diesem Sinne erfolgte dann die Publikation von "Amoris Laetitia" (deren lehramtlicher Charakter zumindest in manchen ihrer Passagen strittig ist). Leider ist zu befürchten, daß mit einer kanonischen Errichtung der "Priesterbruderschaft St. Pius X." letztlich dasselbe Ziel verfolgt wird.

      Mit anderen Worten: Die kanonische Errichtung der Bruderschaft -ohne deren vollständige Unterwerfung unter das kirchliche Lehramt- wäre eine Fortsetzung des Kampfes Papst Bergoglios für den (Lehramts-) Relativismus mit anderen Mitteln.

      Natürlich bliebe das kirchliche Lehramt auch in diesem Falle das, was es kraft göttlicher Einsetzung immer war und immer sein wird. Aber es würde dem jetzigen Pontifikat ein weiterer Skandal hinzugefügt.

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  5. Ich hoffe nur, dass die Piusbrüder auf Verhandlungen mit Rom nicht umfallen werden und dann einem falschem Gehorsam Roms befolgen.

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    1. @Peter M. Bauer:

      Zu hoffen ist, daß "Rom" (Katholiken pflegen vom Hl. Stuhl zu sprechen) keinen Ungehorsam honoriert.

      Eine Anerkennung der Bruderschaft ohne den für jeden Katholiken selbstverständlichen Gehorsam würde ein Nachgeben gegenüber anti-autoritärer Verhärtung bedeuten, die "linke" und "rechte" Schismatiker teilen. Daß die "rechten" -anders als die "linken"- Schismatiker nicht einmal merken, wie erzmodernistisch ihr Ansatz ist, zeigt das ganze Ausmaß der gegenwärtig herrschenden Begriffsverwirrung.

      Zur unveränderlichen Glaubenslehre gehört eben auch der vom Ersten Vatikanischen Konzil gelehrte Päpstliche Jurisdikionsprimat, den die "Bruderschaft" bis jetzt ablehnt -wenn auch nicht theoretisch, so doch praktisch. Man redet sich dort darauf hinaus, man "erkenne den Papst doch an", indem man z.B. seinen Namen im Canon Missae nenne. Das aber ist keine Anerkennung des Papstes im Sinne der Lehre der Kirche - ansonsten wären auch z.B. die Urheber des Schismas von Utrecht (1723) brave Katholiken gewesen. Auch sie nannten den Namen des jeweiligen Papstes im Canon Missae - und ließen ihn ansonsten "einen guten Mann sein" (übrigens auch unter Berufung auf das, was sie "die Tradition" nannten).

      Natürlich kann es notwendig sein, einem Papst Widerstand zu leisten; berühmte Theologen wie Bellarmin und Suarez lehren dies ausdücklich. Dies setzt aber voraus, daß der Papst etwas unternimmt, was evident (!) falsch oder schädlich ist (für "Amoris laetitia" läßt sich das leider wohl kaum noch bestreiten). Gehorsam und Ungehorsam in der Kirche sind keine willkürlich wählbaren Haltungen! Jeder Katholik hat bis zur Evidenz (!) des Gegenteils davon auszugehen, daß kirchliche Obere im Recht sind. Von dieser Grundhaltung war im Verhalten der "Bruderschaft" bis jetzt wenig wahrzunehmen. Sie ist darin ganz "Kind ihrer Zeit", der Autorität in jeder Form ein Greuel ist.

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  6. Großes Kompliment dem KREUZKNAPPEN
    für seine "Spürnase"!
    Jetzt ist die Katze also aus dem Sack:
    Die wir-sind-vermeintlich-Kirche-Fraktion will
    die Einigung mit Rom unter allen Umständen verhindern
    und versucht es mit billigen Tricks.

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  7. Mich als Linkskatholiken interessiert die Piusbruderschaft nur unter einem Gesichtspunkt. Stehen die Brüder zur Lehre der Kirche, also auch zum Zweiten Vatikanum, oder nicht? Das ist die Entscheidung der Piusbrüder, raubt mir nicht den Schlaf. Ich hab auch kein Problem mit den Petrusbrüdern, der katholischen Variante dieser Tradis. Einen zweiten Blick sollte man auf den Antisemitismus werfen. Antisemiten muss man vor der Wiederaufnahme wohl auch noch einmal belehren.

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    1. Das Zweite Vatikanum ist ja ohnehin nicht zu halten. Es kann also kaum Maßstab für irgendetwas sein. Auch das Erste sehe ich kritisch, es blieb jedoch lehrmäßig unproblematisch.
      Ich meine das ganz ernst. Konzile gehören nicht in den Vatikan; da braucht es vielmehr so eine Art räumlicher Gewaltentrennung. Und das Zweite Vatikanum war gar derart extrem zeitgeistig, daß dessen Überzeugungen zumindest nicht auf Dauer bestehen können.
      Und die Konzilsphilister sind gut beraten, ihre diesbezügliche Empfindlichkeit ein gutes Stück herunterzufahren: Das Superkonzil ist vor allem eines nicht: als Superdogma geeignet.

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    2. @MisterX:

      Das Zweite Vaticanum "ist nicht zu halten", das Erste sehen Sie "kritisch". Sie meinen das "ganz ernst" -gut, daß Sie das auch ausdrücklich betonen, weil man ansonsten tatsächlich von einem schlechten Witz ausgehen würde.

      Wirklich bemerkenswert! Danke Ihnen jedenfalls dafür, daß Sie mit Ihrem Kommentar ein anschauliches Beispiel für die oben angesprochene anti-autoritäte Geisteshaltung geben. Mit "Kritikfähigkeit" hat so etwas freilich nichts zu tun, eher mit einer Mischung aus theologischer und kirchenhistorischer Unbedarftheit, vor allem aber Anmaßung. Die haben Sie mit gemein mit denen, die von "Superkonzil" und "Superdogma" fabulieren - und merken es anscheinend nicht einmal.

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